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Internationales Interesse: Südkoreanischer Radiosender an der Universität Vechta

07.10.2019

Der südkoreanische Radiosender BeFM beschäftigt sich in einer Dokumentation mit erfolgreichen Projekten in Europa zum Thema Einkommen und Nachhaltigkeit in Fischergemeinden. Daher hat sich ein Produzent des Senders am 4. Oktober 2019 für ein Interview mit Beteiligten des Projekts „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen an der Universität Vechta getroffen.

Fischerdörfer in Südkorea stehen vor großen Herausforderungen durch Abwanderung der jungen Bevölkerung und Nachwuchsmangel in der Fischereibranche. Die Radiodokumentation des südkoreanischen Senders aus Busan, der zweitgrößten Stadt des Landes, beschäftigt sich daher mit dem Projekt „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta. Dieses wurde im Frühjahr 2019 vom Netzwerk der europäischen Fischwirtschaftsgebiete (FARNET) als Good-Practice-Beispiel ausgewählt und neben anderen europäischen Projekten für die Radiodokumentation empfohlen.

Am 4. Oktober 2019 traf sich der Produzent von BeFM, Hyunjoon Jang, für ein Interview mit der Projektleitung, Frau Prof.inDr.in Martina Flath, der Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen Dr.in Gabriele Diersen sowie der Projektmanagerin Frau Annemarie Castillo. Im Fokus des Gesprächs standen die Ziele und Hintergründe für die Förderung eines Bildungsprojektes zum Thema Fischwirtschaft und die Herangehensweise und Erfolge des Projektes „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“.

Die drei Wissenschaftlerinnen zeigten sich sehr erfreut, dass das Projekt an der Universität Vechta eine überregionale, internationale Reichweite hat und sie ihre Erfahrungen aus der Bildungsarbeit an die südkoreanische Delegation weitergeben konnten. „Es ist ein langsamer Prozess, Schule und Wirtschaft miteinander zu vernetzen. Nur im gegenseitigen Vertrauen öffnen sich die Türen“, sagte Frau Annemarie Castillo.

Ziel des Projektes „Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ ist es, Kinder und Jugendliche in der Region über die Fischwirtschaft vor Ort zu informieren und ein stimmiges, vernetztes Bildungsangebot vor Ort zu schaffen. „Es ist wichtig, den Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Region zu geben, in der sie leben. Das betrifft vor allem die Natur und die Wirtschaft. Wie hier die Fischwirtschaft an der Nordseeküste“, sagt Frau Prof.inDr.in Martina Flath, „Daher möchte ich gerne einen Appell an unsere Lehrkraftskolleginnen und -kollegen in Südkorea mitgeben: Versuchen Sie, so oft wie möglich mit den Schülerinnen und Schülern aus der Schule raus zu gehen, originale Begegnungen zu ermöglichen, denn das ist die wahre Realität, der wirkliche Alltag.“

In der ersten Projektphase von Oktober 2017 bis Oktober 2019 wurden in Neuharlingersiel, Greetsiel und Cuxhaven außerschulische Lernorte auf einem Fischkutter, in einem Fischereihafen und im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ausgewählt und zu Lernstandorten ausgebaut. Im Zentrum der zweiten Projektphase bis Oktober 2022 stehen die Verstetigung der neuen Bildungsangebote an den außerschulischen Lernorten sowie die Weiterentwicklung und der Aufbau neuer Lernorte im Projektgebiet. Zudem soll ein Bildungsnetzwerk zum Thema Fischwirtschaft aufgebaut werden.

Lernen für die Zukunft: Raus auf den Bauernhof

15.10.2019

Internationaler Kongress Green Care & 4. Tagung der Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof

Vom 8. bis 10. Juli 2019 fand an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien ein spannender Kongress mit mehr als 25 Workshops und Vorträgen statt, in denen neueste Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis aufgezeigt wurden und die Teilnehmenden einen Überblick über die unterschiedlichen Herangehensweisen in Österreich, Deutschland, Niederlande, Italien, Norwegen und den USA erhielten.

