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© Universität Vechta
Zentrum für Lehrer*innenbildung

Sprachnetz – Unterstützung von Lernprozessen von Schüler*innen mit Flucht- und Migrationserfahrung

Das Sprachnetz ist ein Service Learning-Projekt. Das Ziel des Projekts ist es,

  • Kinder und Jugendliche mit Migrations-/Fluchterfahrung in ihren Lernprozessen zu unterstützen und
  • die interkulturelle Kompetenz und den Umgang mit heterogenen Lerngruppen von Studierenden durch die Verknüpfung von Praxis- und Theorieelementen zu fördern.

Die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Migrations-/Fluchterfahrung (Zielgruppen) durch Studierende im Rahmen ihres Studiums steht dabei im Fokus des Projekts. Das vom ZfLB koordinierte Projekt besteht seit Oktober 2015 und wurde bis 2019 durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Die zwei Teilbereiche des Projekts ‚Unterstützung durch Studierende‘ und ‚Netzwerkarbeit in der Region Vechta‘ ergänzen sich hierbei: Durch das Sprachnetz wird eine langfristige und dauerhafte Vernetzung verschiedener Akteur*innen im Kontext Migration im Landkreis Vechta angestrebt, sodass vorhandene Expertise gebündelt und fortentwickelt wird. Die hierüber ermittelten Bedarfe und Handlungsspielräume werden dann in Lehrveranstaltungen sowie über Praktikumsangebote der Akteur*innen für das Orientierungspraktikum aufgegriffen.

Seit dem SoSe 2019 wurden die Projektbestandteile aufgrund des sich veränderten Bedarfes der Zielgruppen im Landkreis Vechta leicht modifiziert. Hinsichtlich dessen wurden Module neu konzipiert und der vorherige Schwerpunkt ‚Deutsch als Zweitsprache‘ wurde durch einen Fokus auf die ‚Förderung von Lernprozessen‘ angepasst.

Die Module pbb121 "Bildung im Migrationskontext - theoretische Grundlagen und praktische Erprobung zur Förderung von Lernprozessen Jugendlicher" und pbx112 "Bildung im Kontext Flucht – theoretische Grundlagen und praktische Erprobung zur Förderung von Lernprozessen geflüchteter Kinder und Jugendlicher (vorrangig aus der Ukraine)" im Profilierungsbereich befähigen Studierende, Lernprozesse von Jugendlichen in verschiedenen Einrichtungen im Landkreis Vechta zu unterstützen. Insbesondere können Studierende im Rahmen ihrer praktischen Erprobung "kulturelle Kompetenz und soziale Kompetenz" (Kompetenzrahmen der Universität Vechta) erwerben und vor allem Kompetenzen zur Wahrnehmung von und im Umgang mit Vielfalt und Heterogenität sowie zum Perspektivwechsel ausbilden. Für die Teilnahme an den Modulen werden den Studierenden 5 CP (pbb121) bzw. 6 CP (pbx112) angerechnet.

Des Weiteren können Studierende im BA CS ihr Orientierungspraktikum in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe/Flüchtlingshilfe absolvieren und Menschen mit Migrations-/Fluchterfahrung in unterschiedlichen Bereichen unterstützen. Für die Absolvierung des Orientierungspraktikums werden Studierenden 6 CP angerechnet.

Studierende, die in der Lernförderung im Rahmen des Praxismoduls tätig werden möchten, werden von der Universität Vechta umfassend vorbereitet und auch während der Arbeit unterstützt.

Studierende, die ihr Orientierungspraktikum in sozialen Einrichtungen mit Angeboten für Menschen mit Migrations-/Fluchterfahrung absolvieren möchten, könnten sich bei Interesse an die Projektkoordinatorin Vera Willgosch wenden. Sie kann den Kontakt zu entsprechenden Einrichtungen herstellen.

Für die Module pbb121 und pbx112 melden Sie sich wie bekannt über Stud.IP nach Freischaltung der Lehrveranstaltungen an. Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung als verpflichtende Teilnahme gesehen wird, da das Projektteam die Koordination zu den einzelnen Einrichtungen vornehmen muss und eine Umverteilung sich äußerst schwierig gestalten lässt.

Für eine Vermittlung im Rahmen des Orientierungspraktikums schreiben Sie bitte eine E-Mail an die Lehrende des Praxismoduls Dr.in Kirsten Rusert (kirsten.rusert@uni-vechta.de) unter Angabe Ihrer Studienfächer, des laufenden Semesters und Ihrer Erreichbarkeit. Geben Sie in der Mail gerne bekannt, ob Sie Ihr OP gerne mit einer Kommilitonin/einem Kommilitonen gemeinsam absolvieren wollen und zusammen in einer Einrichtung tätig sein möchten. Sie erhalten dann einen Terminvorschlag für ein Beratungsgespräch, in welchem die näheren Praktikumsmodalitäten erläutert werden.

