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Forschung und Projekte

Hier erhalten Sie Informationen zu aktuellen und abgeschlossenen Forschungsaktivitäten und anderen wissenschaftlichen Projekten der Lehrenden bzw. denen des Faches Musik an der Universität Vechta.


Tagungen und Symposien

Wie kaum ein anderes Medium lässt Musik demenziell beeinträchtige Menschen Identität, Kompetenz und Zugehörigkeit erleben. Die Fachtagung „Musik & Demenz“ an der Katholischen Akademie Stapelfeld vermittelt Konzepte und Methoden, die es Menschen mit Demenz unterschiedlichen Schweregrads ermöglichen, Musik zu erleben und selbst zu musizieren. Grundlage der vielfältigen praxisbezogenen Workshops für das stationäre wie auch häusliche Umfeld bilden Vorträge zu aktuellen Erkenntnissen aus Neurologie, Musiktherapie und Musikgeragogik. Die Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Theo Hartogh (Universität Vechta) und Dr.in Ulrike Kehrer (Kath. Akademie Stapelfeld) am 20. und 21. April richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Tätige aus Pflege und Betreuung sowie Musikgeragogik, -therapie und -pädagogik.

Am Samstag, den 25. Juni 2022, kamen hybrid mehrere Expert*innen aus verschiedenen Bereichen des intergenerativen Singens und Musizierens aus Wissenschaft und Praxis zu einer Zukunftswerkstatt an der Universität Vechta zusammen.

Dort wurden gemeinsam Bedarfe gesichtet, Perspektiven entwickelt sowie weitere Ideen und Netzwerkaktivitäten initiiert. Die Ergebnisse werden in Form eine Tagungsdokumentation als Open Source zugänglich gemacht.

Drittmittelprojekt: Gefördert im Niedersächsischen Vorab (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Volkswagenstiftung)


Das Jahr 2021 steht ganz im Zeichen der Orgel: Die sogenannte „Königin der Instrumente“ wurde zum „Instrument des Jahres 2021“ von verschiedenen Landesmusikräten gekürt. Aus diesem Anlass veranstaltete das Fach Musik der Universität Vechta unter Leitung von Univ.-Prof. Dr. Kai Koch und Friedhelm Bruns (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) am 10. September 2021 von 09:00 Uhr – 16:30 Uhr eine deutschlandweiteOnline-Tagung zum Thema „Orgel und Musikvermittlung“.

„Orgel und Musikvermittlung – (wie) geht das überhaupt?“ Zu dieser Frage präsentierten namhafte Referent*innen (z. B. Prof. Christiane Michel-Ostertun, LKMD Christa Kirschbaum oder Andreas Schneidewind) ihre aktuellen Konzepte und Ideen zur Orgelmusikvermittlung mit verschiedenen Alters- und Zielgruppen. Austausch- und Vernetzungsphasen boten die Möglichkeit des Weiterdenkens und Entwicklung eigener und kollegialer Ideen. Abgerundet wurde die Tagung mit dem digital-interaktiven Orgelkonzert für Kinder „Orgelbauer Fröhlich und die musikalische Zeitreise“ live aus der Kirche St. Viktor Damme mit dem Organisten Prof. Tomasz A. Nowak (Detmold, Münster) und dem Musikvermittler Friedhelm Bruns (Münster).

Drittmittelprojekt: Die Tagung und das Konzert wurden von der Dr. Hildegard Schnetkamp Stiftung sowie von der Gesellschaft der Orgelfreunde e.V. gefördert.


Am 25. und 26. Juni 2021 fand in Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck, ein internationales Symposium, das als Online-Veranstaltung aufgrund der Coronapandemie ausgerichtet werden musste. Neben Keynotes von Prof. Dr. Dorothee Barth (Osnabrück) und Prof. Dr. Andreas Exenberger (Innsbruck) wurde eine Vielzahl von Projekten und Vorträgen eingereicht, die auf der Tagung präsentiert wurden. In den Pausen gab es über das Tool wonder.me genügend Zeit zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Programm der Tagung

In der zweiten Jahreshälfte 2021 soll der Tagungsband "Interkulturelles Muszieren" in der Reihe "Innsbrucker Schriften zur Musikpädagogik" in Kooperation zwischen der Univeristät Vechta und der Universität Mozarteum Salzburg erscheinen. Das Herausgeberteam bilden Prof. Dr. Heike Henning (Innsbruck) und Prof. Dr. Kai Koch (Vechta).

