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Bunte Stifte

Arbeitsbereiche des Faches Soziale Arbeit


Mit der Besetzung der Professur "Soziale Arbeit" im Sommersemester 2009 erfolgte eine Profilbildung in Forschung und Lehre an der Universität Vechta, die einerseits Soziale Arbeit als Disziplin und Profession in den Mittelpunkt stellt und andererseits das Thema "Devianz" fokussiert.


Aktuelle Forschungsprojekte im Arbeitsbereich Soziale Arbeit:

  • Verbundprojekt: Soziale Dienste und Glaubensgemeinschaften - Pfade regionaler Wohlfahrtsproduktion
  • DFG-Projekt: Sozialpädagogische Familienhilfe passend machen
  • Verbundprojekt SIMENTA: Sicherheitsmentalitäten in ländlichen Räumen
  • Verbundprojekt GEMAINSAM
  • Forschungsprojekt zur geschlossenen Unterbringung von Kindern/Jugendlichen
  • Lehrforschungsprojekte zu Punitivität und Delinquenz

 

Die Schwerpunkte des Arbeitsbereichs Soziale Arbeit und Ethik umfassen die Auseinandersetzung mit disziplinären Theoriebezügen und professionsbezogenen Herausforderungen Sozialer Arbeit im Kontext ethischer Reflexion. Im Fokus steht dabei die Frage der normativen Ausrichtung Sozialer Arbeit angesichts wohlfahrtsstaatlicher Transformationsprozesse und gesellschaftlicher wie institutioneller Entwicklungen.
 

In Lehre und Forschung der Professur für Soziale Arbeit und Ethik steht vor diesem Hintergrund die Auseinandersetzung mit den normativen Grundlagen und Rahmenbedingungen professionellen Handelns, institutioneller und organisationaler Logiken und disziplinärer Verortungen mit Blick auf unterschiedliche Handlungsfelder und gesellschaftliche Diskurse im Mittelpunkt. Ziel ist, ethische Fragestellungen Sozialer Arbeit im Spannungsfeld von theoretischer Reflexion, empirischer Untersuchung und handlungsbezogener Konkretisierung weiterzuentwickeln.


Soziale Arbeit im Lebenslauf bedeutet, mit den Herausforderungen einer sich demographisch verändernden Gesellschaft hervorzuheben, dass es vor allem auf das interdisziplinär erarbeitete und zusammengebundene Wissen ankommt, um Lebensqualitäten für die nachwachsende Generation in einer insgesamt alternden Gesellschaft sicherzustellen und durchzusetzen.

Zentrale Ziele für die Zukunft liegen darin, in Forschungsprozessen der Theorie und Praxis, in Bildungs- und Beratungskontexten mehr Wissen und somit Handlungsspielräume für die nachwachsende Generation hervorzubringen und durchzusetzen, die es ermöglichen, lebenslang ein unabhängiges, selbstständiges und selbstbestimmtes Leben gestalten zu können. Für Soziale Arbeit erscheint von Interesse, inwieweit sie traditionelle Handlungsfelder mit geringeren Anteilen jüngerer Menschen in der Gesellschaft beibehalten kann, neue hinzu gewinnt und sich als Begleiterin des Lebenslaufs versteht. Einer der Ausgangspunkte liegt in der Stärkung des generationenübergreifenden Arbeitens, ohne jedoch die Besonderheiten des jeweiligen Lebensalters aus dem Blick zu verlieren.

Die Schwerpunkte von Christine Meyer liegen auf der Schnittstelle von Sozialer Arbeit als Dienstleistung und Sozialer Arbeit im Lebenslauf unter besonderer Berücksichtigung gesellschaftlicher Alterungsprozesse und der Entwicklung einer Sozialen (Alten)Arbeit, die sich ihrer theoretischen Zuständigkeit über lebenslaufbezogene Fragestellungen für Alternsprozesse selbstverständlich verantwortlich zu werden, bewusster wird. Gegenwärtig werden Forschungsfragen entwickelt, die professionelles Arbeiten in umgekehrten Generationenverhältnissen, Esskultur und Tischgemeinschaft als professionelle Aufgabe Sozialer Arbeit, Niederdeutsch in Einrichtungen der Altenhilfe sowie neue Angebote und Dienstleistungen für alle Lebensalter als Möglichkeit und Notwendigkeit Sozialer Arbeit betreffen und in Zukunft vertieft werden.