Das Kompetenzzentrum Regionales Lernen am ISPA der Universität Vechta war mit fünf Personen vor Ort. In dem Vortrag "Globales und Regionales Lernen auf dem Lernort Bauernhof - zwei Seiten einer Medaille?" beleuchteten Prof'in Dr'in Martina Flath und Dr. Gabriele Diersen mit Thomas Hoffmann in einem dialogischen Format Bezüge ihrer Forschung zum Lernort Bauernhof. Die Promotionsarbeiten von Lena Beyer und Christian Tiller wurden in dem Workshop "Außerschulisches (regionales) Lernen - Lernorte und Lernprozesse gestalten" präsentiert. Auf dem Markt der Möglichkeiten wurden Arbeitsspektrum, aktuelle Forschungsarbeiten und Praxisprojekte von Hannah Hertema präsentiert. Zugleich war die Reise der Auftakt zu einer neuen ERASMUS+ - Partnerschaft mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien. Ein Arbeitstreffen mit der Hochschulleitung sowie Personen aus Forschung, Lehre und Transfer legte den Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit.

Ergänzt wurden die Vorträge durch forschungs- und praxisorientierte Workshops zu verschiedenen „Schule am Bauernhof“-Programmen. Darüber hinaus bot ein reichhaltiger „Markt der Möglichkeiten“ interessante Informationen und Materialien sowie die Gelegenheit Kontakte zu knüpfen und Ideen auszutauschen an.

Am dritten Tagungstag konnten die Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer auf verschiedenen Lernorten praktische Erfahrungen vor Ort sammeln.

Der Rektor der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Dr. Thomas Haase betonte, dass der Bauernhof einen idealen Lernort für Kinder und Jugendliche darstellt, um Landwirtschaft mit allen Sinnen zu erfahren. „Kinder und Jugendliche erleben hier die Vielfalt der Lebensmittelerzeugung vor Ort. Sie lernen das Zusammenspiel von Menschen, Natur und Kultur im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie kennen. Dabei werden sie motiviert, sich ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit zu stellen und eigene Gestaltungskompetenz zu entwickeln“, so der Rektor.

Internationaler Forschungskongress Green Care & 4. Tagung der Wissenschaftsinitiative zum Lernort Bauernhof - Lernen für die Zukunft: Raus auf den Bauernhof

08.-10.07.2019

Wir freuen uns sehr, einen spannenden Kongress mit einem vielfältigen Programm anbieten zu können, der sich um das Thema Lernort Bauernhof und Green Care drehen wird.

Bei den Vorträgen und Workshops können Sie sich über wissenschaftliche Erkenntnisse informieren, einen Überblick über unterschiedliche Herangehensweisen in vielen europäischen Ländern und der USA bekommen, praxisorientierte Workshops zu vielen „Schule am Bauernhof“-Programmen besuchen und vieles mehr.

Am reichhaltigen „Markt der Möglichkeiten“ werden Sie sich mit interessanten Informationen und Materialien versorgen, Kontakte knüpfen und Ideen austauschen können.

Und am Exkursionstag heißt es dann für die KongressteilnehmerInnen „Raus auf den Bauernhof“, um praktische Erfahrungen vor Ort zu sammeln.

Programm:

8. Juli 2019

13:00 Uhr
Ankunft und Registrierung

14:00 Uhr
Eröffnung und Begrüßung
Rektor Dr. Thomas Haase
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

Ein erster Blick auf den Lernort Bauernhof
Aus der Perspektive der Landwirtschaftskammern Österreichs, eines „Schule am Bauernhof“-Betriebes, der Forschung zum Lernort Bauernhof sowie von PädagogInnen und SchülerInnen

14:30 Uhr
Bedeutung und Möglichkeiten von Naturerfahrungen für Kinder und Jugendliche am Lernort Bauernhof
Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Universität Hamburg (Deutschland)
Keynote mit anschl. Diskussion

16:00 Uhr
Schule am Bauernhof: „So läuft's in den unterschiedlichen Ländern“ Österreich, Deutschland, Schweiz, Südtirol
Roundtable

17:00 Uhr
Pause

17:30 Uhr
Aus verschiedenen Blickwinkeln: parallele Vorträge und Workshops

Globales Lernen und Regionales Lernen auf dem Lernort Bauernhof - zwei Seiten einer Medaille?
Prof. Dr.in Martina Flath, Dr.in Gabriele Diersen, Universität Vechta (Deutschland)
Dr. Thomas Hoffmann, Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Deutschland)
Vortrag mit Diskussion für Interessierte und WissenschaftlerInnen

