Was, wenn sich Wissenschaftler*innen zu einem Netzwerk von Content-Creators zusammenschließen würden?
Das TheoHub am Institut für Katholische Theologie beginnt im September mit der Vorbereitung einer Workshoptagung zu dem Thema „Neue Wege der Wissenschaftskommunikation. Chancen und Herausforderungen eines wissenschaftlichen Content-Netzwerks“.
Neue Wege für Wissenschaftskommunikation suchen
Viele Wissenschaftler*innen und wissenschaftliche Einrichtungen machen ihre Tätigkeiten beispielsweise auf Instagram der Öffentlichkeit zugänglich. Wissenschaftskommunikation in Social Media ist längst etabliert und findet meist in Formen wie FAQs, Veranstaltungsrückblicken, Interviews, Publikationshinweisen oder Q&As statt. Gleichzeitig bieten die personalisierten Accounts einzelner Wissenschaftler*innen die Möglichkeit, spezifische Themen mittels alltagsnaher Formate in breitere Zielgruppen zu tragen. Aus vielfältigen Gründen bleibt dies insbesondere beim wissenschaftlichen Nachwuchs aus: Fehlendes Knowhow und mangelnde Ressourcen, Karrierelogiken oder institutionelle Mechanismen können dabei eine Rolle spielen.
Liegt der Schlüssel in der Vernetzung?
Ein Content-Netzwerk ist ein Verbund von Produzent*innen für Social-Media-Inhalte mit dem Ziel, gemeinsam eine größere Reichweite und mehr Engagement zu erzielen, als einzelne Creator es könnten. Dies soll u. a. erreicht werden durch
gegenseitige Unterstützung mittels Crosspostings und Werbung,
gemeinsame Themen und Formate,
den Austausch von Expertise,
intra- und interdisziplinären Wissenstransfer,
die Nutzung gemeinsamer Ressourcen,
einen gemeinsamen Markenauftritt.
Über die Chancen und Herausforderungen eines Netzwerks wissenschaftlicher Content-Creator soll im Rahmen der Tagung diskutiert werden. Angesprochen sind explizit nicht nur Social-Media-Expert*innen, sondern alle, die sich diskursiv mit Wissenschaftskommunikation in Social Media auseinandersetzen möchten.
Anmeldung
Die Anmeldung zu der Tagung ist bis zum 31.12.2026 über dieses Online-Formular möglich. Das laufend aktualisierte Programm ist hier einsehbar.
Call for Papers
Neben vier Studienteilen, in denen Impulsvorträge mit anschließenden Workshops vorgesehen sind, stehen den Teilnehmenden Slots für Open-Topic-Kurzvorträge (ca. 30 Minuten mit anschließender Diskussion) zur Verfügung. Ziel ist die Bereicherung der in den Studienteilen gebotenen Perspektiven zu den Themen digitale Wissenschaftskommunikation in Social Media, Open Science, erprobte oder im Entwurf befindliche (fachbezogene) Konzepte, Strategien der Wissenschaftskommunikation angesichts von KI o. Ä. Möglich ist auch die Vorstellung eines Dissertations-, Postdoc- oder sonstigen Forschungsprojekts in diesen Feldern.
Angaben zum Abstract
Sprache: deutsch / englisch
Maximale Länge: 3.000 bis 3.300 Zeichen inkl. Leerzeichen
Format: PDF
Benötigte Angaben: Name, E-Mail-Adresse, ggf. akademischer Titel und Institution
Einzureichen bis: 31.12.2026
Um Einsendung bis zum 31.12.2026 über das Online-Formular zur Tagungsanmeldung oder per E-Mail an jonas.breuer@uni-vechta.de und marc.roebel@uni-vechta.de wird gebeten.
Dieses Projekt des TheoHub, der Netzwerkstelle für Theologische Kommunikation am Institut für Katholische Theologie, wird gefördert von der Stiftung zur Ausbildung katholischer Geistlicher im Bistum Münster.