Save the Date! Infoveranstaltung!
Am 11.06.2026 in der Zeit von 10-12 Uhr findet eine Infoveranstaltung zum Thema Berufsanerkennungsjahr und Praxissemester Master Soziale Arbeit im Musiksaal (F 144a) statt.
Um Anmeldung untersekretariat.baj@uni-vechta.de wird gebeten.
Masterforschungstagung Soziale Arbeit 2026
"Die eigene Praxis befremden" - Zur Masterforschungstagung in der Sozialen Arbeit im Wintersemester 2025/26
Am 9. und 10. Februar 2026 fand im kleinen Musiksaal die Masterforschungstagung als zentraler Bestandteil des Masterstudiengangs Soziale Arbeit an der Universität Vechta statt.
Diese Tagung wurde von den Studierenden des ersten und dritten Fachsemesters eigenverantwortlich organisiert. Dabei ging es darum die Ergebnisse der Forschungsprojekte des dritten Fachsemesters, sowie die Auswertungen der Praxisbeobachtungen des ersten Fachsemesters vorzustellen und zu diskutieren.
Die Forschungsprojekte der Studierenden des dritten Fachsemester erstreckten sich über einen Zeitraum von insgesamt 16 Monaten. In dieser Zeit hatten die Studierenden die Möglichkeit, sich intensiv mit den gewählten Themenfeldern auseinanderzusetzen und ihre Kenntnisse im Bereich der Sozialforschung gezielt zu vertiefen.
Im ersten Teil der Tagung wurden drei qualitative sowie ein quantitatives Forschungsprojekt dargestellt. Es wurde unter anderem erforscht, inwiefern biographische Orientierungen das professionelle Selbstverständnis und die Handlungspraxis von Sozialarbeitenden in der ambulanten Assistenz psychisch erkrankter Menschen beeinflussen. Ein weiteres Projekt untersuchte die Handlungsspielräume von Schulsozialarbeitenden im Umgang mit Mobbing an Schulen und thematisierte dabei die Chancen und Grenzen präventiver sowie intervenierender Maßnahmen. Ein drittes Forschungsprojekt setzte sich mit der Gewaltbereitschaft von Adressat*innen in der ambulanten Suchthilfe auseinander. In diesem Zusammenhang wurde sowohl der Umgang mit Gewalt als auch die Bedeutung von Angst und Vorurteilen der Fachkräfte beleuchtet. Ferner stellten Studierende eine quantitative Erhebung zum Phänomen der sexuellen Belästigung in sozialen Praxisfeldern vor.
Die präsentierten Forschungsergebnisse boten nicht nur vielfältige Einblicke in die unterschiedlichen Handlungsfelder der Sozialen Arbeit, sondern förderten vertiefende Diskussionen im Plenum. Insbesondere wurde herausgestellt, dass wissenschaftlich fundierte Untersuchungen in der Sozialen Arbeit dazu beitragen Alltagsannahmen sowie voreilige Kategorisierungen aufzuschlüsseln und soziale Wirklichkeiten genauer in den Blick zu nehmen. Auf diesem Wege eignen sich Studierende zum einen eine umfassende Forschungskompetenz an, während sie zum anderen wesentliche Grundlagen für eine professionelle Handlungspraxis erwerben.
Im zweiten Teil der Tagung standen die Praxisbeobachtungen in Form ethnographischer Fallprotokolle im Mittelpunkt.
Auf der Grundlage des Verfahrens der Objektiven Hermeneutik wurden diese rekonstruiert, um so neue Perspektiven auf die Lebenswelten der Adressierten zu eröffnen und zugleich anschlussfähige Interventionsmöglichkeiten zu erschließen. Durch diese vielseitige Betrachtung der Textquellen gelang es den Studierenden ihre eigene sozialarbeiterische Praxis zu "befremden" und über die hergestellte Distanz zu ihren Praxiskontexten weitere Dimensionen sozialer Wirklichkeit sichtbar zu machen.
Insgesamt hat die Tagung den unverzichtbaren Stellenwert von Forschung für die Professionalisierung Sozialer Arbeit erneut nachgezeichnet. Darüber hinaus wurde ein Raum geschaffen, indem die unterschiedlichen Beteiligten im gemeinsamen Austausch fachliche Inhalte und methodische Fragestellungen reflektierten und so der universitären Diskursgemeinschaft von Studierenden und Lehrenden Rechnung getragen werden konnte.
Marina Albers, Tanja Dieter, Alwina Heckel, Saskia Sahada
News/Presse: Verstärkung der Partnerschaft mit Algoma, Kanada
Magnus Frampton (LfbA, Soziale Arbeit) war diesen Monat in Sault Ste. Marie, Ontario Kanada. Die Universität Vechta und Algoma University haben eine langjährige Partnerschaft mit viel auswärtigen Studierendenmobilitäten in Fächer wie Anglistik und Soziale Arbeit. Frampton möchte jetzt die Partnerschaft auf anderen Fächern erweitern, sowie die Beziehung im Fach Soziale Arbeit vertiefen.
In den letzten zwei Jahren haben 14 Studierende aus Algoma an Kurzmobilitäten nach Vechta teilgenommen. Zwei Wege sind für die Kanadier*innen offen: virtuelle Mobilitäten in Framptons Digital Summer School, sowie Präsenzmobilitäten im interdisziplinären Erasmus+-geförderten Blended Intensive Programme. Beide finden jeden Sommer in Vechta statt. Dadurch konnte Frampton Studierenden aus den Fächern Gemeinwesenökonomie und Soziale Entwicklung, Soziale Arbeit, Psychologie, Jura sowie Anglistik erwerben. „Für Kanada, wie für die USA und Großbritannien, sind längere Aufenthalte in Deutschland wegen fehlender Sprachkenntnisse oft schwierig zu organisieren. Solche Kurzprogramme bieten aber eine hervorragende Gelegenheit, auch kanadischen Studierenden den Weg nach Deutschland zu ermöglichen, damit sie unsere Kultur und Wissenschaft kennenlernen können“.
Die Uni Vechta hat ein laufendes Erasmus+ Projekt, das eine Förderung von Erasmus+-Aktivitäten in beide Richtungen ermöglicht. Neben Networking in mehreren Fächern, hatte die Reise deswegen den Zweck der Rekrutierung für Veranstaltungen in 2026. Zusammen mit Kollegin Heather Douglas aus dem Algoma International Affairs Office hat Frampton hat einen „Lunch and Learn“ Informationsveranstaltung gehalten. In der Sozialpolitik hat Frampton ein Seminar bei Dozentin Prof’in Joanne Azevedo zu vergleichender Kinder- und Jugendhilfe gehalten. Und er hat Zusammen mit Kollegin Prof’in Deb Woodman (Directorin, Fach Soziale Arbeit) ein Video zu der Partnerschaft aufgenommen (https://www.facebook.com/AUELHUB/photos/-behind-the-scenes-professor-magnus-frampton-from-the-university-of-vechta-germa/1489998956465231/ ). Kolleg:innen und Studierende in Vechta, die Interesse an Austausch mit Algoma haben, können sich mit Frampton sowie Sarah Winkler (International Office) in Verbinden setzen.
Foto 1: Magnus Frampton (5. von r.), Heather Douglas (3. von r.) und Taylor Jaehrling (2. von r., beide International Affairs Office, Algoma University) zusammen mit Studierende aus Algoma, die schon digital oder präsent in Vechta waren.
Foto 2: Frampton und Prof’in Deb Woodman nehmen die Informationsvideo auf (beide privat)