Zwei Tage im Herbst treffen sich die Doktorand*innen von Prof. Dr. Heike Henning (Innsbruck) und Prof. Dr. Kai Koch (Vechta), die ebenfalls bei der Tagung mitwirkten (z. B. zum Thema Chorarbeit im Strafvollzug) zu einem internationalen musikpädagogischen Kolloquium.

Drittmittelprojekt: Gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (Förderung der europäischen und internationalen Zusammenarbeit in Wissenschaft und Forschung)


Die Corona-Pandemie hatte große Auswirkungen auf das Leben im privaten und öffentlichen Raum. Die Gruppe älterer Menschen in Alteneinrichtungen waren besonders stark von den Maßnahmen betroffen.

Abschottung und Isolation zum Schutz minderten die Lebensqualität spürbar. Viele der kulturgeragogischen Angebote in Einrichtungen (wie z. B. Musik, Kunst, Medien, Theater oder Tanz) konnten nicht mehr wie üblich durchgeführt werden. Dies hatte zur Folge, dass die soziale und kulturelle Teilhabe der Bewohner*innen kaum noch ermöglicht werden konnte.

Diese Online-Tagung präsentierte gelingende Praxisbeispiele, die trotz der schwierigen Umstände in Präsenz oder digital realisiert werden konnten, und stellte sie zur Diskussion. Solche Konzepte und Ansätze publik und auch für andere nutzbar zu machen, war ein zentrales Ziel der Tagung, um einen kleinen Beitrag zur Lebensqualität älterer Menschen leisten zu können.

Die Ergebnisse der Tagung wurden in einer Publikation festgehalten.

Drittmittelprojekt: Gefördert im Niedersächsischen Vorab (Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Volkswagenstiftung)



Musikpädagogische (Praxis-)Projekte

Studierende der Universität Vechta und der Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck, haben unter der Leitung von Friedhelm Bruns und Prof. Dr. Kai Koch (beide Uni Vechta) ein digitales Mitmach-Konzert für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren entwickelt.

Inhalt: 

Müll macht Musik - das digitale Kinderkonzert „Dose Doris macht Urlaub“

 

Am 17. Januar 2023 fand das digitale Kinderkonzert „Dose Doris macht Urlaub“ statt und war mit 80 Kindern und Erwachsenen im Publikum, die die kleine Dose begleiteten, ein voller Erfolg.

Dose Doris büchste aus dem tristen Alltag als Assistentin der Detektivin Klanghaft. Auf ihrer Reise lernte sie im Wald einen alten Eimer, am Strand eine weggeworfene Flasche und in der Stadt ein herumliegendes Gummiband kennen. Doris zeigte dem Publikum, wie aus diesen Gegenständen ganz einfache Musikinstrumente gebaut werden können: Aus Eimern und Töpfe wurden Trommeln, aus mit Wasser befüllten Flaschen wurden Flöten und mit vielen Gummibändern und einer Plastikdose konnte eine eigene, kleine Gitarre gebaut werden. Das Publikum folgte der Einladung der Dose Doris und so verwandelten sich kurzerhand viele Wohn- und Kinderzimmer Niedersachsens in kleine Konzertsäle.

Die Detektivin Klanghaft hingegen begab sich mit dem Publikum auf Spurensuche. Als verkleidete Nachwuchsdetektive gaben sie entscheidende Hinweise, sodass Detektivin Klanghaft es in der Stadt schaffte, Doris wiederzufinden und sie zusammen mit ihren Freunden vor der Müllarbeiterin und dem Wurf in die Tonne zu retten. Gemeinsam feierten Dose Doris, ihre Freunde, Detektivin Klanghaft und das Publikum mit ihren selbst gebauten Musikinstrumenten eine große Abschlussparty.

