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Studium ohne Abitur

 

Studieren ausschließlich mit allgemeiner Hochschulreife (Abitur) war gestern. Heute sind die Möglichkeiten, ein Studium aufzunehmen, vielfältig und das niedersächsische Hochschulgesetz eröffnet viele Wege ins Studium. Auf diesen Seiten informieren wir über die Voraussetzungen und Regelungen, die bei der Studienwahl zu beachten sind. Da der Schritt ins Studium - insbesondere aus dem Beruf - gut überlegt sein will, beraten wir Sie umfassend und begleiten Sie gern in Ihrem Entscheidungsprozess.

 


Beratung zum Studium ohne Abitur und Informationsveranstaltungen

Wir beraten Sie individuell und online.

Lehramt oder Gerontologie oder Soziale Arbeit... ohne Abitur studieren? Sie haben gezielte Fragen oder möchten sich grundsätzlich über die Möglichkeiten des Studiums ohne Abitur informieren? Vielleicht wissen Sie auch noch nicht, ob Sie aufgrund Ihrer beruflichen Qualifiaktionen über eine Studienberechtigung verfügen oder Sie haben Fragen zur Bewerbung/Einschreibung, der Studienorganisation oder dem Studienverlauf, dann beraten wir Sie gern. Sie erreichen die Zentrale Studienberatung über zsb@uni-vechta.de oder auch über den live Chat auf dieser Seite (grüner Button unten rechts).

Die Universität Vechta bietet regelmäßig digitale Informationsveranstaltungen zum Studieren ohne Abitur an. Der nächste Termin:

Montag, 13. Juli 2026 | 17.00 - 18.00 Uhr

Wenn Sie sich über Studienmöglichkeiten mit Berufserfahrung oder einer Fachhochschulreife informieren möchten, sind Sie hier richtig. In dieser einstündigen digitalen Veranstaltung erhalten Sie einen Überblick über die vielfältigen Wege an die Universität Vechta und es besteht die Möglichkeit, die eigenen Studienberechtigungen klären zu lassen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Über diesen Link gelangen Sie zum "virtuellen Seminarraum".

Sollten Sie im Vorfeld Fragen zur Technik haben, melden Sie sich gern: Email: maria.goldberg[at]uni-vechta[dot]de // Telefon: 04441 15 166


Der Weg zum Studium mit Fachhochschulreife oder beruflicher Qualifikation ist für viele eine spannende und bereichernde Reise. An unserer Universität wird Ihr Engagement und Ihre Motivation geschätzt. Da sich die akademische Welt vom Schul- oder Berufsalltag stark unterscheidet, informieren wir Sie hier im Überblick, welche Aspekte im Studium im Vordergrund stehen: 

Selbstorganisation und Eigenverantwortung
An der Universität stehen Sie im Mittelpunkt Ihrer Studienzeit. Anders als in der Schulzeit gibt es weniger feste Strukturen – hier sind Sie gefragt, Ihre Lernzeiten, Fristen und Prüfungen eigenständig zu planen. Das bedeutet: Sie entwickeln Fähigkeiten in der Selbstorganisation, im Zeitmanagement und in der Zielsetzung. Diese Kompetenzen sind nicht nur für das Studium, sondern auch für Beruf und Alltag wertvoll.

Theorie und wissenschaftliches Denken
Studieren bedeutet, in die Tiefe zu gehen. Sie werden wissenschaftliche Theorien, Modelle und Methoden kennenlernen, die es Ihnen ermöglichen, komplexe Fragestellungen eigenständig zu analysieren und kritisch zu hinterfragen. Dabei erweitert sich Ihr Blickwinkel – Sie lernen, Theorie und Praxis bewusst miteinander zu verbinden und selbstständig kritisch zu denken.

