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bunte Sportschuhe auf einer Laufbahn an der Startlinie

Wintersemester 2025_26

Sportstudierende sammeln Praxiserfahrung bei Basketball-Bundesligist RASTA Vechta | Kooperation mit der Universität Vechta verbindet Kinderbasketball und den Erwerb einer Trainerlizenz

Wie kann sportwissenschaftliche Theorie praxisnah vermittelt werden und zugleich einen konkreten Mehrwert für die Region schaffen? Diese Frage steht im Mittelpunkt einer Kooperation zwischen dem Arbeitsbereich Sportwissenschaft der Universität Vechta und dem Basketballverein RASTA Vechta. Im Wintersemester 2025/26 arbeiten Studierende des Seminars „Grundlagen der Sportspielvermittlung“ unter der Leitung von Henning Maatmann, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Universität Vechta, eng mit dem hauptamtlichen Kinder- und Jugendtrainer von RASTA Vechta, Martin Middendorf, zusammen. Ein besonderer Baustein der Zusammenarbeit ist die erstmalige Möglichkeit für die Studierenden, im Rahmen ihres Studiums eine offizielle Trainerlizenz des Deutschen Basketball Bundes zu erwerben. Den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung und Lizenzierung zur sogenannten Mini-Basketball-Trainerin beziehungsweise zum Mini-Basketball-Trainer haben sie nun in der Sporthalle der Universität Vechta gefeiert. Diese Lizenz qualifiziert für das altersgerechte Basketballtraining im Kinderbereich und stellt einen anerkannten Einstieg in die Trainertätigkeit dar.

Im Rahmen der Kooperation sammeln die Studierenden umfangreiche Praxislehrerfahrungen in der sogenannten Ballschule von RASTA Vechta, einem sportartübergreifenden Bewegungsangebot für Kinder. Dort planen, gestalten und reflektieren sie Trainingseinheiten im Basketball für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Die praktische Arbeit wird im Seminar kontinuierlich theoretisch begleitet und ausgewertet, sodass eine enge Verzahnung von theoretischer universitärer Ausbildung und sportpraktischer Anwendung gewährleistet ist.

„Für unsere Studierenden ist die Kooperation ein großer Gewinn, weil sie frühzeitig Verantwortung übernehmen und reale Unterrichts- und Trainingssituationen erleben“, betont Henning Maatmann. „Die durchweg positiven Erfahrungen haben dazu geführt, dass wir bereits eine Fortsetzung der Zusammenarbeit für das kommende Sommersemester planen. Die Verbindung von Theorie, Praxis und zusätzlicher Qualifikation stellt einen wichtigen Baustein in der sportwissenschaftlichen Ausbildung dar.“

Auch auf Seiten von RASTA Vechta fällt das Fazit positiv aus. „Gut ausgebildete und engagierte Trainerinnen und Trainer sind eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Nachwuchsarbeit“, sagt Martin Middendorf. „Die Zusammenarbeit mit der Universität Vechta hat sich bewährt, sodass wir die Kooperation gern weiterführen möchten. Die geplante Fortsetzung im Sommersemester bietet die Chance, die gemeinsamen Ansätze weiter zu vertiefen.“ Nach derzeitigem Stand steigt aus dem aktuellen Seminar auch gleich eine Studentin aus dem Zertifizierungskurs in das Projekt “RASTA macht Schule” ein.




„Wir können wirklich stolz auf diese Gemeinschaft sein!“ | Finaltage der Uni-Liga Vechta machen Lust auf mehr

Es ist ein Format, welches in der Hochschullandschaft in dieser Kombination seinesgleichen sucht: Die Uni-Liga der Universität Vechta punktet sowohl mit einem wöchentlichen Rhythmus in hochmodernen Sportstätten als auch gelebter Gemeinschaft; bereits ausgetragen werden Fußball und Volleyball; Basketball ergänzt in der kommenden Saison eventuell das Angebot – „Das ist einmalig in Deutschland“, ist sich Karim Kanafani sicher, der die Uni-Liga zusammen mit seinem Kommilitonen Leon Helm organisiert. Die Finaltage von Fußball und Volleyball haben die Aussage nun eindrucksvoll unterstrichen.

