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Prof. Dr. Vanessa Mertins

Professur Management Sozialer Dienstleistungen; Fachsprecherin
Neuer Markt 32
49377 Vechta

T 320
+49. (0) 4441.15 329
Portrait von Vanessa Mertins

Vanessa Mertins studierte Mathematik, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsdidaktik an der TU Kaiserslautern, der Universität des Saarlandes sowie der University of Newcastle-upon-Tyne. Anschließend lehrte und forschte sie an der Universität des Saarlandes sowie am Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der Europäischen Union (IAAEU) der Universität Trier. Im Jahr 2009 wurde sie an der Universität Gießen mit einer Arbeit über prozedurale Fairnesspräferenzen zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften (Dr. rer. pol.) promoviert. Im Jahr 2015 erfolgte der Ruf an die Universität Vechta auf die Professur für Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Management sozialer Dienstleistungen.

WiSe 2021/2022

SoSe 2021

WiSe 2020 / 2021

SoSe 2020

WiSe 2019 / 2020

SoSe 2019

WiSe 2018 / 2019

SoSe 2018

WiSe 2017 / 2018

 

SoSe 2017

 

WiSe 2016 / 2017

 

SoSe 2016

 

WiSe 2015 / 2016

 

SoSe 2015

  • DL-7.1: Grundlagen des Managements 
  • DL-7.1: Grundlagen des Managements für Einrichtungen Sozialer Dienstleistungen 

 

Laufend

  • Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten sowie Promotionen.

Deutscher Hochschulverband (DHV)

Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung (GfeW)

Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre (VHB)

Verein für Socialpolitik (VfS)

In Absence of Money: A Field Experiment on Volunteer Work Motivation. Experimental Economics, (2020), 1-33. doi.org/10.1007/s10683-020-09686-4 (mit Christian Walter)

Measuring the Indirect Effects of Adverse Employer Behaviour on Worker Productivity: a Field Experiment. The Economic Journal, 130(632), (2020), 2546-2568. doi.org/10.1093/ej/ueaa038 (mit Matthias Heinz, Sabrina Jeworrek, Heiner Schuhmacher, & Matthias Sutter)

Wage delegation in the field. Journal of Economics & Management Strategy, 28(4), (2019), 656-669. https://doi.org/10.1111/jems.12313 (mit Sabrina Jeworrek)

Workers’ participation in wage setting: a gift-exchange experiment. Journal of Economic Psychology, 56, (2016), 151-162. doi.org/10.1016/j.joep.2016.07.002 (mit Jörg Franke, & Ruslan Gurtoviy)

When the meaning of work has disappeared: experimental evidence on employees’ performance and emotions. Management Science, 63(6), (2016), 1696-1707. doi.org/10.1287/mnsc.2016.2426 (mit Adrian Chadi, & Sabrina Jeworrek)

Does participation increase outcome acceptance? Evidence from a power-to-take experiment. Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, 235(6), (2015), 584-607. doi.org/10.1515/jbnst-2015-0605 (mit Max Albert)

Do overconfident workers cooperate less? The relationship between overconfidence and cooperation in team production. Managerial and Decision Economics, 36(4), (2015), 265-274. doi.org/10.1002/mde.2667 (mit Wolfgang Hoffeld)

Greedy and selfish? Differences in fairness preferences of prospective lawyers and managers. German Journal of Human Resource Management, 28(4), (2014), 410-431. doi.org/10.1177/239700221402800405 (mit Susanne Warning)

Risk-sorting and preference for team piece rates. Journal of Economic Psychology, 34, (2013), 285-300. doi.org/10.1016/j.joep.2012.10.010 (mit Agnes Bäker)

The effects of individual judgments about selection procedures: results from a power-to-resist game. The Journal of Socio-Economics, 42, (2013), 112-120. doi.org/10.1016/j.socec.2012.11.010 (mit Henrik Egbert, & Tanja Könen)

Genetic susceptibility for individual cooperation preferences: the role of monoamine oxidase a gene (MAOA) in the voluntary provision of public goods. PLoS One, 6(6), (2011), e20959. doi.org/10.1371/journal.pone.0020959 (mit Andrea B. Schote, Wolfgang Hoffeld, Michele Griessmair, & Jobst Meyer)