Soziale Landwirtschaft in Europa – Trends, Chancen und Herausforderungen
Michael Kügler, EU-Verbindungsbüro Brüssel der Landwirtschaftskammern (Belgien)
Vortrag mit Diskussion für Intererssierte und MultiplikatorInnen

Farm eduaction - how can it become a success for all stakeholders?
Marjolein Elings, MSc, Universität Wageningen (Holland)
Vortrag mit Diskussion für Interessierte und LandwirtInnen

Is there any better place to impart competences than a farm?
Asgeir FØyen, AbildsØ gård (Norwegen)
Vortrag mit Diskussion für Interessierte und PädagogInnen

Projekt Schmatzi – Essen mit allen Sinnen genießen.Materialien zur kreativen Unterrichtsgestaltung
Katharina Putzer, BEd MSc, Ländliches Fortbildungsinstitut Tirol (Österreich)
Interaktiver Workshop* für Interessierte und PädagogInnen der Primärstufe

19:00 Uhr
Get together – ins Gespräch kommen (mit Buffet)

 

9. Juli 2019

08:30 Uhr
Gemeinsamer Einstieg in den 2. Tag

09:00 Uhr
Lernen für die Zukunft I: parallele Vorträge und Workshops

Potentiale der Gartenpädagogik
Moderation: Dr. Malte Bickel, Zentrale Koordinierungstelle „Transparenz schaffen“ (Deutschland)
WissenschaftlerInnen präsentieren ihre Forschungsarbeiten

Außerschulisches (regionales) Lernen: Lernorte und Lernprozesse gestalten
Moderation: Dr.in Gabriele Diersen, Universität Vechta (Deutschland)
WissenschaftlerInnen präsentieren ihre Forschungsarbeiten

Land- und Forstwirtschaft in Österreich, Wanderausstellung
Gabriel Meusburger, Wirtschaftsmuseum (Österreich)
Interaktiver Workshop* für Interessierte und PädagogInnen der Primärstufe

Lebensgrundlage Boden begreifen - kreative Zugänge
Dr.in Sigrid Schwarz, Österreichische bodenkundliche Gesellschaft (Österreich)
Interaktiver Workshop* für Interessierte und PädagogInnen der Primärstufe + Sekundarstufe I

Der Weg der Milch mit dem Milchlehrpfad
Birgit Kaltenbrunner, Landwirtschaftskammer Niederösterreich (Österreich)
Interaktiver Workshop* für Interessierte und PädagogInnen der Primärstufe

10:30 Uhr
Pause

11:00 Uhr
Lernen für die Zukunft II: parallele Vorträge und Workshops

Methoden der Evaluation von Schule am Bauernhof
Moderation: Dr.in Lara Paschold, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (Österreich)
WissenschaftlerInnen präsentieren ihre Forschungsarbeiten

Soziale Landwirtschaft und ihre Potentiale
Moderation: Heike Delling, MSc, GenerationenLandWirtschaft (Deutschland)
WissenschaftlerInnen präsentieren ihre Forschungsarbeiten

Mein Essen – Meine Zukunft
Ing.in Heidemarie Freitofnig, MA, Landwirtschaftskammer Kärnten (Österreich)
Interaktiver Workshop* für Interessierte und PädagogInnen der Sekundarstufe I + II

Lebensgrundlage Boden begreifen – kreative Zugänge
Dr.in Sigrid Schwarz, Österreichische bodenkundliche Gesellschaft (Österreich)
Interaktiver Workshop* für Interessierte und PädagogInnen der Primärstufe + Sekundarstufe I

Rund ums Schwein – moderne Schweinehaltung in Österreich, Schweinelehrpfad
Monika Winzheim, BEd, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und Maria Straßmayr, Verband österreichischer Schweinebauern (Österreich)
Interaktiver Workshop* für Interessierte und PädagogInnen der Primärstufe

Entwicklung eines Curriculums für Soziale Landwirtschaft –Erasmus Plus Projekt
DIin Birgit Steininger, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (Österreich)
Interaktiver Workshop für Interessierte und PädagogInnen und PraktikerInnen

12:30 Uhr
Infosnacken am Markt der Möglichkeiten
Zahlreiche Infostände rund ums Thema Landwirtschaft präsentieren Angebote und Materialien für den Unterricht sowie kulinarische Spezialitäten unter dem Motto: snacken & Infos checken

