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Portrait Jasmin Schulte

 

Ich schreibe unheimlich gerne, deswegen mache ich das schließlich auch beruflich.

 

► Absolventin Germanistik und Politikwissenschft

► Journalistin und Redaktionsleiterin bei HASEPOST – die Osnabrücker Onlinezeitung

 

Portrait Jasmin Schulte

Jasmin Schulte hat 2019 ihren Bachelor in den Fächern Germanistik und Politikwissenschaft an der Universität Vechta absolviert. Nach ihrem Studium schloss sie ein PR-Volontariat bei der Hochschule Osnabrück an. Über Stationen in einer Werbeagentur und einem Osnabrücker Stadtmagazin ging es für die 24-Jährige zurück zur HASEPOST – einer Online-Zeitung aus Osnabrück, bei der sie bereits ein Praktikum absolvierte. Hier arbeitet sie als Journalistin und leitet nun die Redaktion. Privat ist sie als Übungsleiterin tätig, bloggt über Literatur und arbeitet an ihrem ersten eigenen Roman.

Warum haben Sie sich für das Studium der Germanistik und der Politikwissenschaft entschieden?

Tatsächlich war Deutsch schon in der Schule mein Lieblingsfach, in der Oberstufe begeisterte mich mein damaliger Lehrer dann für Politik. Ich las viel, interessierte mich für aktuelle Themen und war mir schon vor meinem Studium sicher, dass ich einmal als Journalistin arbeiten möchte. Ich wollte allerdings nicht irgendeinen Journalismus-Studiengang machen (denn die wenigsten davon landen danach im Journalismus), sondern wollte das Was (Politik) und das Wie (Germanistik) lernen. Kurzum: Ich wollte thematisch wissen, worüber ich schreibe.

Wie sind Sie (wieder) zur „HASEPOST“ gekommen und wie können wir uns Ihre derzeitige Arbeit vorstellen?

Nach meinem Praktikum habe ich mit dem Herausgeber freundschaftlichen Kontakt gehalten und als er nach einer neuen Redaktionsleitung gesucht hat, ist er auf mich zugekommen – und wir sind uns ziemlich schnell einig geworden. Also: Es ist auf jeden Fall kein Tag wie der andere. Wenn ich morgens in unser kleines Büro in der Osnabrücker Altstadt komme, weiß ich nicht, was mich erwartet. Das macht aber gerade auch den Reiz dieses Berufes für mich aus. Letztlich arbeite ich genau wie jede andere Lokaljournalistin: Ich nehme Pressetermine wahr, recherchiere eigene Storys, führe Interviews und schreibe Artikel. Als Redaktionsleitung koordiniere ich unser kleines Team aus festen und freien Mitarbeitern.

Was sind Ihrer Meinung nach die Herausforderungen, aber auch positiven Aspekte des Journalismus?

Vor allem in meiner Zeit in der Werbeagentur habe ich das auch gesagt, denn mit Content- und Projektmanagement konnten viele nichts anfangen.

Herausforderungen im Journalismus sind insbesondere die schwierigen Berufsperspektiven. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen arbeiten als freie Redakteure und hangeln sich von einem Auftrag zum nächsten. Ich habe das große Privileg in dieser Branche festangestellt zu sein. Außerdem hören Nachrichten nie auf, machen kein Wochenende und haben auch keinen Feierabend, daher muss man oft flexibel sein. Positiv ist ganz klar, dass ich unglaublich viele spannende Personen kennenlerne, ihre (tollen) Erlebnisse in Worten verpacke und ihnen so eine Stimme geben kann.

Der erste eigene Roman – wie kam es dazu und über was schreiben Sie?

Ich schreibe unheimlich gerne, deswegen mache ich das schließlich auch beruflich. Im Journalismus halte ich mich an Fakten, natürlich kann ich dabei auch mit Worten spielen, aber die Realität ist mein Maßstab. Bei meinem Roman kann ich meiner Fantasie freien Lauf lassen und Figuren das machen lassen, was ich möchte, kann Handlungen in meinem Kopf entwerfen und mich in der Geschichte verlieren. Ich lese selbst sehr viel und gehe gerne zu Lesungen. Irgendwann vielleicht einmal selbst aus meinem eigenen Buch vorlesen zu können, das ist ein großer Traum von mir. Da ich selbst alles Spannende verschlinge, schreibe ich an einem Thriller.

Welche Kompetenzen aus dem Studium kommen Ihnen für Ihre Arbeit und das Romanschreiben zugute?

Durch das Politikstudium kann ich viele Themen einordnen und Zusammenhänge begreifen. Der germanistische Hintergrund hilft mir vor allem dabei, mit fremden Texten umzugehen. Eigentlich geht jeder Artikel noch mal über meinen Schreibtisch und nebenberuflich befasse ich mich mit dem Korrektorat und Lektorat von Texten oder unterstütze bei der Text- und Pressearbeit von Vereinen und Unternehmen. Um so viele Bälle gleichzeitig hochzuhalten, hilft mir das Organisationsgeschick, das ich mir durch das selbstständige Arbeiten im Studium angeeignet habe. Das literaturwissenschaftliche Know-how hilft mir ein stückweit bei meinem Roman. Um das Handwerk vollständig zu erlernen, habe ich allerdings vor zwei Monaten noch ein Fernstudium bei einer Autorenschule begonnen. Denn zum Schreiben gehört mehr als „nur“ Fantasie.

Wenn ich an mein Studium zurückdenke, denke ich gerne an:

Einige Kommilitoninnen und Kommilitonen, die ich heute zu meinen engen Freunden zählen kann, manch spannendes und diskussionsintensives Seminar, die kleine aber feine Bibliothek, den schönen Campus und die schweißtreibenden Unisport-Kurse.

Mit Vechta verbinde ich:

Intensive drei Jahre, einen schönen Lebensabschnitt und die ersten Gehversuche auf und für meinen beruflichen Weg.

Auf dem Stoppelmarkt würde ich gerne mal ein Bier trinken mit:

Mit der Redaktion der Oldenburgischen Volkszeitung, die ich während eines Praktikums unterstützen konnte, und einigen Politikprofs. Im kommenden Jahr auf jeden Fall mit einigen ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen!

Aus meiner Studienzeit habe ich diesen Gegenstand aufgehoben:

Wir waren der erste Durchgang, der eine Ente zum Abschluss bekommen hat. Die steht noch bei mir. Außerdem kann ich mich noch nicht so ganz von meinen Mitschriften trennen, denn - wer weiß - vielleicht kann ich da ja doch noch mal etwas von gebrauchen.