On the potential of promoting healthy behavior with small repeated commitment betting
Ido Erev, Gal Lifshitz, Yefim Roth, Maximilian Hiller, Stefan Klößner, Vanessa Mertins

The motivational effect of detailed job references for volunteers – Evidence from a field experiment on intergenerational cooperation
Ido Erev, Devin Kwasniok, Bernd Josef Leisen, Vanessa Mertins

It wasn't me – unfair decision making and not standing up for it
Robert Gillenkirch, Torben Kölpin, Vanessa Mertins

Overcoming peer pressure to drink
Manuel Hoffmann, Bernd Josef Leisen, Vanessa Mertins

Gift-exchange in society and the social integration of refugees: evidence from a field, a laboratory, and a survey experiment
Sabrina Jeworrek, Bernd Josef Leisen, Vanessa Mertins
zum Working Paper

Better a woman than a skilled man? Two field experiments on gender based discrimination in the childcare market
Bernd Josef Leisen, Vanessa Mertins, Christian Walter

Diskriminierung Geflüchteter am deutschen Mietwohnungsmarkt und das Integrationspotential von Festanstellungen, gemeinnütziger Beschäftigungsalternativen und einheimischen Unterstützer*innen
Bernd Josef Leisen, Vanessa Mertins, Christian Walter


Digitale Erhebung körperlicher Aktivität bei Menschen mit und ohne Typ-2-Diabetes zur Förderung gesundheitsbewusster Verhaltensweisen (ActiVAtE)

Fördersumme: 1.192.231€
Koordinatoren: Prof. Dr. Vanessa Mertins
Beteiligte Universitäten: Universität Vechta

In Deutschland sind aktuell schätzungsweise 6,7 Millionen Erwachsene von Diabetes betroffen. Grund für eine Erkrankung an Typ-2-Diabetes kann eine genetische Veranlagung sein, aber auch Risikofaktoren der Lebensgewohnheiten wie Bewegungsmangel. Bislang gibt es allerdings keine gesicherten Daten darüber, wie Bewegung oder ein Mangel daran auf diagnostizierte oder unerkannte Diabetes einwirkt. Hier setzt das Verbundprojekt ActiVAtE („Activity Tracking Data to Understand Volition, Attrition and Engagement towards Healthy Behaviors in Diabetic Patients and Controls”) unter der Leitung der Universität Vechta an: Mittels des Gebrauchs von Fitnessarmbändern soll eine Datenbasis geschaffen werden, die interdisziplinär und für weitere Forschungsfragen genutzt werden kann.

ActiVAtE verwendet standardisierte und kalibrierte Fitnessarmbänder in Verbindung mit einer Smartphone-App. So wird die Aktivität der Proband*innen gemessen und Trainingsunterstützung gegeben. „Wir erhalten so verhaltensbezogene Daten, die unmittelbar im Moment des Entstehens erfasst werden“, erläutert Projektleiterin Prof.in Dr.in Vanessa Mertins. „Dadurch wird es möglich, gezielt und individuell Unterstützungen wie beispielsweise Erinnerungen und Rückmeldungen zum Bewegungsverhalten zu geben. Außerdem werden wir umfangreiche Befragungen durchführen.“ Um die so erzeugten großen Datenmengen analysieren zu können, werden spezifische Big Data-Ansätze verwendet. Fragestellungen, die dabei ebenfalls behandelt werden, betreffen die Tauglichkeit von Fitnessarmbändern zur objektiven Langzeitmessung von körperlicher Aktivität, die Frage, ob Lifestyle-Veränderungen bei (Prä-)Diabetikern durch den Einsatz von Fitnessarmbändern gefördert werden können oder welche Interventionen bei welchen Probandengruppen positive Effekte hervorrufen. Das Projekt wird im 4. Quartal 2019 starten und nach einer einjährigen begleitenden Datenerhebung der körperlichen Aktivität von Proband*innen 2021 erste Ergebnisse aufweisen können.