15:00 Uhr
Bauernhof macht Schule: Miteinander Zurück in die Zukunft
Michael Kaufmann, Green Chimneys Farm and Wildlife Center / Sam and Myra Ross Institute (USA)
Keynote mit anschl. Diskussion

16:30 Uhr
Spaziergang zum Heurigen

17:00 Uhr
Abendessen (nicht im Unkostenbeitrag enthalten)
für Interessierte: Planung eines gemeinsamen länderübergreifenden Forschungsprojektes
Moderation: Heike Delling, MSc, GenerationenLandWirtschaft und Dr. Malte Bickel, Zentrale Koordinierungstelle „Transparenz schaffen“ (Deutschland)

19:30 bis 21:30 Uhr
geführter Stadtspaziergang (Beitrag 10 Euro)

 

10. Juli 2019

08:30 Uhr
Treffpunkt Exkursionen, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Abreise mit dem Bus

Stadtimkerei in Wien
DIin Birgit Steininger, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (Österreich)
(Dauer: bis 13:30 Uhr)

Exkursionsdidaktik am Lernort Bauernhof
Dr.in Lara Paschold, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (Österreich)
(Dauer: bis 13:30 Uhr)

Vom Fleisch zur Wurst: Bio-Grillwürstel selbst herstellen*
Irene Treitner, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (Österreich)
(Dauer: bis 16:00 Uhr - inklusive Mittagessen)

Köstliches aus Wald und Flur: Sommerliches Wildkräuterbuffet*
Irene Treitner, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik (Österreich)
(Dauer: bis 16:00 Uhr - inklusive Mittagessen)

 

mit * gekennzeichnete Angebote finden im Rahmen des Projektes: Land- und Forstwirtschaft & Schule statt

 

ORGANISATORISCHES

TERMIN
8. Juli 2019, 13:00 Uhr bis 10. Juli 2019, 16:00 Uhr

VERANSTALTUNGSORT
Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Wien, Angermayergasse 1, 1130 Wien

ANMELDUNG
Wir bitten Sie um Anmeldung bis spätestens 7. Juni 2019
per E-Mail unter seminare@agrarumweltpaedagogik.ac.at.
Lehr- und Beratungskräfte werden ersucht sich zusätzlich bei PH-Online anzumelden.

Mit der Anmeldung erhalten Sie Informationen zur Zimmerreservierung.

UNKOSTENBEITRAG / VERPFLEGUNG
Es wird bei der Registrierung verpflichtend ein Betrag in Höhe von € 80,- erhoben.
In diesem Betrag sind die Exkursionskosten und die Verpflegung (bei der Tagung) enthalten.

AUSKUNFT: INHALT
Irene Treitner, E-Mail: irene.treitner@agrarumweltpaedagogik.ac.at

AUSKUNFT: ORGANISATION
Mag.a Sarah Eichinger, E-Mail: sarah.eichinger@agrarumweltpaedagogik.ac.at

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...vom Westbahnhof:
U6 bis Längenfeldgasse - U4 bis Ober St. Veit - 54A bis Angermayergasse

...vom Hauptbahnhof:
U1 bis Karlsplatz - U4 bis Ober St. Veit - 54A bis Angermayergasse

 

Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
A-1130 Wien, Angermayergasse 1
Tel: +43 - 1 - 877 22 66
E-Mail: info@agrarumweltpaedagogik.ac.at
www.agrarumweltpaedagogik.ac.at

 

10 Jahre Partnerschulnetzwerk im Landkreis Vechta

10.12.2018

Partnerschultreffen in Ahlhorn

Rund 20 Lehrerinnen und Lehrer erkundeten die Algenproduktion der Firma NOVAgreen Projektmanagement GmbH in Ahlhorn und somit ein Produktbeispiel der Bioökonomie.

Caroline Cordes erläuterte den Teilnehmern den Zuchtprozess sowie deren späteren Einsatzbereiche im Food- und Nonfoodsektor. Diskutiert wurde der Einsatz der Algenzucht und des Unternehmens als außerschulischen Lernort im Kontext des Bildungsprojekts „Lernstandorte Bioökonomie - Konzeption, Aufbau und Entwicklung in der Region Weser-Ems“ am Kompetenzzentrum Regionales Lernen.

