Sie verwenden einen veralteten Browser!Um zukunftsfähig zu sein, wurde unsere Webseite für die neuesten Technologien entwickelt.
Mit dem von Ihnen verwendeten Browser kann unsere Webseite nicht korrekt ausgeführt werden.
Springe zum Inhalt
© Universität Vechta
Zentrum für Lehrer*innenbildung

7. Pädagogischer Tag

Gleichberechtigte Teilhabe aller Schüler*innen – Gestaltung inklusiver Lernumgebungen im Kontext Schule

Freitag, 26. April 2024, 9.00 – 15.00 Uhr

Aula der Universität Vechta

Mit dem Pädagogischen Tag greift das Zentrum für Lehrer*innenbildung jährlich aktuelle gesellschaftliche und bildungsbezogene Themen auf und widmet sich in diesem Jahr – auch auf Wunsch der Studierenden – dem Thema Inklusion. Fakt ist, dass die Schülerschaft zunehmend heterogener wird und sich damit auch die Anforderungen an die Lehrkräfte verändern. Es stellen sich also ganz neue Fragen. Angefangen dabei, was Inklusion ist, über die Möglichkeiten, inklusive Lernumgebungen zu schaffen und Lernfortschritte sichtbar zu machen bis hin zum Umgang mit herausfordernden Situationen im Unterricht.

Das Ziel dieses Studientages ist u.a. die Verzahnung von Studium, Schulpraxis und wissenschaftlicher Forschung. Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr ein Impulsvortrag, der sich mit den Grundlagen der Sonderpädagogik befasst. Daran anschließend beschäftigen sich die Studierenden in spezifischen Workshops mit ausgewählten Aspekten des Themenfelds der schulischen Inklusion.

Wie im vergangenen Jahr werden auch dieses Mal wieder schul- und unterrichtsbezogene Forschungsarbeiten aus dem Projektband „Forschendes Lernen“ präsentiert.

 

Zielgruppe

Alle Studierenden in der Praxisphase sowie alle interessierten Lehrenden und Wissenschaftler*innen der Universität sind herzlich zum Impulsvortrag in die Aula eingeladen. Die Workshops, die sich an den Impulsvortrag anschließen, sind spezifisch für die Studierenden in der Praxisphase gedacht.

Interessierte Lehrkräfte und Akteur*innen in der Lehrkräftebildung sind eingeladen, den Impulsvortrag über einen Livestream zu verfolgen.

 

Anmeldung

Studierende der Praxisphase sind automatisch für die Veranstaltung angemeldet und geben ihre Workshoppräferenzen bis zum 03.03.2024 in dem Formular an, das weiter unten zu finden ist. Alle anderen Interessierten melden sich bitte bis zum 21.04.2024 per E-Mail bei Kerstin Stoltz unter info.zflb@uni-vechta.de an.


Programm

Zeit

Titel

Referent*innen

ab 8.30

Anmeldung

 

09.00 - 09.10

Begrüßung

 

09.10 - 10.10

 

Inklusion als Prozess. Von den sonderpädagogischen Grundlagen hin zu unterstützungsfähigen Lernumgebungen

In der Schule ist Inklusion ein Prozess, der darauf abzielt, allen Schüler:innen, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten und Voraussetzungen, eine qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen. Dabei spielen sonderpädagogische Förderschwerpunkte eine wesentliche Rolle, um spezifische Bedarfe zu adressieren und eine ganzheitliche Förderung zu gewährleisten. Ziel ist es, eine gleichberechtigte Teilhabe am schulischen Leben zu ermögliche​​​n. Dies beinhaltet die Anpassung von Unterrichtsmethoden, Prüfungsbedingungen und Lernmaterialien, um allen Schüler:innen eine faire Bildungschance zu bieten. Im Vortrag werden sonderpädagogische Grundlagen und  Inklusion als dynamischer und anpassungsfähiger Prozess, der auf die Schaffung einer  unterstützenden und gerechten Lernumgebung abzielt, eingeführt.

Dr.in Lea Schulz (Europa-Universität Flensburg)

10.10 - 10.15

Einführung in die Ausstellung

 

10.15 - 10.45

Ausstellung von Forschungsarbeiten aus dem Projektband „Forschendes Lernen“

Masterstudierende der Universität Vechta

10.45 -11.00

Pause

 

11.00 - 12.30

Workshops für Studierende in der Praxisphase – Workshopphase 1

Titel und Referent*innen siehe Workshopübersicht

12.30 - 13.30

Pause

 

13.30 - 15.00

Workshops für Studierende in der Praxisphase – Workshopphase 2

Titel und Referent*innen siehe Workshopübersicht


An welchem Workshop möchten Sie teilnehmen?

Am Pädagogischen Tag besucht jede*r Studierende zwei der elf Workshops aus der nachfolgenden Übersicht. Um Ihre Wünsche anzugeben, füllen Sie bitte dieses Formular bis zum 03.03.2024 aus.


Workshops für Studierende in der Praxisphase

 

Titel

Beschreibung

Referent*innen

1.