Das Forschungsprojekt wird im Rahmen der Ausschreibung „Big Data in den Lebenswissenschaften der Zukunft“ vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung für drei Jahre mit 1.192.231 Euro gefördert.

Mehr Infos

 

Monetäre Anreize und der Wert wiederholter Wetten für die Erreichung persönlicher Ziele

Koordinatoren: Prof. Dr. Vanessa Mertins, Prof. Dr. Ido Erev
Beteiligte Universitäten: Universität Vechta, Technion Haifa (Isreal)

Die aktuelle Forschung untersucht die Bedingungen, unter denen monetäre Anreize Menschen helfen können, gesündere Entscheidungen zu treffen und ihre persönlichen Ziele zu erreichen. Ausgangspunkt unserer Analyse bildet die Existenz eines Planungs-Umsetzungs-Defizits: Personen weisen bei Planungsentscheidungen eine hohe Sensitivität gegenüber seltenen Ereignissen auf, aber in ihren Umsetzungsscheidungen spiegelt sich eine Verzerrung ins Gegenteil wider: Die Untergewichtung seltener Ereignisse deutet auf eine Abhängigkeit von nur wenigen Vergangenheitsbeobachtungen hin. Beispielsweise planen Personen die Aufnahme einer sportlichen Aktivität, die ihre Gesundheit fördern und ihnen zugleich Spaß machen soll, aber schon wenige Fehlschläge beim Versuch, dieses wichtige Ziel zu erreichen, führen zur Nicht-Umsetzung.

In der vorliegenden Analyse werden zwei negative Implikationen und eine positive des Planungs-Umsetzungs-Defizits beleuchtet. Die negativen Implikationen resultieren aus der Tendenz, sich auf kleine Erfahrungsstichproben aus der Vergangenheit zu stützen. Diese Tendenz impliziert eine sinkende Effektivität monetärer Anreize, wenn das Ergebnis des gewünschten Verhaltens nur schwer zu erkennen ist und die Wirkung von monetären Anreizen mit Ablauf der Intervention deutlich nachlässt. Die positive Implikation beinhaltet die Möglichkeit, kosteneffektive Bindungsmechanismen zu gestalten. Wenn Personen seltene Ereignisse besonders stark in Planungsentscheidungen berücksichtigen, dann sollte es möglich sein, ein Bindungsinstrument basierend auf wiederholten Wetten zu entwickeln, das sie gerne nutzen, um ihren ursprünglichen Plan umzusetzen.

Das geplante Forschungsprojekt soll das Potential solcher wiederholter Wetten in einem kontrollierten Laborexperiment und drei Interventionsstudien im Feld aufdecken. Die Effektivität des wiederholten Wettens wird in allen vier Studien verglichen mit Bonuszahlungen und einmaligen

 

Interreg VB NSR: LIKE! Building a Local Digital Innovation Culture

Fördersumme: 339.613 €
Koordinatoren: Stadt Groningen
Beteiligte Universitäten: Universität Vechta 

Ziel des Projektes ist die Schaffung einer digitalen Innovationskultur in Kommunen im Nordseeraum Europas. LIKE! wird zu 50 Prozent aus dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung finanziert.

Die Projektpartner sind die Universität Vechta, die Stadt Rotterdam und die Provinz Drenthe in den Niederlanden, die Kommune Aalborg in Dänemark, der Angus Council in Schottland, der Suffolk County Council in England und die Stadt Roeselare in Belgien. Die Leitung des Projektes liegt bei der Stadt Groningen.

Die Beteiligten Institutionen tauschen ihr Wissen aus und entwickeln gemeinsam innovative Anwendungen, die bei allen beteiligten Kommunen eingeführt werden können.

Mehr Information hier (Stadt Vechta) und hier (EU-Seite LIKE!)