Im Anschluss wurde das Jubiläum gefeiert. Theresia Espelage reflektierte als Schulleiterin der ersten Partnerschule die Jahre der Zusammenarbeit. Unkenntnis von Lehrkräften über landwirtschaftliche Themen und Kritik an Lehrmaterialien gaben den Anstoß, den direkten Austausch von Lehrkräften mit außerschulischen Bildungsträgern zu organisieren.

In einer Videobotschaft unterstrichen Dr. Malte Bickel und Malte Groß, zentrale Koordinierungsstelle „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“, die Wichtigkeit und Bedeutung eines solchen Netzwerks. Sie gratulierten zum Jubiläum der engagierten Netzwerkarbeit der regionalen Bildungsträger. Die durchweg positive Bedeutung des außerschulischen Bildungsangebots und der Zusammenarbeit im Partnerschulnetzwerk aus Sicht der Schulen und Lehrpersonen unterstrich Dietmar Seidel, Schulleiter der Benedikt-Schule Visbek und Koordinator des OHRS-Verbunds im Landkreis Vechta.

Hintergrund:

Grundlage der Vereinsarbeit von RUBA und auch von AGRELA ist die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kreislandvolkverband Vechta und dem Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta. An der Universität werden Lehr- und Lernmaterialien sowie Bildungsmodule für verschiedene Lernorte konzipiert und die pädagogische Durchführung geleitet. Der Kreislandvolkverband Vechta ist hingegen mit der gesamten Vereinsverwaltung betraut und übernimmt die wichtige Aufgabe der Vernetzung mit der heimischen Landwirtschaft.

Mit mehr als 30 Schulen im Landkreis Vechta hat sich ein durchaus beachtliches Partnerschulnetzwerk im Laufe der Jahre entwickelt. Damit diese Partnerschaft durch die ganze Schulgemeinschaft stärker wahrgenommen werden kann, wurden  entsprechende Urkunden ausgehändigt, Übersichtskarten und auch Aufkleber zur äußerlichen Erkennung erstellt.

Schülerinnen und Schüler der KGS Wittmund werden Experten der Kutterfischerei

27.08.2018

Testphase im Bildungsprojekt „Außerschulische Lernorte für die Fischwirtschaft“ der Universität Vechta gestartet

Wie sieht die Arbeit auf einem Fischkutter aus? Welche Fischarten landen im Netz und wo kommen eigentlich die Fische in den Fischprodukten her, die wir essen?

Eine Vielzahl an Fragen, der 19 Schülerinnen und Schüler aus den 5. Klassen der KGS Wittmund auf den Grund gegangen sind.

Während der Projektwoche vom 20.bis 24. August 2018 haben sie in Zusammenarbeit mit der Universität Vechta ein Projekt zum Thema „Küstenfischerei in der Nordsee“ durchgeführt.

Highlight der fünf Tage war die Erkundung in Neuharlingersiel, wo sie eine Ausfahrt mit dem Fischkutter „Gorch Fock“ von Wilhelm Jacobs sowie eine Hafenrallye gemacht haben.

„Am besten fand ich, dass wir die Fische und Krabben auch anfassen durften“, meint Schülerin Charlotte.

Das Schulprojekt fand im Rahmen des Projektes „Außerschulische Lernorte für die Fischwirtschaft“ statt, welches von der Universität Vechta, Kompetenzzentrum Regionales Lernen, durchgeführt wird.

Der Europäische Meeres-und Fischereifonds und das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz finanzieren das Vorhaben.

„Ziel des Projektes ist es, Kinder und Jugendliche in der Region Niedersächsische Nordseeküste stärker über die Fischwirtschaft vor Ort zu informieren und Interesse an dem Berufsfeld zu wecken“ erläutert Prof.in Dr. Martina Flath, Leiterin des Kompetenzzentrums Regionales Lernen.

Dafür wurden in Neuharlingersiel, Greetsiel und Cuxhaven erste außerschulische Lernorte ausgewählt, für die bis September 2019 Lernmodule mit handlungsorientierten Lernmaterialien für die Klassen 5 bis 10 entwickelt und erprobt werden. Die Erkundung in Neuharlingersiel wurde umrahmt von einer Vor-und Nachbereitung in der Schule.

„Die Schülerinnen und Schüler waren sehr interessiert und hatten keine Berührungsängste mit den gefangenen Fischen und Krabben“, war Fischer Wilhelm Jacobs sichtlich erfreut.