Digitale und digitalgestützte Spielformate im Naturwissenschaftsunterricht

Die Bandbreite von Computerspielen und spielähnlichen digitalen Anwendungen zu unterrichtsrelevanten MINT-Themen wächst jährlich. Dieser Workshop, in dem genügend Raum zum Ausprobieren besteht, fungiert als Ideengeber zum Einstieg in die Welt digitaler (Spiel-)Formate. Neben allgemeinen Anwendungsmöglichkeiten wird schwerpunktmäßig das Potenzial der Formate für inklusive Lernsettings diskutiert.

Tim Bauermeister (Universität Vechta)

2.

#Diklusion : Moderne Lernmethoden in einer vielfältigen Lernumgebung

Dieser Workshop befasst sich mit der Integration von digitalen Technologien in einem inklusiven Bildungsumfeld, wobei besonderer Wert auf heterogene Lerngruppen gelegt wird. Hierbei steht die Balance zwischen individueller Förderung und gemeinschaftlichem Lernen im Vordergrund. Die Verwendung digitaler Hilfsmittel trägt maßgeblich dazu bei, den Zugang zur Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe zu verbessern. Das Konzept „Digital-inklusive Bildung“ (kurz  #Diklusion ) vereint maßgeschneiderte Lehrmethoden, die auf individuelle Bedürfnisse und gemeinsames Lernen abgestimmt sind. Der Workshop bietet zahlreiche praktische Beispiele für die Umsetzung diklusiver Bildungskonzepte in der Schule. Die Teilnehmer:innen haben die Möglichkeit, verschiedene digitale Tools selbst zu testen. Für ein optimales Erlebnis wird empfohlen ein mobiles Endgerät dabei zu haben. 

Dr.in Lea Schulz  (Europa-Universität Flensburg)

3.

Individuell fördern ohne abzustempeln

Mit ca. 36% ist der Förderschwerpunkt Lernen der am meisten vertretene sonderpädagogische Förderschwerpunkt an deutschen Schulen, Tendenz steigend. Doch wie wird dieser Förderschwerpunkt festgelegt? „Welche individuellen Voraussetzungen müssen bei der Unterrichtsgestaltung berücksichtigt werden?“, „Worin liegen die Unterschiede zu bisherigen heterogenen Lerngruppen?“ „Gibt es überhaupt Unterschiede?“ Und nicht zuletzt: „Was zeichnet die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen besonders aus und wie kann diese berücksichtigt werden?“ Ziel dieses Workshops ist es die Lebenswelt von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Lernen kennenzulernen und wichtige Handlungsimpulse für die Gestaltung inklusiven Unterrichts zu bekommen.

Karolin Wallmeyer (Universität Vechta)

4.

Inklusiv kommunizieren durch „cleanes Zuhören“

Im Workshop wird die Methode des „cleanen Zuhörens“ vorgestellt und angewendet. Diese kommunikative Intervention fördert gegenseitiges Verständnis und erhellt (Fehl-)Konzepte von Schüler*innen und Lehrkräften in inklusiven Settings. Das Konzept wurde von der Referentin gemeinsam mit Schulsozialarbeitenden und Lehrkräften entwickelt sowie evaluiert. Es wird in der Beratungsarbeit an Schulen eingesetzt.

Dr.in Kirsten Rusert (Universität Vechta)

5.

Lernfortschritte sichtbar machen! - Digitale Tools für effektive Lernverlaufsdiagnostik in der Grundschule

"Lernverlaufsdiagnostik gilt als eines der wirksamsten Rahmenkonzepte zur effektiven Förderung von Schüler*innen in heterogenen Schulklassen und wichtige Grundlage für gelingende Differenzierung. Unter dem Begriff wird die lernbegleitende Beurteilung von Schülerleistung mit dem Ziel verstanden, diagnostische Informationen zu generieren und zu nutzen, um den Unterricht gezielt an die Bedürfnisse der Schüler*innen anzupassen. Digitale Medien und Tools bieten diesbezüglich die Chance, die Lernfortschritte der Schüler*innen für diese besonders transparent und motivierend darzustellen sowie für die Lehrkräfte verlässlich und zeitsparend zu aggregieren.

In dem Workshop lernen Sie, wie Sie mit Hilfe von zwei digitalen Tools (‚Plickers‘ und ‚Levumi‘) diese fachübergreifenden Potenziale sinnvoll für verschiedene Lerngruppen nutzen resp. die Tools in Ihrem jeweiligen Unterricht bedarfsgerecht für Ihre spezifische Lerngruppe einsetzen können. Im Sinne der Potentiale der vorgestellten Tools richtet sich der Workshop an Studierende des Lehramts an Grundschulen (insbesondere der Fächer Deutsch und Mathematik). Besonderer Wert wird im Rahmen der Erarbeitung der Workshopinhalte auf eine niedrigschwellige Umsetzbarkeit und hohe Praxistauglichkeit gelegt, so dass auch zukünftige Lehrkräfte ohne ein Klassenzimmer mit ‚digitaler Vollausstattung‘ angeregt werden, Lernverlaufsdiagnostik durch digitale Medien erfolgreich umzusetzen. In dem Workshop werden sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Tools (resp. einige kostenpflichtige Funktionen der Tools) vorgestellt.