Mit der Einrichtung der Stiftungsprofessur Sozialpädagogische Familienwissenschaften trägt die Universität Vechta in besonderer Weise zur Profilbildung sozialpädagogischer Forschung und Theorieentwicklung bei. Sie ermöglicht dabei gleichzeitig die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Familie in einem regionalen Kontext, in dem Familie privat wie öffentlich im hohen Maße Aufmerksamkeit erfährt.

Die Professur knüpft an die bereits langjährige sozialpädagogische Betrachtung und Analyse der Institution Familie, familialer Erziehungs- und Bildungsprozesse, sozialer Probleme sowie der entsprechenden sozialen Dienste durch den Stelleninhaber an.

 

 

Aktivitäten des Arbeitsbereichs

  • Forscher*innentreffen des Arbeitsbereichs der Sozialpädagogischen Familienwissenschaften am 07.08.2019 mit Besuch von Prof.'in Dr.'in Melanie Kubandt
     
  • Internationale Woche 2019 – Prof.'in Rossitsa Simeonova zu Besuch im Arbeitsbereich Sozialpädagogische Familienwissenschaften
     
  • Fachtag Elternchance, September 2018 in Hamburg
    Das Vertraute fremd machen – Das Fremde vertraut machen
  • Online-Worshop im Rahmen des Forschungsprojektes ProDisG


Der Arbeitsbereich Transkulturalität und Gender befasst sich mit Fragen sozialer Differenzierung entlang der sozialen Kategorien Gender/Geschlecht und Kultur/Ethnizität/Nation.

Gender wird als Differenzlinie verstanden, als Dimension entlang der soziale Ungleichheit reproduziert wird und damit auch als soziale Kategorie, die zu Benachteiligungen und Diskriminierungen führen kann. Im Arbeitsbereich wird diese Kategorie in Lehre und Forschung in ihren Verflechtungszusammenhängen mit weiteren sozialen Kategorien wie Kultur/Ethnizität/Nation, Migration, Generation und Religion sowie Klasse begriffen und untersucht. Im analytischen Fokus stehen dabei die Erfahrung und Bedeutung von Ungleichheitsverhältnissen für Kinder und Jugendliche für ihr Wohlergehen in Familie und Gesellschaft, sowie in Bildungsprozessen.

Transkulturalität wird als ein konzeptionelles Zusammendenken von lokalen und globalen Kontexten und Strukturen verstanden: damit steht für den wissenschaftlichen Ansatz im Arbeitsbereich ein begrifflich-konzeptionelles Verständnis von Trans*-(...)Konzepten gleichzeitig auch für die theoretische Überwindung der auch in internationalen Forschungskontexten immer noch wie selbstverständlich gesetzten Kategorie „Nation“ als einem quasi ontologisiertem Forschungsrahmen. Dieses Verständnis von Trans-* (…) konkretisiert sich in den Forschungen im Arbeitsbreich als die zu untersuchende Frage, entlang welcher Dimensionen (Gender, Generation, Nation etc.) ein Vergleich vor dem Hintergrund der jeweiligen relevanten Kontexte und Strukturen im Rahmen von Prozessen des Aufwachsens, im Hinblick auf den Vergleich von Konzepten von Kindheit und Jugend, sowie im Zusammenhang mit Fragen des Wohlergehens vorgenommen werden kann.

 

 

Der Arbeitsbereich Sozial- und Erziehungswissenschaften vertritt die Schwerpunkte "Kommunikation und Beratungswissenschaften" sowie "Kriminologie und Gewaltprävention". Zudem befasst sich der Arbeitsbereich mit Forschung zu sozialen Besonderheiten in ländlichen Räumen.

