"Back to School"-Programm für ausländische Lehrerinnen und Lehrer

Das "Back to School"-Programm unterstützt ausländische Lehrerinnen und Lehrer auf dem Weg zurück in den Beruf. Es läuft in der Regel ein halbes Jahr und wird jedes Semester angeboten.

Programmschwerpunkte sind

  • die Beratung und Unterstützung auf dem Weg zurück in den Lehrerberuf,
  • bei Bedarf Beratung zu alternativen Berufswegen,
  • Deutschkurs (Testvorbereitung TestDaF / TELC C1 Hochschule, Wissenschaftssprache) sowie
  • Seminare und Workshops aus den Bildungswissenschaften und zu Schlüsselkompetenzen.

Ziele und Perspektiven:

  • Anpassungslehrgang für ausländische Lehrer*innen an der Universität Vechta und anschließend Wiedereinstieg in den Lehrerberuf
  • bei Bedarf Orientierung über alternative Berufswege

Beratung und Unterstützung

Gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern wird geprüft, was sie tun müssen, um in Deutschland wieder als LehrerIn arbeiten zu können. Bei Bedarf werden zudem alternative Berufswege gemeinsam erkundet.

TeilnehmerInnen werden je nach individueller Qualifikation und Interesse insb. unterstützt bei der Antragstellung auf

  • Anerkennung ihrer ausländischen Lehramtsqualifikation
  • Anrechnung von Studienleistungen auf ein Lehramtsstudium an der Universität Vechta
  • Anrechnung von außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen für ein Studium an der Universität Vechta
  • Anrechung von Studienleistungen auf die Ausbildung zur/zum ErzieherIn oder SozialassistIn

Auch bei der Beantragung einer Zeugnisbewertung durch die ZAB unterstützt das Team des International Office gerne. Diese Zeugnisbewertung ist u.a. für Bewerbungen für einen Quereinstieg ins Lehramt (in der Regel als Vertretungslehrkraft) oder für Bewerbungen auf Stellen außerhalb staatlicher Schulen (Privatschulen, Nachhilfeinstitute, Sprachschulen, VHS o.Ä.) sinnvoll.

Sprachkurs

Ein zentraler Bestandteil des Programms ist ein Deutschkurs mit dem Ziel, einen C1-Nachweis abzulegen (Testvorbereitung TestDaF / TELC C1 Hochschule), der sowohl für einen Anpassungslehrgang wie für eine Arbeit als LehrerIn Voraussetzung ist.

Der Deutschkurs wird gemeinsam mit Studieninteressierten und Erstsemesterstudierenden besucht.

Seminare und Workshops aus den Bildungswissenschaften und zu Schlüsselkompetenzen

Das "Back to School"-Programm umfasst neben der Beratung und dem Sprachkurs verschiedene Workshops.

Für Lehrerinnen und Lehrer bietet sich zudem der Besuch von Lehrveranstaltungen (als Opens internal link in current windowGasthörerIn) aus ihren Studienfächern, der Fachdidaktik oder den Erziehungswissenschaften an.

Da viele ausländische Lehrerinnen und Lehrer im Herkunftsland nur ein Unterrichtsfach studiert haben, können sie darüber hinaus die Möglichkeit des Gasthörerstudiums nutzen, um in andere Fächer hineinzuschnuppern und ein zweites Fach (das für das Lehramt an staatlichen Schulen notwendig ist) zu wählen.

TeilnehmerInnen am Gasthörerstudium wird der Besuch des angebotenen Begleitseminars zum wissenschaftlichen Arbeiten empfohlen.

Stundenplan und Teilnahmebescheinigung

Im Wintersemester 2018/19 (Start: 15.10.) umfasst das "Back to School"-Programm folgende Veranstaltungen in einem Umfang von ingesamt rund 20 Stunden pro Woche:

  • 16 Stunden pro Woche Deutschunterricht (inkl. EDV-Einführung)
  • in der Regel 4 Stunden pro Woche Vernetzung, Beratungstermine und Workshops (Workshops zur Rolle von LehrerInnen in deutschen Schulen und zum Bildungssystem, Fachsprache für LehrerInnen, Interkulturelles Training, Einführung in das Ehrenamt)

Wenn diese Veranstaltungen besucht werden, wird am Ende eine Bescheinigung über die Teilnahme ausgestellt.

