Das Institut für Gerontologie
Nachruf auf Prof. Dr. Gerhard Naegele
Das Institut für Gerontologie und das Fach Gerontologie der Universität Vechta trauern um Prof. Dr. Gerhard Naegele, der am 22. April 2026 verstorben ist.
Mit Gerhard Naegele verlieren wir einen geschätzten Kollegen und eine Persönlichkeit, die die Gerontologie in Deutschland über viele Jahre mitgeprägt hat. Seine wissenschaftliche Arbeit blieb stets nah an gesellschaftlichen Fragen und an den Lebenslagen älterer Menschen. Für viele war er ein wichtiger Gesprächspartner, Ratgeber und Impulsgeber.
Mit der Gerontologie in Vechta war Gerhard Naegele in besonderer Weise verbunden. In einer wichtigen Phase der Entwicklung des Standorts brachte er seine Erfahrung und fachliche Einschätzung in die Beratungs- und Aufbauprozesse der Vechtaer Gerontologie ein. Er wirkte in der Entwicklungs- und Strukturkommission sowie in der anschließenden Aufbaukommission zur Neugründung der Gerontologie in Vechta mit. Später begleitete er das Zentrum Altern und Gesellschaft als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats.
Sein letztes internationales Forschungsprojekt, das er über mehrere Jahre u.a. in Kooperation mit dem Institut für Gerontologie in Vechta durchführte und erst im vergangenen Jahr abschloss, diente seinem Herzensthema, der Untersuchung der sozialen Ungleichheit im Alter.
Wir erinnern uns an Gerhard Naegele als zugewandten Kollegen, verlässlichen Ratgeber und engagierten Mitgestalter einer Gerontologie, die gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt. Sein Wirken wird in unserem Fach weiter nachhallen.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie. Laura und Marla Naegele sowie Moritz Hess sind wir in diesen Tagen besonders verbunden.
Farewell, Gerd.
Forschung zum Thema Alter und Altern
Das Institut für Gerontologie (IfG) widmet sich der Erforschung der individuellen und der gesellschaftlichen Voraussetzungen, Mechanismen und Konsequenzen des Alterns.
Zielstellung ist eine nachhaltige Gestaltung der demographischen Veränderungen, die wir als Wandel zu einer Gesellschaft des langen Lebens verstehen.

Forschung
Wir verstehen die demographischen Veränderungen der heutigen Zeit als Wandel zu einer Gesellschaft des langen Lebens.
Diesen Wandel nachhaltig zu gestalten ist unser Ziel, das wir in der gerontologischen Forschung unseres Instituts und den daraus abgeleiteten Empfehlungen für die Praxis erreichen wollen.
Während wir dieses Ziel verfolgen, überwinden wir disziplinäre Engführungen durch eine konsequent multidisziplinäre Betrachtung der interessierenden Aspekte.

Publikationen
Jedes Jahr erscheint eine Vielzahl von Forschungsberichten, Buchbeiträgen und Artikeln in Fachzeitschriften, die von Mitgliedern des Instituts verfasst werden. Über diesen Link gelangen Sie zur Universitätsbibliothek. Hier lassen sich gezielt Publikationen der Gerontologie auszuwählen:
| Publikationen |
Das Institut für Gerontologie gibt eine eigene Buchreihe heraus. Sie trägt den Titel "Vechtaer Beiträge zur Gerontologie" und wird im Springer Verlag VS veröffentlicht:
In regelmäßigen Abständen erscheint ein Newsletter, der die aktuellen Aktivitäten und Ergebnisse zusammenfasst:

Transfer
Das Institut für Gerontologie veranstaltet eigene Konferenzen und Summer Schools.
Jedes Semester wird zu den InstitutsColloquien eingeladen.
Bei allen Veranstaltungen ist der wissenschaftliche Nachwuchs aktiv beteiligt.

Institut für Gerontologie formiert sich am 15. Oktober 2018 neu
Im Rahmen der Reorganisation der Hochschule, strukturierte die Universität Vechta auch ihre Forschungseinrichtungen um. Als erste dieser Einrichtungen hatte sich das Institut für Gerontologie (IfG) neu formiert und mit dem Präsidium der Universität Ziele zur Fortführung der bisherigen erfolgreichen Arbeit vereinbart. Es wurden die Profilschwerpunktsetzung und eine personelle Neuausrichtung beschlossen und in der Unterzeichnung der Zielvereinbarung mit dem Präsidium besiegelt.
Der Zusammenschluss als Institut fördert und erleichtert die gemeinsame Forschungstätigkeit. Durchgeführt werden beispielsweise bereichsübergreifende Forschungsprojekte sowie Tagungen und es werden gemeinsame Publikationen erstellt. Die Universität schafft die organisatorischen Rahmenbedingungen für die beteiligten Wissenschaftler*innen und ihre Teams.

Fachgebiete
| Im IfG kooperieren folgende Fachgebiete: |
|---|
| Ökonomie und Demographischer Wandel |
| Altern und Arbeit |
| Forschungsmethoden |
| Recht der Sozialen Dienstleistungen |
| Psychologische Gerontologie |
| Alter und Gesundheit |

Personen im IfG
Mitglieder des Institutsrats
Prof. Dr. Uwe Fachinger
Prof. Dr. Frerich Frerichs
Prof. Dr. Harald Künemund
Gabriele Ziese (MTV)
Instituts-Mitglieder
Magdalena Gelhaus
Sonja Radoš
Gabriele Ziese

Geschäftsführung
Direktor:
Stellvertretende Direktorin:
Forschungsassistenz:
Gabriele Ziese
Sekretariat:
Bildnachweise:
Forschung (Ziese/Universität Vechta), Publikationen (Ziese/Universität Vechta), Transfer (Ziese/Universität Vechta), Unterzeichnung Zielvereinbarung (Daubenspeck/Universität Vechta), Fachgebiete (Tuschick/ Universität Vechta), Personen im IfG (Schmidt/Universität Vechta), Geschäftsführung (Ziese/Universität Vechta).