 

„Eine Uni-Liga ist ein Turnierformat, das ehrenamtlich von Studierenden der Universitäten organisiert wird“, erklärt Kanafani. Viele Städte in ganz Deutschland böten solch ein Format an. Doch etliche davon würden sich auf Fußball konzentrieren und werden oft nur im Sommer angeboten, regelmäßige Spieltage fehlen. In Vechta - der Hochschulsport der Universität Vechta initiiert das Event - ist es anders: „Bei uns fanden in dieser Saison die Fußball- und Volleyball-Spieltage im wöchentlichen Wechsel statt. Beginn war Mitte Oktober. Ich denke, dass in der nun endenden Saison das Gemeinschaftsgefühl einfach nochmal gestiegen ist“, äußert Kanafani. „Wenn man sieht, wer alles an dem Projekt bis hierher beteiligt war, dann ist das schon große Klasse!“, so der Lehramtsstudent. „Wir hatten jede Woche Fachräte da, die Waffeln oder Ähnliches angeboten haben.“ Auch die Kneipe „Banane“ sei vor Ort gewesen und habe sich um Getränke gekümmert. Dozierende, Hallenwarte und der Dienstleistungsbereich der Uni Vechta unterstützen ebenfalls. Das Angebot von Sport und Gemeinschaft spiegelt sich auch in den Zuschauenden wider: „Jede Woche waren eine Menge Gäste dabei, die angefeuert und den Abend nach dem Unialltag in der Halle einfach genossen haben“, so der 22-Jährige Kanafani.

Apropos neue Sporthalle: „Ich habe an der Einweihungsfeier der Halle teilgenommen und hörte damals Herrn Bals sprechen“, fasst es Kanafani zusammen. Der Interimspräsident habe gesagt, dass er die Uni lebendiger gestalten möchte. Zu der Zeit sei gerade jemand für die Organisation der Uni-Liga gesucht worden. „Damit sah ich mich quasi gezwungen, etwas zu tun“, sagt Kanafani mit einem Lächeln. „Wir wollen mit der Uni-Liga allen Studierenden der Universität zeigen, dass Vechta eine lebendige Hochschule ist, die neben den Lehr-Veranstaltungen auch viel mehr zu bieten hat! Mit der neuen Halle musste man das dann natürlich nutzen und der Plan ging mit vollem Erfolg auf.“

Und der eigentliche Sport? Vergangenes Jahr seien die zwei Fußball-Uni-Liga-Final-Teams aus Vechta zur deutschen Meisterschaft gefahren. Von 22 Teams war der 8. Platz drin. „Die Gewinner der deutschen Meisterschaft sind zur internationalen Meisterschaft nach Griechenland geflogen! Vielleicht schafft es Vechta ja auch diesen Sommer!“, sagt Kanafani und lacht.

In Vechta haben in der nun zu Ende gehenden Fußball-Saison 12 Teams mitgemacht. Das Turnier hat das Erstsemester-Team „1.FC Credit Points“ gewonnen. Im Volleyball nahmen sogar 15 Teams teil; den Sieg erarbeiteten sich die „Sandy Cheeks“. Erwähnenswert ist, dass über beide Sportarten hinweg vom Erstsemester bis zu erfahrenen Studierenden alle Kohorten vertreten waren. „Besonders beeindruckt hat mich, dass Volleyball besser angekommen ist, was die Teamanmeldungen angeht, als Fußball. Das freut mich sehr, und es zeigt, dass wir viele Studierende erreicht haben, die gerne mal etwas anderes wollten!“.

Die Planungen für das Sommersemester laufen schon. Der erste Spieltag der Fußball-Uni-Liga wird vermutlich am 18. Mai um 18 Uhr auf dem Uni-Sportplatz stattfinden. Bis dahin soll die Zeit eventuell mit einem neuen Angebot überbrückt werden: Wenn sich mindestens 10 Teams anmelden, startet eine neue Basketball-Uni-Liga. Infos dazu gibt es immer auf dem Instagram-Account @uniligavec. Etwa im März soll die Anmeldung für Basketball möglich sein. „Wir können wirklich stolz auf diese Gemeinschaft sein, die wir in Vechta genießen“, fasst es Kanafani zusammen.




Sommersemester 2025

Zwei Auszeichnungen für die Sportwissenschaft: Stipendien für Jacqueline Weiss und Dr. Michael Braksiek

Gleich zwei Mitglieder der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Iris Pahmeier im Fach Sportwissenschaft der Universität Vechta wurden jüngst mit Stipendien ausgezeichnet.

SoSe 2025

Jacqueline Weiss erhält ein Promotionsstipendium der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). In ihrem Dissertationsprojekt entwickelt und evaluiert sie eine Bewegungsintervention für Menschen mit Prädiabetes und Typ-2-Diabetes. Besonderes Augenmerk gilt dabei gesundheitspsychologischen Aspekten. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit zwei diabetologischen Schwerpunktpraxen in der Region sowie einem Sporttherapiezentrum statt.

Dr. Michael Braksiek wird mit einem Postdoc-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) gefördert. Er verbringt im Rahmen des Stipendiums einen knapp fünfmonatigen Forschungsaufenthalt an der University of Wyoming (USA). Ziel des Projekts ist ein kulturvergleichender Blick auf die Sportlehrkräfteausbildung in Deutschland und den USA, mit besonderem Fokus auf berufsbezogene Einstellungen und Überzeugungen von (angehenden) Sportlehrkräften.