Benjamin Möbus (Universität Vechta)

6.

Pädagogisches Handeln im inklusiv-digitalen Unterricht aus differentiell-psychologischer Perspektive

Ausgehend von einer differentiell-psychologischen Perspektive werden in diesem Workshop Herausforderungen und Chancen inklusiv-digitaler Lehr-Lern-Settings sowie die damit einhergehenden Anforderungen an angehende Pädagog/innen thematisiert. Unter Rückgriff auf pädagogisch-psychologische Erkenntnisse wird die eigene Rolle im Zuge der Gestaltung inklusiv-digitaler Lernangebote reflektiert.

Prof. Dr. Martin K.W. Schweer, Dr.in Karin Siebertz-Reckzeh & Yvonne Friederich (Universität Vechta)

7.

Rechtliche Grundlagen der inklusiven Schule in Niedersachsen

Seit 2012 ist die inklusive Schule im niedersächsischen Schulgesetz verankert. In diesem Workshop erfahren Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Bereiche Förderschwerpunkte, Zusatzbedarfe, sonderpädagogische Grundversorgung, Gutachtenerstellung, Elternwahlrecht etc. und welche Möglichkeiten die einzelne Schule hat, die inklusive Schule bestmöglich in das eigene Schulkonzept einzubinden.

Ina Medeke (Regionales Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück - Regionales Beratungs- und  Unterstützungszentrum Inklusive Schule)

8.

Schwierige Situationen im Unterrichtsalltag meistern – Wie kann ich mit herausfordernden Verhaltensweisen umgehen?

In dem Workshop soll ein Einblick vermittelt werden, welche Ursachen herausfordernde Verhaltensweisen haben können. Darauf aufbauend werden verschiedene praktische Handlungsmöglichkeiten vorgestellt und selbst erfahren, wie man mit herausfordernden Verhaltensweisen als Einzelner und im System umgehen kann.

Gwen Schönherr (Mobiler Dienst emotionale und soziale Entwicklung im Bereich des Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Osnabrück)

9.

Unterrichten in heterogenen Klassen. Offene Bildungs- und Unterstützungsmaterialien für Lehramtsstudierende

In diesem innovativen Workshop entdecken Lehramtsstudierende die Welt der Open Educational Resources (OER) und deren Potenzial für die Gestaltung inklusiver Bildung in heterogenen Klassen. Ziel ist es, ein tiefgreifendes Verständnis für inklusive Bildung zu entwickeln und praktische OER kennenzulernen. Der Workshop beginnt mit einer Einführung in die Grundlagen inklusiver Bildung und die Bedeutung von OER in der Lehrkräftebildung. Anschließend wird das Projekt "Handlungsstrategien für heterogene Klassen" vorgestellt, um die Rolle von OER in diesem Kontext zu beleuchten. Der Hauptteil des Workshops widmet sich der intensiven Auseinandersetzung mit drei spezifischen OER-Materialpaketen: "Guter Unterricht", "Inklusive Bildung" und "Bedarfe von Lernenden". In Gruppenarbeiten werden diese Pakete erprobt und deren Eignung für Lehramtsstudierende diskutiert. Zum Abschluss findet eine offene Plenumsdiskussion statt, in der die Teilnehmenden ihre Erfahrungen austauschen, Feedback geben und Ideen zur weiteren Anwendung und Verbesserung der OER-Materialien entwickeln.

Julia Schreiber-Kehrhahn (Universität Vechta)

10.

Unterrichtsmaterialien in Leichter Sprache

In diesem Workshop lernen Studierende das Konzept der Leichten Sprache kennen. Mithilfe praktischer Beispiele erarbeiten sie Sprachbarrieren in Unterrichtstexten und üben im Anschluss das Vereinfachen dieser Texte. Außerdem erhalten die Studierenden eine Anleitung, wie sie selbst, nach den Regeln der Leichten Sprache, Texte für ihren Schulunterricht verfassen können. Das Ziel der Veranstaltung ist also nicht nur das Erkennen von Sprachbarrieren im Unterrichtsgeschehen, sondern gleichzeitig auch die praktische Anwendung verschiedener Mittel der Textvereinfachung, sowohl beim Verfassen eigener, als auch beim Überarbeiten bestehender Texte.

Melanie Schaller (Universität Bielefeld)

11.

Wie verändern sich Emotionen und Beziehungen von Schüler:innen im Laufe der Grund- und Sekundarschulzeit?

Wie geht es Kindern in der Schule? Fühlen sich Kinder der zweiten Klassen genauso wie Jugendliche in der neunten Klasse, wenn sie lernen? Diese und andere Fragen sollen im Workshop beantwortet werden. Gemeinsam wollen wir außerdem erarbeiten, in welchen Situationen Schüler:innen sich emotional besonders herausgefordert fühlen und welche Unterstützung besonders vielversprechend sein kann.

Dr.in Juliane Schlesier (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)