Akademische Arbeitsweisen
Das Schreiben von Hausarbeiten, das Recherchieren in Fachliteratur und das Arbeiten mit wissenschaftlichen Quellen sind zentrale Bestandteile des Studiums. Sie erwerben Fähigkeiten im wissenschaftlichen Arbeiten, die Sie auf hohem Niveau befähigen, Forschungslücken zu erkennen und fundiert zu argumentieren. Diese Kompetenzen bilden für zukünftigen Berufsperspektiven wertvolle Grundlagen.

 

 

Sie bringen bereits wichtige Qualifikationen mit: Motivation, praktische Erfahrung und die Bereitschaft, Neues zu lernen. Unsere Tipps für einen gelungenen Start ins Studium:  

Methoden und Zeitmanagement reflektieren und ggfs. verbessern:
Stärken Sie Ihre Fähigkeiten in der selbständigen Planung und Strukturierung Ihrer Lernzeiten. Nutzen Sie Kalender, To-Do-Listen oder digitale Tools, um Fristen und selbstgesteckte Lernphasen im Blick zu behalten.

Lerntechniken auffrischen:
Falls Ihre letzten schulischen Erfahrungen einige Jahre zurückliegen oder Sie sich bisher damit noch nicht befasst haben, lohnt es sich, Techniken wie das strukturierte Lernen, Notizen machen oder Wiederholungen aufzufrischen und auszuprobieren. Dazu gibt es zahlreiche Online-Ressourcen und Ratgeber. Effektive Lerntechniken, wie die Pomodoro-Methode oder MindMaps, können hilfreich sein. Nutzen Sie die Recherchemöglichkeiten, die das Internet bietet, um sich mit Lerntechniken vertraut zu machen.

Wissenschaftliches Arbeiten üben:
Bereiten Sie sich auf das wissenschaftliche Arbeiten vor, indem Sie sich mit Literaturrecherche befassen oder Fachliteratur lesen. Sie können auch schon vor dem Studium unsere Bibliothek nutzen. Eine gezielte Recherche im Internet zur Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten bietet ebenfalls gute Möglichkeiten, sich mit akademischen Arbeitsweisen vertraut zu machen. 

Empfehlenswert ist es auch, im Vorfeld eines regulären Studiums das Gasthörstudium zu nutzen. Sie können gezielt Vorlesungen und Seminare besuchen, machen sich mit dem Uni-Alltag vertraut und sammeln erste Erfahrungen. 

Fachliches Knowhow auffrischen:
Insbesondere bei Studienfächern, die in der Schule unterrichtet werden - zum Beispiel Germanistik (Deutsch), Mathematik, Anglistik (Englisch), Biologie baut das Studium auf dem Fachwissen aus der Schulzeit der Klasse 13 auf. Um sich optimal vorzubereiten, sollten Sie sich vor Studienstart mit dem Abiturwissen Ihrer Studienfächer vertraut machen. Es gibt einige Buchverlage, die Buchreihen zum Thema anbieten. Durch Suchen wie "Abiturwissen Deutsch" oder "Abiturwissen Mathematik" usw. finden Sie zahlreiche Angebote. Auch einschlägige Internetseiten bieten hilfreiche Informationen und Anregeungen. Selbstsverständlich finden Sie in unserer Bibliothek auch grundlegende Literatur, die Sie bei Ihrer Vorbereitung unterstützt.

Austausch suchen:
Treten Sie in Kontakt mit Studierenden, die ähnliche Wege gegangen sind, oder besuchen Sie Einführungsveranstaltungen und Workshops. Der Austausch motiviert und gibt wichtige Tipps aus erster Hand.

Finanzierung klären:
Prüfen Sie frühzeitig Ansprüche auf BAföG (auch elternunabhängig möglich) oder bewerben Sie sich für spezielle Förderungen wie das Aufstiegsstipendium für Fachkräfte mit Praxiserfahrung.

