M.A. Arvid Tschesche
Stipentiat im Promotionskolleg
- Politische Ökonomie peripherer Regionen
- Institutioneller Wandel und sozial-ökologische Transformation
- Transformationskonflikte in der Dekarbonisierung
- Arbeitssoziologische Bewusstseinsforschung
| von | bis | Institution | Ort | Tätigkeit |
| 01/2026 | heute | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) | Müncheberg | Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt Kokreative, resiliente Stadt-Umland-Regionen - sozial-ökologische Transformationsprozesse in Energieregionen gemeinsam verstehen, integrieren und managen (KoReGio100) |
| 09/2025 | heute | Universität Vechta | Vechta | Promotionsstudent und Stipendiat im Promotionskolleg Gerechtigkeitsdimensionen nachhaltigkeitsorientierter Transformationsprozesse in ländlichen Räumen |
| 04/2025 | 08/2025 | Universität Rostock | Rostock | Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Agrarökonomie |
| 04/2022 | 06/2024 | Universität Duisburg-Essen | Duisburg/Essen | M.A. Sozioökonomie |
| 09/2020 | 03/2024 | Universität Göttingen | Göttingen | Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Soziologie ländlicher Räume |
| 02/2020 | 08/2020 | University of Agricultural Science | Bangalore, Indien | Auslandssemester |
| 10/2018 | 09/2021 | Universität Göttingen | Göttingen | B.Sc. Agrarwissenschaften - Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus |
In der Transition fortgeschrittener kapitalistischer Ökonomien von fossilen zu CO₂-armen Produktionsstrukturen sind vor allem Industrien mit hoher Emissions- und Energieintensität betroffen. Wenngleich diese Industrien in der Vergangenheit häufig als Hindernis für Klimapolitik galten, entwickeln sie heute zunehmend neue Transitionspfade und passen ihre Strategien an. Allerdings variieren sowohl die Anpassungskapazitäten von Betrieben als auch die Anforderungen an eine grüne Industrie- und Arbeitsmarktpolitik erheblich - sowohl zwischen als auch innerhalb von Sektoren. Das zeigt sich im Strukturwandel, dem Industrien und Arbeitsplätze in sehr unterschiedlichem Ausmaß unterliegen.
Unter welchen strukturellen Bedingungen verläuft die industrielle Transition ungleich? Wie wird diese Entwicklung von verschiedenen Akteuren wie Arbeiter*innen, Betriebsräte und Unternehmensvertretern wahrgenommen? Und welche Erwartungen und Anpassungsmöglichkeiten ergeben sich daraus? In meinem kumulativen Dissertationsprojekt untersuche ich Deutschland als paradigmatischen Fall und vergleiche Betriebe der Automobil- und Zulieferindustrie unter Transformationsdruck. Anhand der Fallanalysen arbeite ich unterschiedliche Betroffenheiten sowie divergierende Teilhabe- und Ausschlusswahrnehmungen und Narrative gesellschaftlicher Zukünfte heraus. Das Projekt trägt zum besseren Verständnis von Transformationskonflikten bei, identifiziert Ansatzpunkte für deren kooperative Bearbeitung und schafft eine Grundlage für Maßnahmen einer Just Transition.
Einführung in die landwirtschaftliche Betriebswirtschaftslehre an der Universität Rostock
C. Neu, F. Müller unter Mitwirkung von A.S. Heuer, A. Tschesche, Einsamkeit: Gutachten für den Sozialverband Deutschland, Berlin, 2020. https://www.sovd.de/fileadmin/bundesverband/pdf/broschueren/gesundheit/Gutachten-Einsamkeit-sovd.pdf
Netzwerk plurale Ökonomik e.V.