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Kulturwissenschaften


Das Studium der Kulturwissenschaften eröffnet historische, theoretische und alltagsanschauliche Zugänge zu den vielfältigen Phänomenen und Ausprägungen des Kulturellen. Die Uni Vechta möchte Ihnen die Neugierde und die Fähigkeit vermitteln, die gesellschaftlichen und medialen Bedingungen zu studieren, unter denen Neues entstehen kann, aber auch diejenigen Prozesse, in denen Bestehendes seine ganz eigene Dynamik gewinnt und der Macht des Einzelnen immer wieder entrinnt.
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Kultur als Gegenstand

Angenommen, man versetzte einen Menschen der Ur- und Frühgeschichte in unsere Zeit: Er oder sie hätte nicht nur allerhand technische Erfindungen zu bewundern, sondern fände sich inmitten eines völlig fremdartigen Alltagslebens wieder. Vielleicht wäre es der Alltag einer urbanen Metropole, ein Alltag, der sich in beachtlicher räumlicher Mobilität, in wechselnden sozialen Milieus und in fortwährender Begegnung mit unbekannten Anderen abspielt. Mit einiger Sicherheit wäre es ein Alltag inmitten eines Verbundes von Massenmedien und sozialen Plattformen, von Texten, Bildern und mobiler Kommunikation.
Aus solch einer übergreifenden - im Kern kulturwissenschaftlichen - Perspektive stellt sich Kultur als vorgefundene, von unseren Vorgängern geschaffene und uns auferlegte Lebenswirklichkeit dar; zugleich aber auch als Resultat unserer inneren und äußeren Arbeit am alltäglichen Leben, als das Ergebnis technischer Kreativität, sozialer Phantasie und politischen Handelns.

Informationen zum Teilstudiengang Kulturwissenschaft - Das Wichtigste in Kürze

A-Fach (80 CP)
B-Fach (60 CP)
Zulassungsfrei
Eignungsprüfungnicht erforderlich
Einschreibfristbis zum 30. September

Der Studiengang Kulturwissenschaft ist interdisziplinär angelegt, das heißt er vereint die Disziplinen Geschichts-, Literatur- (Anglistik, Germanistik) und Politikwissenschaft, Philosophie, Theologie sowie Soziologie. Den Studierenden bietet sich so die Möglichkeit eines facettenreichen wissenschaftlichen Zugriffs: Sprache, Bilder und die Materialität von Kultur sind ebenso Bestandteile des Studenplans wie die kulturelle Formung unseres Körpers, unserer Alltagsroutinen und unserer weltauffassenden Symbole. Die Studierenden werden mit verschiedenen Ausprägungen und Bedeutungsdimensionen des Kulturellen vertraut: mit den Strukturen der alltäglichen Lebensführung ebenso wie mit der gesellschaftlichen Wirklichkeit von Politik, Recht, Religion und Kunst; mit anthropologischen Grundstrukturen menschlichen Daseins ebenso wie mit gesellschaftsgeschichtlichen Prozessen der Individualisierung, der Globalisierung und der Medialisierung, mit Geschlechterforschung ebenso wie mit literarischer, philosophischer oder sozialwissenschaftlicher Hermeneutik.

Der Studiengang bietet Studierenden die Möglichkeit, sich umfassend auf das Berufsleben vorzubereiten. Dies setzt sowohl ein gründliches Literatur- und Theoriestudium zu jeweiligen Themenfeldern voraus als auch eine stetige analytische Auseinandersetzung mit konkreten kulturellen Phänomen und Materialien. Ebenso vielfältig wie das Studium selbst können dementsprechend die Berufsperspektiven sein, die Sie sich in Ihrem Studium erarbeiten. Ihr Studium kann Sie in die darstellenden Arbeitsbereiche des Journalismus, der Museumspädagogik oder des Kulturveranstaltungswesens  (Ausstellungen, Stadtfeste, Theater- und Filmfestivals) führen; in die analytisch-beratenden Arbeitsbereiche des Kommunikationsdesgins, der Marktforschung oder der Politik- und Unternehmensberatung; in die vermittelnden Arbeitsbereiche des Kulturmanagements, der Öffentlichkeitsarbeit und der (neuen) Medien; zu politischem Engagement in NGOs oder Parteien und nicht zuletzt in die wissenschaftliche Forschung.

Mehr zu den Studieninhalten finden Sie im nächsten Reiter unter Studienprogramm / Ordnungen. Kontaktieren Sie ansonsten gerne auch für inhaltliche Fragen zum Studienfach die Studienfachberatung Kulturwissenschaften.

Integratives Denken erfordert bereits die Organisation des Studiums. Auch im Umgang mit Problemen der modernen komplexen Gesellschaften benötigen wir Kompetenzen und Problemlösungsfähigkeiten, die sich aus den genannten Themenfeldern herleiten. Nach Ihrem Studium der Kulturwissenschaften sind Sie mit einem umfassenden Set von Kompetenzen ausgestattet, das Ihnen erlaubt, in vielfältigen Berufsfeldern zu agieren.
Im Berufsfeld "Forschen" können Sie traditionelle, an der alten Fächerstruktur orientierte Gebiete erweitern und ganz neue Fragestellungen erschließen. An den Master schließt sich die Promotion mit einem kulturwissenschaftlichen Thema an. Die Formen des kulturellen Wandels betreffen aber immer auch Institutionen. Neue Wertvorstellungen oder ästhetische Register sind Grundlagen jeder Kulturarbeit in den Mittlerinstitutionen. Die Kompetenzen im Berufsfeld "Organisieren und Planen" sind auf das Gestalten in Berufen mit kulturellen Interfaces ausgerichtet (Events, Kulturservice-Unternehmen). Der Transfer von kulturellen Texten, von Medien jeder Art, die Fähigkeiten zum Kommentieren, Deuten und Interpretieren sind grundlegend für das Berufsfeld "Vermitteln und Informieren" (Museen, Archive, Redaktionen, Öffentlichkeitsarbeit).
Je mehr kulturelle Kompetenzen auf unserem Arbeitsmarkt gefragt sind, umso schneller bilden sich auch neue Berufsfelder, für die Sie beide Studiengänge vorbereiten.

Hier finden Sie die aktuellen Studiengangsdokumente ab Wintersemester 2020/21 für das Fach Kulturwissenschaften im Bachelor Combined Studies:

Studiengangsdokumente mit einem Studienbeginn vor Wintersemester 2020/21 finden Sie im Downloadcenter.

Berufsfelder


Mit dem Fach Kulturwissenschaften haben Sie nicht die Option, Lehrer*in zu werden. Die beruflichen Perspektiven sind aber vielfältig: Von Medien-, Kultur- und Museumspädagogik, Öffentlichkeitsarbeit und Journalismus, Kunst- und Kulturmanagement über Erwachsenenbildung, einer Lehr- oder Forschungstätigkeit an Hochschulen oder in der Marktforschung. Daneben eröffnen sich Veranstaltungsmanagement, Beratungstätigkeiten und Kommunikationsdesign.
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Bildnachweise: Kulturwissenschaften (Universität Vechta/Meckel), Praktikum (Seventyfour/AdobeStock)