Nehmen Sie Beratungsangebote und Workshops wahr:
Die Universität Vechta bietet individuelle Beratungen für Studieninteressierte ohne Abitur an. Hier können Sie Fragen zu Zugangswegen, möglichen Prüfungen oder Studieninhalten klären und konkrete Unterstützung erhalten.

Für Studierende bietet die Universität Vechta vielfältige Workshops zum wissenschaftlichen Arbeiten, Zeitmanagement oder Prüfungsvorbereitungen an. Einen ersten Überblick können Sie sich hier verschaffen.

Auf den Seiten der Offenen Hochschule haben wir für Sie alle zusätzlichen Angebote für einen Studieneinstieg aus dem Beruf und/oder einer Familienphase zusammengefasst.


Gut zu wissen: Die allgemeine oder die fachgebundene bzw. fachbezogene Studienberechtigung

Die gesetzliche Regelung unterscheidet zwischen der allgemeinen und der fachgebundenen bzw. fachbezogenen Studienberechtigung.

Die allgemeine Studienberechtigung wird durch das Abitur oder durch bestimmte berufliche Vorbildungen erworben. Sie berechtigt zur Studienaufnahme bzw. Bewerbung an allen niedersächsischen Fachhochschulen und Universitäten in allen Fachrichtungen.

Die fachgebundene bzw. fachbezogene Studienberechtigung ermöglicht eine Einschreibung in Studiengänge, die eine fachliche Nähe zur Berufsausbildung und -Tätigkeiten bzw. zur Fachrichtung der Schule aufweisen, an der die Studienberechtigung erworben wurde. Die Fachbindungen werden von den Hochschulen festgestellt.

Einblicke: Katrin ist gelernte Goldschmiedin und hat an der Universität Vechta Designpädagogik und Erziehungswissenschaften studiert. In diesem Video berichtet sie von ihrem Weg & ihren Erfahrungen:

Mit Berufserfahrung zum Bachelor: 3+3 Regelung

Häufig gestellte Fragen zum Studium ohne Abitur

Eine Fachhochschulreife, die an Gymnasien oder Gesamtschulen erworben wurde, besteht aus zwei Teilen: Dem schulischen Teil und dem fachpraktischen (oder auch: berufsbezogenen) Teil. Nach Abschluss des fachpraktischen Teils (z.B. Ausbildung oder FSJ) stellt die Schule, an der der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben wurde, ein Abschlusszeugnis über die vollständige Fachhochschulreife aus.

Mit einer vollständigen Fachhochschulreife (abgeschlossener schulischer und fachpraktischer Teil) bestehen Studienberechtigungen an der Universität Vechta für folgende Bachelorstudiengänge:

  • Gesellschaft, Nachhaltigkeit und Soziale Innovationen (GeNauSo) - keine Einschreibung zum WiSe 26/27 möglich
  • Gerontologie - Altern nachhaltig gestalten
  • Management Sozialer Dienstleistungen
  • Soziale Arbeit

Studienmöglichkeiten im Bachelor Combined Studies
(Dieser Studiengang wird gewählt, wenn ein Lehramt angestrebt wird)

Die Studienmöglichkeiten im Bachelor Combined Studies werden individuell geprüft.

Bitte senden Sie folgende Unterlagen per E-Mail an: maria.goldberg@uni-vechta.de

  1. Zeugnis mit Nachweis der vollständigen Fachhochschulreife oder des schulischen Teils der Fachhochschulreife.
  2. Bescheinigung der Einrichtung, in der Sie den fachpraktischen Teil der Fachhochschulreife absolviert haben. Diese soll den Umfang, die Art und die konkreten Tätigkeiten im Rahmen des fachpraktischen Teils enthalten.
    Sollten Sie den berufspraktischen Teil noch nicht abgeschlossen haben, lassen Sie sich bitte eine entsprechende Bescheinigung ausstellen, die den bisherigen Stand dokumentiert.
  3. Wichtig:
    Falls in der Bescheinigung keine konkreten Tätigkeiten (z. B. im Rahmen eines Freiwilligendienstes wie FSJ oder BFD) aufgeführt sind, können wir Ihre Unterlagen nicht prüfen.

