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Martin Middendorf

 

► Studium BACS Sportwissenschaft und Erziehungswissenschaften

 

► Mini-Koordinator beim Rasta Vechta

 

► Ausbilder für Mini-Trainer beim DBB

 

Portrait des Alumnus Martin Middendorf

Alumni Portrait von Martin Middendorf

Martin Middendorf (32) studierte im Zwei-Fächer Bachelor Sportwissenschaften und Erziehungswissenschaften an der Universität Vechta. Beim Rasta Vechta trainiert er die Mini-Mannschaften in der Ballschule, U8, U10 und U12 und ist selbst Ausbilder für Mini-Trainer beim DBB.

Wo sind Sie aufgewachsen und zur Schule gegangen? Wie alt sind Sie?

Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich in Papenburg und ich bin 32 Jahre alt.

Wieso haben Sie sich entschlossen Sport und Erziehungswissenschaften in Vechta zu studieren? Was war Ihr Berufswunsch zu Beginn Ihres Studiums?

Eigentlich wollte ich Lehrer werden. Als ich 2013 mit einem Freund auf Europa-Rundreise war, haben wir festgestellt, dass einige Bewerbungsfristen bereits kurz vor dem Ablaufdatum standen. Also haben wir uns kurzerhand in einem Fastfood Restaurant ins kostenlose W-Lan eingeloggt und unsere Unibewerbungen ausgefüllt. In Vechta hatte ich eine Zusage für einen Studienplatz erhalten, zwar nicht für Germanistik, aber so habe ich mich für Erziehungswissenschaften und Sport entschieden. Nach meinen Umzug nach Vechta, erhielt ich eine Studienplatz Zusage im Nachrückverfahren für eine weitere Uni. Ich blieb bei meiner Entscheidung und habe es nicht bereut. Nur im Sport stellte sich – ich musste Verletzungsbedingt ein paar Mal pausieren – das Turnen als mein Endgegner heraus.

Wie war Ihr Werdegang zum Mini-Trainer beim Basketballklub Rasta Vechta?

Im Studium habe ich eine Anzeige entdeckt, dass Rasta Vechta für die Ballschule Trainer auf Honorarbasis sucht. Auf Grund meiner Fächerkombination entschied ich mich für eine Bewerbung für diesen Nebenjob. Meine pädagogischen und sportlichen Fähigkeiten aus dem Studium konnte ich in der Ballschule gut einsetzen. Schnell steigerte sich mein Arbeitspensum beim Basketballklub. Zum Ende meines Studiums, bekam ich die Möglichkeit in Vollzeit als Mini-Trainer bzw. Mini-Koordinator beim Rasta Vechta angestellt zu werden.

Meine Aufgaben umfassen:

Neben der Betreuung und dem Training der Mini-Mannschaften (Ballschule, U8, U10, U12) habe ich viele weitere Aufgaben. Unter anderem bin ich nach meiner Ausbildung beim DBB jetzt selbst Ausbilder für Mini-Trainer und biete im Sommersemester mit der Universität Vechta das Mini-Trainer Zertifikat im Basketball als Seminar an. In der Saison stehen viele Fahrten zu Turnieren und Auswärtsspielen der Mannschaften an, welche organisiert und betreut werden. Zusätzlich haben wir weitere Projekte in der Region zum Thema Basketball. Dazu zählen beispielsweise Kita und Schul-Projekte sowie „Courts2Gather“. Im Juni fahren wir zu einem Mini-Turnier nach Göttingen, wobei sich über 300 Teams aus ganz Deutschland in den Turnhallen der Stadt messen. Als Trainer bekommen wir an diesem Wochenende die gesamte Verantwortung für die Basketballkinder übergeben. Mit unseren Leistungsteams der U12 unternehmen wir Fahrten für Basketballspiele nach Amsterdam sowie Vergleichsspiele mit Teams in Belgien und Frankreich. Zusätzlich sind Elterngespräche Teil meines Aufgabengebietes und fordern viel Zeit ein.

Wenn ich an mein Studium zurückdenke, denke ich gerne an:

Mir hat von Anfang an im Sportstudium der kollegiale Umgang und die Duzkultur gefallen. In den Sportmodulen habe ich viel Action erlebt und konnte mich auspowern. Die Mischung aus Praxis und Sporttheorie hat mir sehr gut gefallen. Auch heute noch animiere ich die Kinder, indem ich selbst mitspiele und als Positivbeispiel im Training vorangehe. Lustiger Funfact: ich habe selbst nie aktiv Basketball gespielt. Mit meinen pädagogischen und sportlichen Fähigkeiten bin ich aber als Trainer sehr gut geeignet.

Mit Vechta verbinde ich:

Mit Vechta verbinde ich ein familiäres Umfeld. Ich war hier keine Nummer und habe mich nicht nur im Umfeld der Uni, sondern auch darüber hinaus in der Stadt gut vernetzt.

Auf dem Stoppelmarkt würde ich gerne mal ein Bier trinken mit:

Gerne wieder mit Ole von der Banane. In den vergangenen Jahren hat die Kneipe auf dem Stoppelmarkt in ihrem Zelt immer ein Bierpong-Wettbewerb veranstaltet und dazu aufgerufen, gegen mich anzutreten. Wer mich schlägt bekommt 100 Liter Freibier. Die Herausforderung dabei: ich spiele derzeit in der 1. BPBL, der Bpong-Bundesliga, in welcher sich mehr als 3000 Spieler organisieren. Gespielt wird meist mit 10 Bechern die in Pyramidenform aufgestellt werden. Ziel ist es, die gegnerischen Becher mit einem Tischtennisball zu treffen, wobei in der Liga oft Wasser statt Bier genutzt wird.

Aus meiner Studienzeit habe ich diesen Gegenstand aufgehoben:

Mein Bachelorzeugnis und meinen I-Pod.

Mein Tipp für Studieninteressierte und Studierende ist:

Offen sein gegenüber anderen Leuten und Kontakte knüpfen für ein Netzwerk. Mich haben insbesondere meine Kontakte aus den Ersti-Wochen durch Notizen etc. in verletzungsbedingten Ausfallzeiten durch das Studium getragen.

Stand: 06/2026, Fotonachweis: Friedrich Schmidt/Universität Vechta