Der Projektschwerpunkt seitens des Lehrstuhls Management sozialer Dienstleistungen liegt in der Analyse verhaltensökonomisch motivierter Maßnahmen von Bürgerbeteiligungen am Beispiel digitaler Innovationen öffentlicher und sozialer Dienstleistungen. Weiteres hier

LIKE! ist ein Thinking Growth Projekt, kofinanziert durch das Rahmenprogramm Interreg VB North Sea Region. Übergeordnetes Ziel von LIKE! ist es, diverse Ausgestaltungsmechanismen des e-Governments für öffentliche Dienstleistungen u.a. im ländlichen Raum analysieren und fördern. Neben der Anwendung von Chatbots, Blockchains geht es darum, öffentliche Dienste wirksamer, wirtschaftlicher und insbesondere bürgerfreundlicher zu gestalten. Welche Bedeutung dabei die Mithilfe und Stimme aber auch das Vertrauen der Bürger in die lokale Regierung hat, untersucht dabei der Lehrstuhl Management Sozialer Dienstleistungen. Mittels Bürgerbeteiligungen zur Etablierung eines Smart City Dashboards für die Stadt Vechta soll die Engagementbereitschaft im ländlichen Raum zu e-Government untersucht werden.

Ausrichtung von Social Hackathon unter Einbindung von Bürgern, Studierenden und der Wirtschaft. Weiteres hier

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EU wide policies such as the Digital Agenda for Europe have set a broad transnational framework with the aim of facilitating the development of innovative digital services. Thus, the project Thinking Growth project LIKE!, co-financed by, aims to significantly enhance the capacity of the public sector to facilitate and deliver services with innovative solutions for improved public service delivery. Thereby, the chair of Management of Social Services analyses how such a provision of public e-services, e.g. GIS, Smart City Dashboards etc. can be optimized in terms of increased citizen participation in and satisfaction with e-governmental services. Using behavioural experiments, the design and potential of citizen engagement in democratic processes of e-governmental developments will be focused.

Presse-Artikel
Social Hackathon
DKMS-Event

 

Interreg VB NSR: Stronghouse

Laufzeit: 2020-2022
Koordinatoren: Vivien Breitrück, Vanessa Mertins

Abstract
The North Sea Region is an economic powerhouse, with a high level of resource consumption and carbon emissions. The region has a large renewable energy potential and housing in the region has a huge potential for energy efficiency. However, the current level of adoption is not sufficient to meet the challenge of climate change and leaves much potential of eco-enterprise underdeveloped. Stronghouse takes up this challenge by analyzing the differences in financial and regulatory frameworks, housing cultures and strategies for citizen involvement. In a series of a large-scale field experiment, the chair of Management of Social Services will use smart metering and smartphone application in order to analyse if smart metering deliver benefits from individual energy efficiency change by merely applying the system or do even other factors like feedback information on own or other citizens’ energy use, active citizen engagement etc. trigger citizens’ energy saving efforts? Can monetary or non-monetary incentives support goal attainment?In sum, we expect the following positive outcomes for individuals and society:

  1. Correction of awareness bias on citizens in-home energy saving,
  2. Exploring alternative ways of citizens in-home energy saving,
  3. Active citizen participation on governmental climate change targets,
  4. Measurable energy savings

Keywords:
field experiment, energy saving behaviour, smart meter, behavioural economics

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Stronghouse ist ein Green Economy Projekt, kofinanziert durch das Rahmenprogramm Interreg VB North Sea Region. Stronghouse hat zum Ziel, das Energiekonsumverhalten privater Haushalte als Ressource der CO2-Reduzierung zu untersuchen und damit Maßnahmen zu generieren, die eben jene Haushalte zu energetischer Bausanierung, Smart Meter Ausstattung oder auch Nutzung erneuerbarer Energien bewegen sollen.

In Zusammenarbeit mit der Klimastadt Bremerhaven analysiert der Lehrstuhl Management Sozialer Dienstleistungen dabei Bedingungen und verhaltenskompatibel Gestaltungsmechanismen von Smartphone Energietracking-Apps und intelligenter Energiesystemen (Smart Meter), womit es den privaten Haushalten Bremerhavens und des Landkreises Vechta gelingen soll, den Energieverbrauch selbstbestimmt zu managen und zu reduzieren.