Das digitale Kinderkonzert wurde von Studierenden des interdisziplinären Seminars „Grundlagen und Praxis der Musikvermittlung und Konzertpädagogik“ (Leitung: Friedhelm Bruns) und des musikpädagogischen Seminars „Angewandte Musiktheorie“ (Leitung: Prof. Dr. Kai Koch) in digitaler Kooperation mit der Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck entwickelt.

Im Seminar von Friedhelm Bruns setzten sich die Studierenden zunächst wissenschaftlich mit wichtigen Definitionen und Handlungsfeldern des Arbeitsfeldes Musikvermittlung und Konzertpädagogik auseinander und analysierten als Vorbereitung auf das Konzert verschiedene Kinderkonzertformate.

Mit Unterstützung des Medienkompetenzzentrums Vechta wurden für die Schauspiel-Sequenzen GreenScreen-Videos und für die verschiedenen Gegenstände Synchronisationsaufnahmen produziert. Die Studierenden zeichneten digital die Gegenstände als Grundlage für die darauffolgenden Animationen. Alle Elemente wurden schlussendlich in einzelne Konzertfragmente zusammengeschnitten und im Rahmen des Konzerts abgespielt.

Zu einer Hörspielwerkstatt kamen ca. 40 Kinder an die Universität Vechta, um gemeinsam mit Studierenden eines Seminars zum digitalen Musizieren Hörspiele zu produzieren. Dieses Format ist ein Kooperationsprojekt mit dem Gulfhaus Vechta, wo die Ergebnisse anschließend feierlich präsentiert wurden.

Nähe Informationen finden Sie hier.


Teilnehmende eines Musikpädagogikseminars (Ltg. Prof. Dr. Kai Koch) im Master of Education von der Universität Vechta haben eine musikalisch umrahmte Präsentation des Kinderbuches „Ich bin anders als du“ des Carlsen-Verlags, geschrieben und illustriert von Constanze von Kitzing, veranstaltet.

In einer Kooperation mit Prof.in Dr.in Heike Henning und Studierenden von der Universität Mozarteum Salzburg wurde während des Semesters ein digital-interaktives musikalisches Konzept für die Buchvorstellung entwickelt. Verschiedene spielerische Interaktions- und Vermittlungselemente wie gemeinsames Singen, Musizieren, Instrumentenvorstellungen, einer rhythmischen Schatzsuche und Bewegungsspielen brachten den Kindern im Alter von 5 bis 10 Jahren das Thema Diversität auf spielerische Art nahe.

Vorgelesen wurde das Kinderbuch von der Autorin selbst, die zusammen mit den Kindern und Familien anhand ihrer Bilder auf Spurensuche nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten ging. Das digitale und technische Konzept wurde von Friedhelm Bruns, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fach Musikpädagogik, entwickelt und durchgeführt.

Die Onlineveranstaltung war mit über 100 Anmeldungen ein voller Erfolg und wird sicherlich nicht das letzte digitale Kooperationsprojekt gewesen sein, sind sich die Organisator*innen sicher.

Weitere Informationen finden Sie hier bzw. unter "Ohrhäppchen".

Das Projekt "Digitale interaktive Orgelkonzerte" ist ein praktsicher Teil im Kontext des Promotionsprojekts zur Orgelmusikvermittlung bzw. ein Angebot des Faches Musik der Universität Vechta im Rahmen der Konzertvermittlung.

Am 08. Mai fand die Premiere des ersten digital-interaktiven Orgelkonzerts für Kinder „Orgelbauer Fröhlich und die musikalische Zeitreise“ live aus dem St.-Paulus-Dom per Zoom statt. Friedhelm Bruns moderierte als „Orgelbauer Fröhlich“ durch das Konzert, das Domorganist Thomas Schmitz auf der Orgel improvisierte.

Die Zeitreise beginnt in 10... 9... 8... 7... 6... 5... 4... 3... 2... 1... !“ – Der leicht schusselige Orgelbauer Fröhlich hatte mal wieder eine Wahnsinns-Idee: Er hat eine Zeitmaschine namens Gertrude gebaut, die es ihm ermöglicht, auf eine musikalische Zeitreise zu gehen und verschiedene Orte zu besuchen. Doch diese Reise unternimmt er nicht alleine – das Publikum steigt digital mit ein und entscheidet per Abstimmung darüber, welche Station als nächstes angeflogen wird. Bei jeder Station wartet neben klassischen Reiseaktionen virtuos improvisierte Orgelmusik auf das Publikum.