In Lehre, Forschung, Nachwuchsförderung und Weiterbildung werden dabei mit der Bedeutung und Entstehung sowie mit Dynamiken abweichenden Verhaltens in sozialen Beziehungen behandelt. Zudem widmet sich der Arbeitsbereich dem (multi-)professionellen und zivilgesellschaftlichen Umgang mit Abweichungen. Zu diesem und dem generellen Zweck der Förderung einer reflexiven Professionalität werden unterschiedliche Beratungsformate (z.B. Beratung, Supervision und Coaching) und Settings (digital und präsent) fokussiert.

Zudem werden über die am Arbeitsbereich angesiedelte „Arbeitsstelle für Reflexive Person- und Organisationsentwicklung“ z.B. Weiterbildungen in „Personzentrierte Gesprächsführung“, „Kollegiale Beratung und Supervision“, „Kollegiales Coaching“ angeboten, Organisationsentwicklungsprozesse begleitet und evaluiert sowie Gutachter*innentätigkeiten vorgenommen.

Nicht zuletzt betreibt der Arbeitsbereich zusammen mit der Hochschule Hannover das kooperative Promotionskolleg „Empirische Sicherheitsforschung“ (EmSi).

Zum Arbeitsbereich Sozial- und Erziehungswissenschaften


Der Professur „Administrative und politische Grundlagen der Sozialen Arbeit“ sind überwiegend Aufgaben in der Lehre zugeordnet. Regelmäßig werden Lehrveranstaltungen zu Grundlagen und aktuellen Entwicklungen der Sozialpolitik und der Sozialverwaltung bzw. des Sozialmanagements angeboten. Dadurch wird der Bereich der Sozialen Arbeit und der Sozialwirtschaft systematisch für sozialpolitische Dienstleistungen analysiert, und gleichzeitig werden die vielfältigen freiwilligen Aktivitäten berücksichtigt. Insbesondere werden die Akteure und Organisationen auf der Makro-Ebene und auf der Meso-Ebene betrachtet. Ein inhaltlicher Schwerpunkt liegt u.a. auf arbeitsmarktpolitischen Entwicklungen.


Aktuell werden Forschungsschwerpunkte und –fragen in folgenden Themenbereichen verfolgt:

  • Nachvollziehen politischer Prozesse in der jüngsten Geschichte der Sozialpolitik – ein Beitrag zur Entstehung und Umsetzung von Wohlfahrtsstaatsreformen
  • Besonderheiten einer Sozialpolitik in Grundsicherungssituationen durch Dienstleistungen und Förderinstrumente


In den letzten fünf Jahren abgeschlossene Forschungsprojekte:

  • Agieren im Sozialmarkt und in der Sozialpolitik: zur politischen Relevanz von Wohlfahrtsverbänden
  • Erwerbstätigkeit im Alter – Begründung und Realisierung einer möglichen Aufgabe der sozialen Arbeit
  • Non-Profit – auch in der Politik? Übertragung des Non-Profit-Gedankens auf Wahlkämpfe
     

Mitglieder des Arbeitsbereichs

Psychologie und Pädagogik greifen in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Sozialen Arbeit eng ineinander. Die unterschiedlichen Bereiche der Psychologie liefern wesentliche Ansätze und Befunde zum Verständnis der hier thematisierten biopsychosozialen und pädagogischen Probleme und Prozesse. In beiden Disziplinen werden seit über hundert Jahren Ansätze und Methoden zur Förderung und Wiederherstellung der Lebensqualität, biopsychosozialen Gesundheit und Funktionsfähigkeit unterschiedlicher Zielgruppen in unterschiedlichen Lebensbereichen entwickelt und auf ihre Qualität, Effektivität und Effizienz überprüft.

In unserem Arbeitsbereich widmen wir uns im Besonderen der Erforschung und Optimierung von Entwicklung und Mechanismen der Lebensqualität, biopsychosozialer Gesundheit und Funktionsfähigkeit von Einzelpersonen, Paaren, Familien und Organisationen diverser Typen. Dabei achten wir auch besonders auf unbewusste biopsychosoziale Prozesse.

Hierzu untersuchen, praktizieren und vermitteln wir – auch über meine Emeritierung hinaus - verschiedene evidenzbasierte Methoden und Vorgehensweisen.

Univ.-Prof. em. Dr. Peter Kaiser