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Vortragsreihe der VGG

Corona-bedingt fanden die nachfolgenden, für 2020 geplanten Vorträge nicht statt, welche aber nach Möglichkeit im/ab November 2021 nachgeholt werden sollen.

 

Vorträge beginnen jeweils um 19.00 Uhr und finden im Hörsaal Q 015 statt.

Rahmenthema Asien und Pazifischer Raum

Montag, ??.??.2021: Mongolei - Natur und Gesellschaft im Wandel

Prof. Dr. Christian Opp, Marburg

Der Vortrag stellt die Mongolei zunächst hinsichtlich ihrer naturgeographischen Grundlagen vor. Die zonale Anordnung und die Höhenstufen von Vegetation und Böden in dem gebirgigen Land stehen dabei im Mittelpunkt. Der Langzeitwandel (geologisch-paläogeographische Entwicklung) wird an ausgewählten Beispielen wie dem Vorkommen von Sauriern im Gebiet der heutigen Wüste Gobi erläutert. Auch der Kurzzeitwandel (feuchte und trockene Jahrzehnte) und seine Folgen sind Thema des Vortrags. Nutzungseinflüsse werden vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels vor allem während des 20. Jahrhunderts (vom Feudalismus über den Sozialismus zum Kapitalismus) dargestellt. Dabei stehen der Einfluss und der Wandel der Weidewirtschaft im Zentrum der Betrachtung. Aber auch Umweltprobleme, wie etwa durch Bergbau, werden besprochen.

Montag, ??.??.2021: Geld aus Stein - die außergewöhnliche Kultur- und Naturgeschichte von Palau (Mikronesien)

Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork, Kiel

Palau liegt in Mikronesien zwischen dem Äquator und 10° nördlicher Breite. Der Archipel besteht aus etwa 230 Inseln mit einer Landfläche von zusammen 490 km2. 1899 erwarb das Deutsche Reich die Karolinen mit Palau von Spanien. 1914 folgte die Besetzung durch Japan. Nach dem 2. Weltkrieg verwalteten die USA das UN-Treuhandgebiet Mikronesien. 1994 wurde Palau unabhängig. Vor der Kolonialzeit entwickelte sich in Palau über Jahrtausende eine einzigartige Kultur, die riesige pyramidenartige Erdwerke schuf, Steingesichter meißelte und in Kalksteinbrüchen diskusförmige Steine herstellte, die im Nachbarstaat Yap als Geld verwendet wurden. Der Vortragende erforscht seit 2007 die ganz außergewöhnliche Kultur- und Natur-geschichte von Palau.

Montag, ??.??.2021: Naturkatastrophen in Bangladesch: Warum ist das Leben am Golf von Bengalen so gefährlich?

Prof. Dr. Boris Braun, Köln

In armen Ländern wie Bangladesch haben extreme Naturereignisse wie Über-schwemmungen, Wirbelstürme oder Erdbeben häufig besonders schwerwiegende Folgen, weil sie auf eine besonders verwundbare Bevölkerung stoßen und die Selbsthilfetätigkeit der betroffenen Menschen rasch überfordern. Bangladesch ge-hört nicht nur zu den ärmsten und am dichtesten besiedelten Ländern der Erde, sondern wird aufgrund seiner Lage am Unterlauf großer Flusssysteme und am Golf von Bengalen immer wieder von Überschwemmungen und zerstörerischen Wirbel-stürmen heimgesucht. Der Vortrag geht auf die bedeutendsten Naturgefahren ein. Insbesondere soll die Frage beantwortet werden, welche gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ursachen Naturkatastrophen haben und welche Folgen von wem zu tragen sind. Welche Bevölkerungsgruppen sind besonders betroffen und wie kann ihr Schutz in Zukunft verbessert werden? Welche Auswirkungen wird der Klimawandel für Bangladesch haben?

Montag, ??.??.2021: Mensch und Umwelt auf Java - Überlebensstrategien in einem übervölkerten Agrarraum

Prof. Dr. Ulrich Scholz, Gießen

Die indonesische Insel Java gehört zu den am dichtesten besiedelten Agrarräumen der Welt. Die Bevölkerungsdichte übertrifft mit fast 1.200 Einwohnern/km2 diejenige Deutschlands um mehr als das Fünffache. Knapp die Hälfte der Bevölkerung lebt zumindest zum Teil noch von der Landwirtschaft. Wegen drastischer Landverknap-pung drohten bereits in den 1960er Jahren Verelendung und Hungerkatastrophen. Entgegen der Erwartungen der meisten Entwicklungsexperten gelang es den meisten Bewohnern jedoch, ihre Lebenssituation in den letzten 50 Jahren deutlich zu verbessern. Wie die Menschen das geschafft haben, ist Thema dieses Vortrags. Als unterstützende Entwicklungsschübe und Möglichkeiten der Einkommenssteigerung erwiesen sich u.a. die Intensivierung des Reisanbaus („Grüne Revolution“), die Umsiedlungsprojekte auf Indonesiens Außeninseln („Transmigrasi“), die zunehmende Urbanisierung und Industrialisierung sowie in jüngster Zeit der Ölpalmenboom auf Sumatra und Kalimantan (Borneo).