Wissenschaftliche Fachzeitschriften: International Review of Economics; International Review of Economics Education; Journal of Economic Behavior & Organization; Journal of Economic Psychology; Journal for Labour Market Research; Journal of Law, Economics and Organization; Journal of Economic Psychology; Managerial and Decision Economics; Zeitschrift für Personalforschung.

Wissenschaftliche Tagungen und Organisationen: German-Israeli Foundation for Scientific Research and Development (GIF); Herbstworkshop der Kommission Personal; Jahrestagung des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre; Personalökonomisches Kolloquium; Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)

Studiengang MSD erhält Preis "Fokus Vechta"

Den Preis „Fokus Vechta“ überreichte Bürgermeister Gels an Professorin Dr. Vanessa Mertins und Vivien Breitrück stellvertretend für den Studiengang Management Sozialer Dienstleistungen. Studierende und Lehrende hatten sich in verschiedenen Projekten nach dem Motto „Integration und Menschlichkeit statt Ausgrenzung und Hass“ für die Bedürfnisse von Menschen in Vechta engagiert. Sie organisierten gemeinsam mit Flüchtlingen eine Typisierungsaktion für die Deutschen Knochenmarkspenderdatei, bei der sich 178 Menschen für den Kampf gegen Blutkrebs typisieren ließen. Durch Fundraising kamen außerdem 1.667,40 Euro für die DKMS zusammen. Auch beim Charity-Walk der Ahmadiyya-Gemeinde Vechta engagierten sich Vertreter des Fachs. Durch die Aktion konnten die Kinderherzhilfe Vechta, die Lohner Tafel sowie die Menschenhilfsorganisation Humanity First finanziell unterstützt werden. Außerdem riefen acht Studierende des Studiengangs eine Spendenaktion für die Kinderherzhilfe ins Leben. Sie gestalteten Grußkarten mit Mandala-Motiven, die sie nach dem „Pay what you want“-Prinzip für den guten Zweck verkauften. Im Hintergrund des Engagements steht aber handfeste Forschung: Bei der Grußkarten-Aktion beispielsweise untersuchten die Studierenden, wie sich das Wissen um den Verwendungszweck der Spenden auf das Engagement, möglichst viele Karten zu malen, auswirkt. Gels lobt das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger und überreichte Professorin Dr. Vanessa Mertins und Vivien Breitrück eine Urkunde. Außerdem erhält der Studiengang ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro.

In seiner Ansprache ging Gels auf die die positiven Entwicklungen des attraktiven Wirtschafts- und Bildungsstandorts Vechta ein. Von Projekten der Stadtentwicklung wie etwa der Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes profitiere auch der Universitätsstandort Vechta, sagte Gels. Neben der neuen Brücke, einem wichtigen Infrastrukturprojekt unter anderem für den Radverkehr, lässt die Stadt unter anderem eine neue Mobilitätsstation mit einem Fahrrad-Parkhaus errichten, das auch von vielen Studierenden genutzt werden kann. Auch Uni-Präsident Schmidt fand lobende Worte für dieses Projekt.

Direkt profitiere die Universität von der Modernisierung des Sportplatzes an der Universitätsstraße, berichteten Gels und Schmidt. Die Stadt finanziert hier den Bau von modernen Leichtathletikanlagen, die auch im Vereinssport genutzt werden sollen. Dies sei ein Projekt, bei dem die Interessen beider Seiten berücksichtigt werden würden, sagte Schmidt. Kooperationen gebe es auch beim Thema Digitalisierung. Universität und Stadt arbeiteten im EU-Förderprojekt Interreg „Like! – Building a local digital innovation culture“ gemeinsam an digitalen Lösungen etwa im Umgang mit einem knapper werdenden Flächenangebot, erläuterte der Universitäts-Präsident: „Die Digitalisierung und den Fortschritt zu begleiten, ist eine große Chance für unsere Region.“   