Jürgen Peters, Bürgermeister von Neuharlingersiel, freut sich ebenfalls über den Start der Testphase. Seit Beginn des Projektes im Oktober 2017 hat er sich dafür eingesetzt, dass ein außerschulischer Lernort in Neuharlingersiel entstehen kann.

Auf dem Schulfest der KGS Wittmund am Freitag, 24.August 2018, präsentierten die jungen Fischerei-Experten sichtlich stolz ihre Erlebnisse und das neu Gelernte.


Ausführlichere Informationen zum Projekt sowie Kontakt zu den Projektverantwortlichen erhalten Sie unter: www.lernorte-fischerei.de

GINT-Tagung 2018: Orte und Prozesse außerschulischen Lernens erforschen und weiterentwickeln

17.07.2018

Das Promotionsprogramm „MINT-Lernen in informellen Räumen“ (GINT) plant in Kooperation mit der PH Luzern die Tagung „Orte und Prozesse außerschulischen Lernens erforschen und weiterentwickeln“ am Do, 30.08. und Fr, 31.08.2018 in Oldenburg mit einem Vorprogramm am Mi, 29.08.18. Eine von drei Exkursionen im Vorprogramm lädt zum Thema „Außerschulischer Lernort Bauernhof – Vernetzung regional und landesweit“ ein.

Diese Tagung, die quasi die 6. Tagung in der Reihe der Luzerner Tagungen zu außerschulischen Lernorten darstellt und die erste sein wird, die in Deutschland stattfinden wird, hat folgende Themen im Fokus:

  • Forschung zu Lernprozessen und zur Entwicklungsdynamik an außerschulischen Lernorten
  • MINT-Disziplinen, Geographie, Sprachen, geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen
  • Außerschulisches Lernen zur Berufsorientierung und Berufsbildung
  • Komplementäre Vernetzung außerschulischer Lernangebote

Zu GINT gehören die Syddansk Universitet, die University of Crete sowie die niedersächsischen Universitäten Vechta (Kompetenzzentrum Regioanles Lernen), Hannover und Oldenburg. 16 Doktoranden/innen untersuchen Prozesse außerschulischen Lernens in den MINT-Fächern, der Geographie, der Philosophie und den Bildungswissenschaften. Mehr über GINT erfahren Sie unter https://www.uni-oldenburg.de/gint/.

Information und Anmeldung zur Tagung: https://www.uni-oldenburg.de/gint2018/

3. Internationale Wissenschaftstagung zum Lernort Bauernhof

20.11.2017

Mit dem Ziel durch den gemeinsamen Dialog Impulse zur Weiterentwicklung und Stärkung des Lernortes Bauernhof zu geben, trafen sich internationale Vertreter/innen aus Wissenschaft, Praxis und Beratung vom 14. bis 16. November 2017. Fast 50 Interessierte nahmen an der Veranstaltung im Schloss Rauischholzhausen (Hessen) teil.

Die vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, der hessischen Initiative "Bauernhof als Klassenzimmer", der Bundesarbeitsgemeinschaft Lernort Bauernhof (BAGLoB) e. V. und dem Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta durchgeführte Tagung stieß auf großes Interesse der Teilnehmenden.

Das Programm enthielt einen Mix aus theoretischen Ausführungen, praktischen Einblicken und Zeiten für die Vernetzung der Akteure. Vorträge und Workshops beleuchteten konzeptionelle Ansätze und Forschungsergebnisse zur Wirkungsweise außerschulischen Lernens auf landwirtschaftlichen Betrieben. Wissenschaftler aus Norwegen präsentierten ihre aktuellen Projekte zum Lernort Bauernhof in Tansania und Nepal, die sich durch völlig andere Rahmenbedingungen auszeichnen. In einem weiteren Vortrag wurde von den Bemühungen berichtet, Schulen auf einem Bauernhof zu platzieren, so wie dies in der Kindergartenarbeit seit Jahren erfolgreich Realität ist. Die Anforderungen an die pädagogische Arbeit im Rahmen der Inklusion war ein weiteres Thema. Aktuelle Studien zum Zugang von Kindern und Jugendlichen zur Natur zeigen, dass das Basiswissen junger Menschen bezüglich Natur und Landwirtschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten stetig sinkt. Die Studien belegen auch das Potential des Lernortes Bauernhof, das Interesse und die Wertschätzung für Natur und Landwirtschaft anzuregen.

Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von dem intensiven Austausch zwischen Forschung und Praxis. Die erzielte Vernetzung der vielfältigen Akteure soll zukünftig aufrechterhalten und gestärkt werden. Die nächste Wissenschaftstagung zum Lernort Bauernhof findet im Jahr 2019 in Wien statt.

Kompetenzzentrum Regionales Lernen startet Umweltbildungsprojekt mit DBU-Förderung

19.06.2017

Knappe fossile Rohstoffe, Klimaveränderungen und eine wachsende Weltbevölkerung gehören zu den gesellschaftlichen Herausforderungen heute und morgen. „Nur ein Wandel hin zu einer nachhaltigen, rohstoffeffizienten Wirtschaft, die auf erneuerbare Ressourcen setzt und Rohstoffe spart, kann zukunftsfähig sein“, sagte Dr. Ulrich Witte, Leiter der Abteilung Umweltkommunikation und Kulturgüterschutz der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), anlässlich des heutigen Startschusses eines von der DBU fachlich und finanziell geförderten Umweltbildungsprojektes. Die Bioökonomie – das Nutzen von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen etwa zur Effizienzsteigerung technischer Verfahren – biete Lösungen, berge aber auch Risiken. „Während Unternehmen auf diesem Feld agieren, ist das Thema in der Gesellschaft noch nicht angekommen“, so Witte. In einer Kooperation von Universität Vechta und 3N Kompetenzzentrum (Werlte) soll jetzt der Dialog zwischen Verbrauchern und Wirtschaft gefördert werden. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird mit rund 260.000 Euro gefördert.

„Bildungsnetzwerk Bioökonomie“ in der Region Weser-Ems
„Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe neun und zehn sowie Erwachsene sollen dabei fachlich fundiert informiert und in die Lage versetzt werden, auch Kontroversen und Zielkonflikte hinsichtlich einer biobasierten Wirtschaft zu erörtern und das gesamte Thema kritisch zu reflektieren“, führte Prof.in Dr. Martina Flath vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta aus. „Ein weiteres Ziel der Bildungsveranstaltungen auf Basis des Bildungskonzepts ‘Regionales Lernen 21+‘ ist es, die Partizipation vor Ort zu fördern“, ergänzt Dr. Gabriele Diersen als Koordinatorin des Projektantrags. Neben dem Erarbeiten eines Bildungskonzeptes, der Entwicklung verschiedener Bildungsmodule und dem Aufbau eines „Bildungsnetzwerkes Bioökonomie“ in der Region Weser-Ems ist die Einrichtung von fünf Bioökonomie-Lernorten an Pionier-Unternehmen vorgesehen. Hier sollen praxisnah Umsetzungsbeispiele und Verfahren der Bioökonomie vorgestellt werden.

Lernstationen mit interaktiven Exponaten für Schulklassen
„Gleichzeitig sollen die Informationsangebote im ‚Klimacenter‘ in Werlte durch verschiedene Lernstationen mit interaktiven Aktionen, Experimenten und Exponaten für die Gruppenarbeit von Schulklassen ergänzt werden“, erläuterte Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer vom 3N Kompetenzzentrum (Niedersachsen Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe und Bioökonomie). Die entwickelten und erprobten Bildungsmodule sollen anschließend umfassend evaluiert und sowohl in die Lehramtsausbildung der Universität als auch in die außerschulische Bildungsarbeit des Kooperationspartners dauerhaft integriert werden.

Auch ein ethischer Diskurs Teil der Debatte
Witte betonte zum Schluss die Bedeutung des politisch-gesellschaftlichen Diskurses in diesem Zusammenhang. Das Thema Bioökonomie müsse nach DBU-Ansicht auch in der öffentlichen Kommunikation stärker als Baustein des gesellschaftlichen Wandels aufgegriffen werden. Als Teil der Debatte müsse auch ein ethischer Diskurs zur Bioökonomie geführt werden, der vor Euphorie und übereiltem Tempo warne, erklärte er.

Projektbewilligung für das Projekt "Außerschulische Lernorte für die Fischwirtschaft - Auswahl, Konzeption und Transferempfehlungen"

16.06.2017

In der Region Niedersächsische Nordseeküste werden zukünftig Kinder, Jugendliche und Erwachsene stärker über die Fischwirtschaft vor Ort informiert.