Das Konzertformat schöpft die musikvermittelnden Möglichkeiten von Konzerten für Kinder im digitalen Raum aus, indem sowohl digitale als auch analoge Interaktionsformen miteinander kombiniert und die Grenzen von hybriden Konzerten erweitert werden. Mithilfe des interaktiven Storytellings (bekannt aus Gaming, Medien und Film) wird das Publikum als Akteur in das Konzert maßgeblich einbezogen und schafft damit neue Identifikationsmöglichkeiten zur Orgelmusik.

Friedhelm Bruns (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fach Musik) entwickelte das Konzept gemeinsam mit Prof. Dr. Kai Koch und organisierte das Konzert in Kooperation mit der Dommusik Münster.

Das nächste Konzert findet am 10. September 2021 im Rahmen der digitalen Tagung „Orgel und Musikvermittlung“ an der Universität Vechta live aus der Kirche St. Viktor (Damme) mit dem renommierten Organisten Prof. Tomasz A. Nowak (Detmold, Münster) statt.


Forschungsprojekte

Im Projekt ZuLaMu werden Gelingensbedingungen für Ensemblearbeit in ländlichen Räumen erarbeitet, indem im ersten Schritt Leuchtturmprojekte analysiert und anschließend in Workshopformaten mit weiteren Ensembles umgesetzt werden. Diese Transformationsprozesse werden mittels der Dokumentarischen Methode qualitativ analysiert.

Das Projekt wird von Prof. Dr. Thade Buchborn (Musikhochschule Freiburg) geleitet; Teilprojekte leiten Prof. Dr. Kai Koch (Universität Vechta) sowie Prof. Dr. Wolfgang Lessing (Musikhochschule Freiburg).

Drittmittelprojekt: Gefördert wird dieses Projekt vom BMEL im Rahmen Förderlinie "Faktor K".

ViVerA hat sich zum Ziel gesetzt, 1.000 neue Freiwillige für ein Engagement in der Altenpflege zu gewinnen und gewann den Ideenpreis des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufenen Ideenwettbewerbs "Gesellschaft der Ideen" und wurde im August 2021 zur Förderung in der Erprobungsphase ausgewählt.

Das Projekt wird von Prof.in Dr.in Vanessa Mertins (Universität Vechta) geleitet; Teilprojekte leiten Prof. Dr. Kai Koch (Universität Vechta) sowie Prof.in Dr.in Elke Kalbe (Universität Köln).

Drittmittelprojekt: Gefördert wird dieses Projekt vom BMBF im Rahmen des Ideenwettbewerbs "Gesellschaft der Ideen".

Gemeinsam mit Prof. Dr. Alexander Wormit von der SRH Heidelberg arbeitet Prof. Dr. Kai Koch an einer bundesweiten Befragung von Alteneinrichtungen, um das Potenzial von musikbasierten Angeboten besser einschätzen zu können. Diese Erhebung ist eingebunden in Aktivitäten der Bundesinitiative Musik und Demenz.

Drittmittelprojekt: Gefördert werden die Erhebung und Aufarbeitung der Ergebnisse sowie eine Tagung in Heidelberg von der Volker Homann-Stiftung Freiburg.


In dem EU-Projekt „ReKuTe – Partizipative Wissenschaft für Region, Kultur und Technik“ wurden in den Jahren 2018 bis 2020 unter der Leitung von Prof. Dr. Theo Hartogh an mehreren nordwestdeutschen Hochschulen Möglichkeiten des Wissenstransfers in die Gesellschaft erarbeitet. Ziel war es, unterschiedliche Menschen an Wissenschaft, Bildung und Kultur teilhaben zu lassen (www.wissen-teilen.eu/unsere-projekte/rekute-region-kultur-und-technik). Ergebnisse des Teilprojekts „Musik und Demenz“, in dem die Teilhabe von demenziell veränderten Menschen an Kunst und Kultur im Mittelpunkt standen, sind zu finden unter www.demenzundmusik.de.

Drittmittelprojekt: Das Verbundprojekt wurde durch das Land Niedersachsen und die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.