Bei einem anschließenden Mittagsimbiss und Musik von Professor Wolfgang Mechsner und Kreismusikschulleiter Rainer Wördemann klang der Empfang mit einem geselligen Austausch aus. Mittendrin war auch die neue Artist in Residence. Die freischaffende Künstlerin Iris Keller sammelte erste Impressionen für ihr Projekt. Sie wird Vechta gemeinsam mit einer Pferdefigur sechs Wochen lang unter dem Titel „Hottehü oder die Entdeckung der Langsamkeit. Wahrnehmung von Geschwindigkeit gestern und heute“ erkunden und erleben. Iris Keller wird die Menschen in Vechta kennenlernen und sie interviewen, wie sie die Geschwindigkeit in der Stadt wahrnehmen. Aus dem gesammelten Material schreibt die Künstlerin, die im Bereich des zeitgenössischen Figurentheaters tätig ist und darüber hinaus Erfahrungen im Schreiben hat, Texte für ihre Abschlussperformance.


Prof. Dr. Vanessa Mertins erhält den VHB Best Paper Award 2017

Vanessa Mertins hat gemeinsam mit ihren Ko-Autoren Adrian Chadi (Universität Trier) und Sabrina Jeworrek (Universität Halle/IWH) den VHB Best Paper Award 2017 für das Forschungspapier „When the Meaning of Work Has Disappeared: Experimental Evidence on Employees‘ Performance and Emotions“ erhalten. Mit dieser Auszeichnung des besten Papiers würdigt der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e.V. (VHB) jährlich eine bemerkenswerte internationale Publikation.
Die Arbeit konnte sich in einem mehrstufigen Auswahlprozess im Wettbewerb mit Publikationen aus allen Teilgebieten der Betriebswirtschaftslehre durchsetzen. Der Preis wurde im Rahmen des Konferenzdinners der 79. Wissenschaftlichen Jahrestagung des Verbandes am 8. Juni in St. Gallen verliehen. Das Papier ist gerade in der aktuellen Ausgabe der international renommierten Zeitschrift Management Science („A+“-Ranking nach VHB-Jourqual) erschienen. 

Die Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie Arbeitsleistung beeinflusst wird, wenn sich ein Projekt im Nachgang als gescheitert und die zuvor geleistete Arbeitsanstrengung als weitestgehend sinnlos herausstellt. Die Messbarkeit und Identifikation von Kausalzusammenhängen zwischen wahrgenommener Sinnhaftigkeit von Arbeit und der Motivation von Mitarbeitern gestaltet sich problematisch, weshalb kaum empirische Evidenz vorliegt, insbesondere nicht im Kontext realer Arbeitsbeziehungen. Die Untersuchung der konkreten Fragestellung wurde möglich, da ein mit großem Aufwand gestartetes Inventarisierungsprojekt von Geschäftsberichten große Lücken aufzeigte und somit nicht, wie ursprünglich geplant, für wissenschaftliche Zwecke genutzt werden konnte. 

Auf Basis einer experimentellen Variation erhielt ein Teil der mehr als einhundert für das Projekt eingestellten Inventarisierungshilfen die Information, dass die Tätigkeit als solche unnütz war wohingegen anderen Teilnehmern diese Information verwehrt blieb. Diejenigen, die über den Nachgang des Projekts informiert wurden, reagierten enttäuscht und leisteten bei der Bearbeitung einer anschließenden Aufgabe signifikant weniger als jene Mitarbeiter, die ihre zuvor ausgeführte Tätigkeit noch immer als sinnhaft wahrnahmen. Da das Archiv an sich zwar keinen Wert hatte, sehr wohl aber die im Rahmen der Archivierung erzeugten Daten, konnte zusätzlich gezeigt werden, dass ein alternativer Sinn einer Tätigkeit die negative Wirkung durch den Verlust des eigentlichen Projektzwecks kompensiert – eine für die betriebliche Praxis durchaus relevante Erkenntnis. Die Ergebnisse bekräftigen die Bedeutsamkeit sinnstiftender Tätigkeiten, die im Rahmen der Personalforschung zur Rolle nicht-monetärer Anreize zunehmend Aufmerksamkeit erfährt. Darüber hinaus bietet die Studie nützliche Erkenntnisse für die betriebliche Personalführung.

Link zum Papier: pubsonline.informs.org/doi/abs/10.1287/mnsc.2016.2426


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Petra Tecker

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