Internationale Woche 2026 - Vortrag von Prof. Dr. Markus Krienke
Im Rahmen der Internationalen Woche (8. bis 12. Juni 2026) war Prof. Markus Krienke von der Facoltà di Teologia an der Universität Lugano auf Einladung der Institutsdirektorin Prof.in Silvia Pellegrini Gast an der Universität Vechta.
Im Mittelpunkt seines Vortrags ,,Menschenrechte in der Krise, Demokratie am Abgrund. Kann sich ein universales Ethos noch behaupten?'', den er vor zahlreichen Studierenden und Gästen hielt, stand die Frage, wie sich ein universales Ethos und die Idee der Menschenrechte in einer Zeit wachsender Unsicherheit und gesellschaftlicher Polarisierung behaupten können. Krienke zeigte auf, dass traditionelle universale Orientierungen wie Menschenrechte, internationale Institutionen und die Vorstellung einer offenen Gesellschaft zunehmend unter Druck geraten. Europa habe zwar maßgeblich zur Entwicklung dieser Prinzipien beigetragen, doch würden sie heute durch politische Krisen, Debatten um Identitätspolitik, Vorwürfe des (Neo-)Kolonialismus sowie die Auswirkungen digitaler Technologien und populistischer Strömungen herausgefordert. Vor diesem Hintergrund diskutierte er die kulturellen und theoretischen Voraussetzungen eines universalen Ethos und fragte nach Ansätzen, die dessen Geltung und Plausibilität auch in Zukunft sichern können. Nach über einer Stunde spannenden Vortrags bei voller Raumbesetzung entstand eine angeregte Diskussion. Am Ende war allen klar, dass die Theologie heute mehr denn je zu neuen Aufgaben gerufen ist. Das Gelingen ihrer Aktionen ist jedoch an die persönliche Zuwendung jedes Einzelnen gebunden.
Ein ausführliches Gespräch von Theologiestudierenden mit Professor Krienke ist auf den Social-Media-Profilen des Instituts erschienen. Wir danken Herrn Krienke, dass er der Einladung an unser Institut gefolgt ist.
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