Die Netzwerkarbeit ist von enormer Bedeutung für das "Sprachnetz". Zum einen werden die Studierenden dadurch sinnvoll in bereits bestehende Strukturen an der Universität und im Landkreis Vechta integriert, zum anderen können so mit verschiedenen Akteur*innen die Hilfemaßnahmen und -strukturen gemeinsam weiterentwickelt werden. Hierzu werden durch einen regelmäßig stattfindenden Arbeitskreis die entsprechenden Strukturen an der Universität und Kooperationen zu externen Kooperationspartnern zielgerichtet ausgebaut.  

Wenn Sie mehr über das Projekt Sprachnetz erfahren möchten, wenden Sie sich gerne an die Projektkoordinatorin Vera Willgosch.

Im Projekt Sprachnetz wurden Materialien sowie Literatur zum Themenfeld DaF/DaZ angeschafft, die von interessierten Student*innen gerne ausgeliehen werden können.

Eine Übersicht aller verfügbaren Materialien finden Sie in der Liste im Bibliothekskatalog. Alle Materialien befinden sich in der Außenstelle Kreuzweg. Wenden Sie sich für eine Ausleihe bitte per E-Mail an die Projektkoordinatorin Vera Willgosch.


Projektaktivitäten

Kinder und Jugendliche, die traumatische Erfahrungen durch Gewalt, Krieg und Flucht gemacht haben, zeigen oft typische Traumafolgen: Einige können sich nicht gut konzentrieren, reagieren oft aggressiv, andere wirken wie in Trance, viele versuchen ihre Umgebung zu kontrollieren und manche klagen über körperliche Beschwerden.

Als (angehende) Lehrkräfte sollte man daher über solche möglichen Anzeichen informiert sein, um auf dieser Grundlage angemessen mit solchen Schüler:innen und deren Verhaltensweisen umgehen zu können.

Diesbezüglich fand im Rahmen des Projekts "Sprachnetz" am 07.03.2023 von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr ein Online-Workshop zu diesem Thema unter dem Titel "Umgang mit Schüler:innen mit Belastung/Traumata/Fluchthintergrund" statt. Hier wurden sowohl die Entstehung und Auswirkungen von Traumata als auch traumapädagogische Unterstützungsmöglichkeiten thematisiert.

Dieser Workshop richtete sich an Bachelor- und Masterstudierende im Lehramt sowie im Bereich Soziale Arbeit.


Nach über zwei Jahren pandemiebedingter Online-Formate konnten Studierende des Moduls pbb121 "Bildung im Migrationskontext – theoretische Grundlagen und praktische Erprobung zur Förderung von Lernprozessen Jugendlicher" im Sommersemester 2022 endlich wieder ihre Praxisstunden mit Schüler*innen der Berufseinstiegsschule Klasse 2 vor Ort in der Adolf Kolping Schule in Lohne durchführen. Am 04.07.2022 verließen die meisten Schüler*innen die Schule in weitere Schulausbildung oder in den Beruf. In dieser Übergangssituation gab es viel zu besprechen: Von der Bewerbung über notwendige Versicherungen, Abzüge vom Ausbildungsentgelt, das Budget für Führerschein oder die erste eigene Wohnung ist nur ein Ausschnitt der Fragen, die den Studierenden gestellt wurden. Zur Abschlussfeier haben sie ihre begleitenden Studierenden eingeladen.

 

Das Service Learning-Projekt gehört zum Sprachnetz am Zentrum für Lehrer*innenbildung, das Studierende und Universität mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen vernetzt, um an der gemeinsamen Aufgabe der Inklusion von Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung mitzuwirken.

 

In diesem Rahmen fand auch der Vortrag von Michi S. Fujii (Universität zu Köln) statt, in dem er am 11.07. ab 16:00 Uhr aus dem Forschungsprojekt Bildungsteilhabe Geflüchteter im Kontext digitalisierter Bildungsarrangements berichtete. Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung sind hier zu finden: https://www.uni-vechta.de/zentrum-fuer-lehrerbildung/veranstaltungen/details/bildungsteilhabe-junger-gefluechteter-im-kontext-digitaler-medien


Student*in gesucht: Kooperation ZfLB & Jugendmigrationsdienst (Standort Damme)

Der Jugendmigrationsdienst des Caritas-Sozialwerks (JMD) sucht eine*n Student*in (alle Studiengänge, bevorzugt mit Lehramtsbezug oder Soziale Arbeit) für die Unterstützung von Schüler*innen mit Flucht- und Migrationserfahrung im Südkreis (Damme). Das Angebot wird in den Räumlichkeiten des Jugendtreffs Damme stattfinden und soll 1 bis 2 Mal die Woche im Nachmittagsbereich für 90 Minuten in Kleingruppen (5-7 Schüler*innen) stattfinden. Bei der Ausgestaltung des Angebots (niedrigschwellige Sprach- und Lernförderung) kann eine Absprache mit Frau Sieve vom Jugendmigrationsdienst erfolgen; zudem stehen im Zentrum für Lehrer*innenbildung (Kreuzweg 3-5 in 49377 Vechta) Materialien zur Ausleihe zur Verfügung.

Nach Beantragung und Bewilligung von Fördermitteln durch den JMD werden sowohl Kosten für Sachmittel als auch Fahrtkosten übernommen sowie ein Honorar gezahlt. Die Absprachen hierzu erfolgen direkt mit dem JMD.