Wenn weitere (optionale) Leistungen (im Rahmen des Gasthörerstudiums) erbracht werden, werden diese in der Teilnahmebescheinigung mit aufgeführt.

Anpassungslehrgang (oder Studium) und Wiedereinstieg in den Lehrerberuf

Ein mögliches Ziel für TeilnehmerInnen des "Back to School"-Programms ist die Vorbereitung auf einen anschließenden Anpassungslehrgang, um im Abschluss daran wieder in den Lehrerberuf einzusteigen.

Der Anpassungslehrgang an der Universität Vechta ermöglicht es ausländischen LehrerInnen (mit ausländischem universitären Lehramtsabschluss und mit formaler Lehrbefähigung), Studieninhalte nachzuholen, die im Vergleich zu einem deutschen Lehramtsabschluss fehlen (z.B. das zweite Unterrichtsfach) und anschließend als vollwertige Lehrkraft an staatlichen Schulen zu arbeiten.

An der Universität Vechta werden Lehrerinnen und Lehrer für Grundschulen und für Haupt- und Realschulen ausgebildet. Die angebotenen Fächer finden Sie Opens external link in new windowhier.

Der Anpassungslehrgang dauert in der Regel maximal drei Jahre, wobei in diesen drei Jahren häufig eine längere schulpraktische Ausbildung (analog zum Vorbereitungsdienst) enthalten ist, in der die TeilnehmerInnen bereits in einem Dienstverhältnis zum Land Niedersachsen stehen und daher für die Tätigkeit entlohnt werden.

Voraussetzung für den Anpassungslehrgang sind insb. ein entsprechender Anerkennungsbescheid des Kultusministeriums und Deutschkenntnisse auf dem Niveau C1. Auf beides wird im "Back to School"-Programm vorbereitet.

Details zum Anpassungslehrgang sind Opens internal link in current windowhier zu finden.

Ausländische LehrerInnen mit akademischem Abschluss, aber ohne formale Lehrbefähigung, können sich direkt an der Universität Vechta für ein (verkürztes) Lehramtsstudium bewerben. Auch hierauf bereitet das "Back to School"-Programm vor.

Ausländische LehrerInnen ohne akademischen Abschluss (d.h. mit nicht-universitärer Lehrerausbildung) werden im Rahmen des "Back to School"-Programms bei Interesse bei dem Antrag auf Anerkennung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen unterstützt, um auf diese Weise in ein (verkürztes) Lehramtsstudium einsteigen zu können.

Orientierung über alternative Berufswege

Bei Bedarf werden im Rahmen des Programms alternative Berufswege geprüft, um TeilnehmerInnen, die sich gegen den Weg in das Lehramt an staatlichen Schulen entscheiden, den Einstieg in einen anderen Ausbildungs- oder Berufsweg zu erleichtern und gemeinsam ggf. notwendige Anerkennungsanträge zu stellen.

Für Lehrerinnen und Lehrer, die nicht mehr als LehrerIn, aber im sozialen Bereich arbeiten möchten, können z.B. folgende Studiengänge interessant sein:

  • Soziale Arbeit (Opens internal link in current windowBachelor / Opens internal link in current windowMaster)
  • Management Sozialer Dienstleistungen (Opens internal link in current windowBachelor / Opens internal link in current windowMaster)
  • Bachelor Combined Studies mit den Fächern Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften (Opens internal link in current windowBachelor)

Ein Bachelorstudium dauert in der Regel drei Jahre; ggf. können jedoch Leistungen aus dem ausländischen Studium angerechnet werden.

Daneben ist es je nach ausländischer Qualifikation eine Option, eine (Teil-) Anerkennung als ErzieherIn oder SozialassistIn zu beantragen, um in eine verkürzte Ausbildung einsteigen zu können.

Auch ein Quereinstieg als Vertretungslehrkraft kann für TeilnehmerInnen am "Back to School"-Programm eine Option sein.

Für LehrerInnen, die mit ihrem Abschluss außerhalb von staatlichen Schulen arbeiten wollen (Privatschulen, Nachhilfeinstitute, Sprachschulen, VHS o.Ä.), ist eine Zeugnisbewertung durch die ZAB sinvoll.

Bei all diesen Anträgen werden TeilnehmerInnen am "Back to School"-Programm bei Bedarf begleitet.

