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Öffentliche Ringvorlesungen im aktuellen Semester

Geschichtstourismus

Nach einer langen Zeit der erzwungenen Zurückhaltung bei öffentlichen geschichtswissenschaftlichen Vorträgen haben Prof. Dr. Eugen Kotte und Steven Zurek, M.A. von der Geschichtsdidaktik sowie der Neueren und Neuesten Geschichte der Universität Vechta für den Herbst und Winter 2021/22 eine Ringvorlesung organisiert, in der Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Disziplinen von verschiedenen Universitäten aus dem deutschsprachigen In- und Ausland zum Thema „Geschichtstourismus“ referieren. Der Gegenstand wird dabei als ein sich seit dem frühen 19. Jahrhundert entwickelndes Phänomen, befördert durch Prozesse der Emanzipation des Bürgertums, wachsende Wohlstandsstreuung, Arbeitsteiligkeit nicht zuletzt im Rahmen der zunehmenden Industrialisierung und die somit begünstigte neue Möglichkeit von Freizeitgestaltung, verstanden. Untersucht werden in interdisziplinärem Zuschnitt jedoch nicht nur die Ursprünge des Geschichtstourismus, sondern auch die mit ihm verbundenen Verwerfungen und Chancen von der Bedrohung der Natur über den Erhalt des kulturellen Erbes bis hin zu nachhaltigen Entwicklungspotenzialeninsbesondere für ländliche Räume.

Die Vorträge finden vierzehntägig ab dem 21.10.2021 um 18:00 Uhr statt. Bitte informieren Sie sich zum jeweiligen Termin, ob der Vortrag im Hörsaal Q16 der Universität Vechta oder online gehalten wird. Die Teilnahme ist kostenlos. Interessierte sind herzlich eingeladen und werden gebeten, sich im Sekretariat der Didaktik der Geschichte sowie der Neueren und Neuesten Geschichte an der Universität Vechta per E-Mail (ludmilla.luft@uni-vechta.de) anzumelden.

21.10.2021: "Geschichtstourismus und historische Exkursionen"

Im ersten Vortrag – Geschichtstourismus und historische Exkursionen – am 21.10.2021 beleuchtet Prof. Dr. Eugen Kotte Anknüpfungspunkte im Geschichtstourismus, die für die Planung historischer Exkursionen in Schule und Universität genutzt werden können. Dabei wird nicht nur eine vom Tourismus begünstigte Infrastruktur in den Blick genommen, sondern es werden auch zu Sehenswürdigkeiten erhobene historische Stätten auf ihre Eignung zum Lernen vor Ort untersucht.

04.11.2021: "Geschichtstourismus als mediales Phänomen"

Im zweiten Vortrag der Reihe "Geschichtstourismus" untersucht Dr. Daniela Desirée Mysliwietz-Fleiß von der Universität Siegen die vielfachen medialen Bewerbungs- und Vermittlungsformen, die Geschichtstourismus im Verlauf der letzten 200 Jahre bewirkt hat - von der illustrierten Zeitschrift bis zum digitalen Spiel. Frau Dr. Mysliwietz-Fleiß lehrt Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Siegen und gilt als Expertin für die wissenschaftliche Erforschung des Geschichtstourismus.

18.11.2021: "Themenstraßen - ein Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung?"

Im dritten Vortrag der Ringvorlesung "Geschichtstourismus" wird Dr. Kim Meyer-Cech von der Universität für Bodenkultur in Wien geschichtlichen Themen gewidmete Straßenrouten nicht allein als touristisches Instrument, sondern auch als Beitrag zur Entwicklung insbesondere strukturschwacher Regionen untersuchen. Als Beispiel wird ihr dabei die Österreichische Eisenstraße dienen.

Aufgrund der Einstufung Österreichs als Hochrisikogebiet wird dieser Vortrag ausnahmesweise nicht in Präsenz stattfinden können. Um das digitale Angebot wahrnehmen zu können, wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Didaktik der Geschichte sowie der Neueren und Neuesten Geschichte an der Universität Vechta (ludmilla.luft@uni-vechta.de).

Der Vortrag beginnt am Donnerstag, den 18.11.2021 um 18 Uhr. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, das digitale Angebot zu nutzen.

02.12.2021: "Grenzregionen – besonders attraktiv für Geschichtstourismus?"

Im vierten Vortrag der Reihe „Geschichtstourismus“ befasst sich Steven Zurek, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Didaktik der Geschichte sowie der Neueren und Neuesten Geschichte an der Universität Vechta, mit Geschichtstourismus in Grenzregionen. Am Beispiel der im äußersten Westen an der Grenze zu den Niederlanden gelegenen niedersächsischen Grafschaft Bentheim erörtert er für den Tourismus attraktive Spezifika in Grenzregionen, die nicht selten grenzübergreifend genutzt werden können. Gerade das border crossing selbst eröffnet besondere Möglichkeiten der geschichtsbezogenen Erkundung einschließlich ihrer erinnerungskulturellen Dimension. Steven Zurek ist zur Zeit mit einer Dissertation zur regionalen Identität der Grafschaft Bentheim im 19. Jahrhundert befasst.

Der Vortrag findet am Donnerstag, den 2. Dezember 2021 um 18 Uhr als Onlineveranstaltung statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Wir bitten um vorherige Anmeldung im Sekretariat der Neueren und Neuesten Geschichte unter ludmilla.luft@uni-vechta.de.