Zeitraum: Schnellstmöglicher Beginn, zunächst befristet bis 31.12.2022 bzw. nach Absprache.

Der Jugendmigrationsdienst ist ein Teilbereich des Caritas-Sozialwerkes und kooperiert im Projekt Sprachnetz – Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Flucht und Migrationserfahrung mit dem Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität Vechta.

Bitte reichen Sie Ihre Interessensbekundung mit Motivationsschreiben, Lebenslauf und Immatrikulationsbescheinigung als eine PDF-Datei bis zum 08.05.2022 per E-Mail an info.zflb@uni-vechta.de ein.


Wir haben unser Netzwerk im Projekt Sprachnetz als Basis genutzt, um Unterstützungsangebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Lehrkräfte mit Fluchterfahrung zu erweitern. Über diese Plattform möchten wir Ehrenamtliche und Suchende miteinander in Kontakt bringen und Informationen bündeln. Alle Angebote beziehen sich auf die Bereiche Bildung, Schule, Unterricht und pädagogische Arbeit. Hier gelangen Sie zur Übersichtsseite "Sprachnetz - Ankommen in Vechta und umzu".


Das Sprachnetz ist ein Service Learning-Projekt. Studierende unterstützen dabei in zwei Modulen (pbb121 und pbx112) die Lernprozesse Jugendlicher mit Migrations- oder Fluchterfahrung. Das Ziel des Projekts ist es, sowohl Kinder und Jugendliche mit Migrations-/Fluchterfahrung in ihren Lernprozessen zu unterstützen als auch die interkulturelle Kompetenz und den Umgang mit heterogenen Lerngruppen von Studierenden durch die Verknüpfung von Praxis- und Theorieelementen zu fördern.  

Näheres zum Sprachnetz erfahren Sie in Stud.IP oder persönlich in einem InfoTalk am 23.03.2022 um 18.00 Uhr (BBB) Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Soziale Netzwerke und Messenger werden leider immer öfter für Mobbing, Diffamierungen und Hate Speech missbraucht. Das Internet wird zu einem Ort, in dem sogenannte „Trolle“ rassistische Hetze sowie Beleidigungen verbreiten und der Lernort Schule als auch die dazugehörigen digitalen Räume, wie Online-Konferenzen oder Messenger-Gruppenchats, sind hiervon betroffen. Vieles wird leider nicht gemeldet, zur Anzeige gebracht oder gelöscht – häufig, weil ein schweigendes Publikum sich nicht traut, etwas entgegenzusetzen bzw. zu widersprechen. Wie das genau geht, sich in Communities zu organisieren, und wo eine Meldung oder Anzeige sinnvoll sein kann, zeigten Jana L. Schneider (Soziologin, Kriminologin) und Heiko Wolf (Medienpädagoge). Zudem wurden präventive (Unterrichts-)Methoden als auch weiterführende Literatur und Materialien zur Verfügung gestellt.

Der digitale Workshop wurde am 21.03.2022 im Rahmen des Teilprojekts ISK/Werkstatt Digitalisierung in inklusiven Settings im Projekt Bridges 2 (Prof.in Dr. Margit Stein) sowie des Sprachnetzes (Zentrum für Lehrer*innenbildung) angeboten und mit Mitteln des Career Service unterstützt.


Modul "(Sprach-)Bildung im Migrationskontext – theoretische Grundlagen und praktische Erprobung" fand trotz Corona mit Praxisbezug statt.

Die Kooperation mit der Adolf-Kolping-Schule (AKS) in Lohne konnte auch unter den neuen Rahmenbedingungen fortgesetzt werden. In den vergangenen Semestern war es üblich, dass die Schüler*innen in Kleingruppen von Lehramtsstudierenden der Uni Vechta in mehreren Lerneinheiten unterstützt wurden. Während die AKS-Schüler*innen von der individuellen Betreuung profitierten, konnten die Studierenden wertvolle erste praktische Erfahrungen im Umgang mit einer Schulklasse sammeln.

In diesem Jahr sollten die Studierenden einen Katalog mit Leseverstehens-Fragen zum Buch „Ziemlich beste Freunde“ – dessen Lektüre die Schüler*innen in der coronabedingten Schulschließungszeit aufbekamen – erstellen. Darüber hinaus sollte von den angehenden Lehrer*innen auch eine Hördatei zum Buch sowie ein Katalog mit Fragen zum Hörverstehen entwickelt werden. Trotz der erschwerten Bedingungen war die Kooperation auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und das Team BEK freute sich riesig über die tollen Materialien, die im neuen Schuljahr im Fach Deutsch Verwendung finden.

Projektbericht der Schule


Foto Prof. Dr. Kai Koch

Prof. Dr. Kai Koch

Projektleitung

Foto Dr.in Anna-Theresia Decker

Dr.in Anna-Theresia Decker

Geschäftsführung und Projektleitung

Foto Dr.in Kirsten Rusert

Dr.in Kirsten Rusert

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Foto Jan-Niclas Peeters

Jan-Niclas Peeters

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Foto Nastassja Pezke

Nastassja Pezke

Studentische Hilfskraft