Je nach individuellen Interessen und Qualifikationen kann insbesondere für TeilnehmerInnen, die nicht mehr im Lehrerberuf, aber im sozialen Bereich arbeiten möchten, zudem das einjährige Kontaktstudium (Weiterbildung) Opens external link in new window"Pädagogische Kompetenz in der Migrationsgesellschaft" der Universität Oldenburg eine Alternative sein.

Voraussetzungen zur Teilnahme

Qualifikation

Voraussetzung für die Teilnahme ist eine ausländische Lehrerqualifikation. Sofern mehr Bewerbungen eingehen, als Plätze vorhanden sind, werden LehrerInnen mit einem Universitätsabschluss und mit formaler Lehrbefähigung bei der Platzvergabe bevorzugt.

Aufenthaltstitel und Staatsangehörigkeit

Das Programm richtet sich an geflüchtete LehrerInnen mit Aufenthaltsgestattung, Aufenthaltserlaubnis oder Duldung* sowie an LehrerInnen ohne Fluchthintergrund aus nicht-EU-Staaten mit Niederlassungserlaubnis oder Aufenthaltserlaubnis**.

* Geflüchteten LehrerInnen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung steht leider nur ein Teil der angebotenen Deutschkurse und Workshops offen.

** die Aufenthaltserlaubnis muss mindestens für ein Jahr oder seit über 18 Monaten gelten; von der Teilnahme ausgenommen sind Personen mit vorübergehender Aufenthaltserlaubnis (insb. für Au Pair oder Studienzwecke)

Wohnort

Zielgruppe sind ausländische LehrerInnen mit Wohnort in Vechta oder im Umkreis Bremen – Osnabrück – Oldenburg, sofern sie täglich am Unterricht in Vechta teilnehmen können.

Sprachkenntnisse

Sprachliche Voraussetzung sind Deutschkenntnisse auf dem Niveau hohes B2/C1 (für LehrerInnen mit Fluchthintergrund werden mitunter auch Deutschkurse ab dem Niveau B1 angeboten; freie Restplätze können ggf. an LehrerInnen ohne Fluchthintergrund vergeben werden).

Kosten

Die Teilnahme am Programm ist kostenlos.

TeilnehmerInnen, die eine Sprachprüfung (z.B. TestDaF) ablegen, müssen die Gebühr hierfür jedoch in der Regel selbst zahlen. Für besonders engagierte TeilnehmerInnen des Deutschkurses werden während der Kurslaufzeit Stipendien zur Kostenübernahme für die TestDaF-Gebühr ausgeschrieben.

Sofern die Fahrtkosten nicht von anderer Stelle getragen werden können (z.B. Jobcenter), kann im Normalfall ein Ticket für den Nahverkehr gestellt bzw. übernommen werden.

Bewerbung und Fristen

Der erste Durchgang des "Back to School"-Programms hat am 15.10.2018 begonnen; Bewerbungen sind nicht mehr möglich.

Bewerbungen für den zweiten Durchgang, der am 1.4.2019 beginnt, sind bis zum 28.02.2019 möglich. Bitte nutzen Sie das Initiates file downloadBewerbungsformular.

Selbstverständlich beraten wir auch Lehrerinnen und Lehrer (aus Vechta und dem Umkreis Bremen - Osnabrück - Oldenburg), die nicht am kompletten "Back to School"-Programm teilnehmen wollen oder können. Kontaktieren Sie hierfür einfach Dr. Katrin Schumacher (siehe Kontaktdaten in der rechten Spalte).

Auch bei allen weiteren Fragen steht Dr. Katrin Schumacher gerne zur Verfügung.


Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.


gefördert durch den DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Letzte Aenderung: 04.12.2018 · Seite drucken

Aktuell: Bewerbung für das Programm

Bewerbungen für den zweiten Durchgang, der am 1.4.2019 beginnt, sind bis zum 28.02.2019 möglich. Bitte nutzen Sie das Initiates file downloadBewerbungsformular.

Ansprechpartnerin

Dr. Katrin Schumacher

Leitung Team "Angebote für Geflüchtete" / Flüchtlingsbeauftragte

E-MailOpens window for sending emailkatrin.schumacher[at]uni-vechta[dot]de
Raum R 038
Fon +49. (0) 4441.15 610
Fax +49. (0) 4441.15 67613 

Sprechzeiten:

Montag        14 - 15 Uhr
Dienstag      10 - 11 Uhr
Donnerstag  10 - 11 Uhr

und nach Vereinbarung