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Portrait Juri Sladkov

 

► Absolvent Wirtschaft & Ethik und Sozialwissenschaften

► Leiter CSR/Nachhaltigkeit beim Profifußballklub Hannover 96

 

Portrait Juri Sladkov

Das Hobby zum Beruf machen – so könnte man in aller Kürze den bisherigen Werdegang von Juri Sladkov (31) betiteln. Nach seinem Studium der Wirtschaft und Ethik sowie Sozialwissenschaften an der Universität Vechta führte ihn seine berufliche Laufbahn zunächst als Quereinsteiger in die Soziale Arbeit. Seit Juli 2020 verantwortet er als Leiter CSR/Nachhaltigkeit die Maßnahmen zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung des Profifußballklubs Hannover 96 aus der niedersächsischen Landeshauptstadt. Hier ist der Familienvater beheimatet und nach wie vor wohnhaft.
 

Warum haben Sie sich für das Studium der Wirtschaft und Ethik sowie Sozialwissenschaften entschieden?

Vor meinem Abitur wollte ich eigentlich Werbetexter werden, da ich bereits seit meiner Jugend stets große Freude am (kreativen) Schreiben verspürt habe. Nach meinem Abitur habe ich mich dann doch für ein Studium mit wirtschaftlichem Kern entschieden, um mir möglichst viele berufliche Optionen offen zu halten. Wirtschaft und Ethik war für mich eine Ideallösung, da dieser Studiengang betriebswirtschaftliche Basics mit einem spannenden Thema verbindet, welches uns alle in unterschiedlich ausgeprägter Form tangiert: Nachhaltigkeit. Insbesondere die soziale Komponente der Nachhaltigkeit hat es mir angetan, sodass ich diesen Schwerpunkt in meinen beruflichen Alltag integrieren wollte – idealerweise im Umfeld Profifußball.
 

Was macht ein*e Corporate Social Responsibility (CSR)-Manager*in, wie sieht Ihr Alltag bei der Arbeit aus?

Als Leiter der Abteilung CSR/Nachhaltigkeit bin ich für alle Maßnahmen, die unser Klub im Rahmen seines gesellschaftlichen Engagements initiiert, verantwortlich. Hierzu zählt neben einem jahrelangen Schwerpunkt auf sozialem Engagement bzw. Corporate Citizenship das Thema Nachhaltigkeit. Die Deutsche Fußballliga (DFL), zuständig für die Organisation des Spielbetriebs der ersten beiden Profiligen, hat in diesem Jahr einen Nachhaltigkeitskriterienkatalog herausgebracht, dessen Erfüllung für uns lizensierungsrelevant ist. Die Verankerung dieser Thematik in der gesamten Organisationsstruktur ist eine spannende und herausfordernde Aufgabe, der wir uns derzeit stellen.
 

Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen, um ein*e CSR-Manager*in zu werden?

Für mich ist es die Bereitschaft, einen positiven Impact auf Mitmenschen und die Umwelt ausüben zu wollen. Der Wille, unsere Welt zumindest ein kleines Bisschen besser zu machen, ist eine gute Voraussetzung, um nachhaltige Maßnahmen im Sinne der ökonomischen, ökologischen und sozial-gesellschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens oder Organisation weiterzuentwickeln.
 

Wie bereitet man sich auf solch eine Tätigkeit im Profi-Fußball vor und gibt es hier gravierende Unterschiede zu den Tätigkeitsfeldern anderer CSR-Manager*innen, die in anderen Bereichen arbeiten?

Der Profi-Fußball ist im Vergleich zu anderen Branchen ein hoch emotionalisiertes (Arbeits)Umfeld. Anspruchsgruppen wie bspw. Fans haben oftmals eine enge, teilweise lebenslange Bindung an den Klub. Entscheidende Prozesse werden von und in der Öffentlichkeit begleitet und diskutiert. Corporate Social Responsibility in einem solchen Umfeld geht somit mit einem hohen Wirkungsgrad einher und birgt die Chance, Menschen und die Umwelt mit guten Taten positiv zu beeinflussen und zum Nachahmen anzuregen.
 

Welche Kompetenzen aus dem Studium kommen Ihnen für Ihre Arbeit zugute?

Es ist sehr spannend, das Verhalten von Menschen in einer Gesellschaft aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive einzuordnen. Auch wenn meine Tätigkeit unmittelbar mit gesellschaftlichem Engagement verbunden ist, weiß ich diese aufgrund der Auseinandersetzung mit Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in den Kontext unserer Organisation einzuordnen. Unternehmerische Belange wie bspw. die Kommunikation unserer Maßnahmen müssen ebenfalls bedacht werden, dies unterscheidet CSR (unternehmerische, gesellschaftliche Verantwortung) von freiwilligen oder anonymen Engagements.
 

Wenn ich an mein Studium zurückdenke, denke ich gerne an:

Eine unfassbar gute Wohngemeinschaft in der Antoniusstraße, die die Weichen für einige bis heute andauernde Freundschaften gelegt hat. Unser Uni-Liga Team „UML Vechta“ bleibt unvergessen. Die Mensa war super und auch die Uni-Partys wurden gerne besucht, auch wenn ich mit den teils sehr Rock-lastigen Sets der DJs nicht immer warm wurde.
 

Mit Vechta verbinde ich:

Ich bin in der Großstadt aufgewachsen und war somit etwas mehr Trubel gewohnt. Auch Ladenschlusszeiten um 18 Uhr waren eine neue Erfahrung. Dafür habe ich Vechta stets als eine Stadt wahrgenommen, die ihre Studierenden willkommen heißt. Die „Große Straße“ an einem Mittwochabend ist ein gutes Beispiel für den Freiraum, den junge Menschen in Vechta genießen und einnehmen können. Als Studierende*r kann man sich in Vechta wohlfühlen.
 

Auf dem Stoppelmarkt würde ich gerne mal ein Bier trinken mit:

Es ist nicht immer leicht, alle Personen aus dem damals entstandenen Freundeskreis an einem Ort zu versammeln. Wir werden sicherlich irgendwann einmal alle gemeinsam auf dem Stoppelmarkt auf eine gute Zeit anstoßen. 
 

Aus meiner Studienzeit habe ich diesen Gegenstand aufgehoben :

Bis auf mein Abschlusszeugnis gibt es tatsächlich nichts, was ich physisch behalten habe. Viele Erinnerungen und einige Anekdoten hingegen, sind für die Ewigkeit.