Weitere Hinweise:

  • Sie erhalten innerhalb von 6 bis 10 Werktagen eine verbindliche Rückmeldung per E-Mail.
  • Eine Hochschulzugangsberechtigung liegt grundsätzlich erst vor, wenn der gesamte berufspraktische Teil abgeschlossen ist.
  • Im Bewerbungsverfahren wird das Datum der vollständigen Fachhochschulreife (also: schulischer + berufspraktischer Teil) berücksichtigt – nicht das Datum des schulischen Teils allein.
  • Dies gilt auch für die Berechnung von Wartesemestern in zulassungsbeschränkten Studiengängen.

Als Wartezeit wird die Zeit berücksichtigt, in der Sie nach Erwerb der vollständigen Hochschulzugangsberechtigung nicht studiert haben.

Da Sie eine Hochschulzugangsberechtigung erst erlangen, nachdem der fachpraktische Teil der Fachhochschulreife abgeschlossen ist, wird die Zeit der Ausbildung nicht als Wartezeit berechnet.

Sollten Sie die Ausbildung nach dem Erwerb der vollständigen Fachhochschulreife begonnen haben, wird die Zeit der Ausbildung als Wartezeit gewertet. 

Grundsätzliche Info: Wartezeiten werden ausschließlich bei der Studienplatzvergabe für zulassungsbeschränkte Studiengänge berechnet.

Bei Bewerbungen mit beruflicher Qualifikation werden grundsätzlich keine Wartesemester berücksichtigt.

Die Durchschnittsnote ist das alleinige Kriterium bei der Studienplatzvergabe. Es wird das Zeugnis herangezogen, welches zur Hochschulzugangsberechtigung führt, z.B. der Meisterbrief oder bei der sog. "3-plus-3-Regelung" das Zeugnis der zuständigen Berufskammer (Industrie- und Handelskammer, Ärztekammer, Handwerkskammer etc.) - und nicht das Abschlusszeugnis der Berufsschule.



Herausfinden, ob ein Studium der nächste Schritt ist mit dem Workshop "Da geht noch was!"

"Da geht noch was!" ist ein Workshop für Studieninteressierte mit Berufserfahrung und/oder Familienverantwortung

Wer sich nach mehrjähriger Berufstätigkeit oder nach einer Familienphase beruflich neu orientieren möchte und über ein Studium nachdenkt, hat viele Fragen und muss Entscheidungen fällen. Im kostenfreien Workshop "Da geht noch was!" bieten wir die Gelegenheit, sich umfassend über Studienaufbau, -anforderungen und Rahmenbedingungen zu informieren. Es besteht die Möglichkeit, den eigenen beruflichen Weg zu reflektieren und nächste Schritte zu erarbeiten. Der Austausch mit einer Studentin, die sich neben Beruf und Familie für ein Studium entschieden hat, bietet realistische Einblicke in den Studienalltag.


Einblicke eröffnen Perspektiven

Die Koordinierungsstelle Studieren in Niedersachsen hat Interviews mit Studierenden geführt, die mit einer beruflichen Qualifikation ins Studium gestartet sind. Über ihre Motivation fürs Studium und Wege in die Hochschule sowie über Erfahrungen aus dem Studienalltag berichten sie in einer Podcast-Reihe. Hören Sie mal rein... und lassen sich inspirieren.


Bildnachweise: Beratung zum Studium ohne Abitur (Universität Vechta/Goldberg), Berufliche Qualifikation (Meister): Stokkete-AdobeStock, Berufliche Qualifikation (3+3) AdobeStock-Robert_Kneschke, Fachhochschulreife (Seventyfour/AdobeStock), HZB (woodpencil-AdobeStock), Da geht noch was (BillionPhotos.com/AdobeStock).