Ein Blick hinter die Kulissen geographischer Forschung | Zukunftstag an der Universität Vechta
Am 23.04.2026 nahmen acht Schülerinnen und Schüler am Zukunftstag im Fach Geographie an der Universität Vechta teil und erhielten einen lebendigen Einblick in den Alltag von Forscherinnen. Gestaltet wurde das Programm von fünf Wissenschaftlerinnen des VISTRA: Dr.in Anne-Katrin Broocks, Gesa Weidemann, Kristin Dolezil, Caroline Schmidt und Lena Neumann. Dabei wurde deutlich: Geographische Forschung ist weit mehr als „Stadt-Land-Fluss“.
Im Mittelpunkt standen zwei innovative Forschungsprojekte. Im EU-geförderten Projekt LOESS ging es hinaus ins Gelände, um Boden mit allen Sinnen zu erleben. Die Schülerinnen und Schüler lernten, warum Böden eine schützenswerte Ressource sind und setzten sich mit ihrer Bedeutung für Umwelt und Gesellschaft auseinander. Bei einem Fotospaziergang und der Entnahme von Bodenproben mit dem Pürckhauer konnten sie geographische Forschung unmittelbar und praktisch erfahren.
Das vom Niedersächsischen MWK und der VW-Stiftung geförderte Projekt agri:change bot am Beispiel von Mooren Einblicke in die nachhaltige Transformation der regionalen Landwirtschaft. Gemeinsam bauten die Teilnehmenden ein Moormodell auf und nahmen anschließend an einem „More than Human“-Rollenspiel teil. Darin kamen auch nicht-menschliche Akteur:innen wie das Rind, dessen Rolle vorsah, auf seinen Rechten zu beharren, oder der Klimawandel, der sich flüsternd Gehör verschaffen musste, zu Wort. Gegenstand der Debatte war die Zukunft der niedersächsischen Moore.
Zum Abschluss reflektierten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit den Forschenden den Arbeitsalltag in der Wissenschaft und diskutierten berufliche Perspektiven. Der Zukunftstag bot so nicht nur spannende Einblicke in aktuelle geographische Forschung, sondern auch Orientierung für mögliche Wege in Studium und Beruf.
Die Berichterstattung über weitere Angebote beim Zukunftstag der Universität Vechta findet sich hier.
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