Ein Baustein hierfür ist es, neue schulische und außerschulische Angebote aufzubauen. In Anlehnung an die Aktivitäten zum Lernen auf dem Bauernhof, sollen entsprechende Lernmöglichkeiten auch in der Fischwirtschaft entstehen.

Ziel des Projektes ist es, geeignete Lernorte zu identifizieren, drei Lernstandorte z.B. in Unternehmen der Fischwirtschaft zu entwickeln und aufzubauen.

Im Rahmen der Pilotstudie werden die Potentiale für schulische und außerschulische Lernprozesse untersucht und Lehr-Lern-Materialien (Klassenstufen 5-10) für die ausgewählten Lernstandorte erarbeitet und getestet.

Die Ergebnisse sollen für den Aufbau weiterer Lernorte und Lernstandorte in der Region Niedersächsische Nordseeküste genutzt und übertragen werden. Die Laufzeit beträgt zwei Jahre.

Die Universität Vechta erhält hierfür eine Förderung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF).

RUBA e.V. und AGRELA e.V. als regionale Bildungsträger im Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ in Niedersachsen und Bremen bestätigt

21.03.2017

Für die neue Förderphase im Projekt „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“, die bis zum Jahr 2023 angelegt ist, sind die Vereine „Regionale Umweltbildung - Agrarwirtschaft (RUBA e.V.)“ und die „Arbeitsgemeinschaft Regionales Lernen - Agrarwirtschaft (AGRELA e.V.)“ als regionale Bildungsträger anerkannt und werden somit ihre Arbeit in diesem Projekt fortsetzen.

Es sollen vor allem junge Konsumentinnen und Konsumenten die Möglichkeit bekommen, Betriebe der Land- und Ernährungswirtschaft zu erkunden und mit Menschen aus der Landwirtschaft unmittelbar in Kontakt zu kommen. Ein weiteres Ziel ist es, Landwirte und Betriebe der Ernährungswirtschaft zu befähigen und dabei zu unterstützen, Kontakte zu knüpfen, Verbrauchererwartungen kennenzulernen sowie sich mit deren Produktionsweise und Erzeugnissen bei den Konsumenten und in ihrem regionalen Umfeld bekannt zu machen.

Die Bildungsarbeit von RUBA e.V. und AGRELA e.V. wird koordiniert und unterstützt vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen an der Universität Vechta und dem Kreislandvolkverband Vechta.

Finanziert wird das Gesamt-Förderprogramm aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums der EU (ELER) sowie nationalen Geldern des Bundes, der Länder und der kommunalen Ebene.

Pilzanbau und Streuobstwiesen sind Themen beim 8. Partnerschultreffen

08.11.2016

Eine Vielzahl von Lehrerinnen und Lehrern folgten der Einladung zum 8. Partnerschultreffen der Vereine Regionale Umweltbildung Agrarwirtschaft (RUBA) und der Arbeitsgemeinschaft Regionales Lernen Agrarwirtschaft (AGRELA), sowie des Kreislandvolkes Vechta und des Kompetenzzentrums Regionales Lernen der Universität Vechta.

Am 27. Oktober trafen sich rund 30 Lehrpersonen der insgesamt 35 Partnerschulen aus dem ganzen Kreisgebiet bei der Pilzfarm OMpilze GmbH und Co. KG in Goldenstedt. Hier wurden sie vom Betriebsleiter Andreas Wohlers begrüßt und bekamen bei der Führung durch den Betrieb einen interessanten Einblick in die Zucht und Vermarktung von Champignons. Sehr beeindruckten das schnelle Wachstum der Pilze und das außergewöhnliche Aroma eines frisch gepflückten Champignons.

Im Anschluss berichteten Dr. Gabriele Diersen (Uni Vechta)und Esther Barth (RUBA) über die umfangreiche Bildungsarbeit von RUBA und AGRELA und stellten neue Projekte und Entwicklungen vor. Im Fokus stand hierbei das Projekt „Streuobstwiesen – ein Hit in der Kulturlandschaft“, welches von der Bingo-Stiftung sowie der Bürgerstiftung Vechta finanziert wird. Über Aktionen und Bildungsangebote rund um das Thema Streuobstwiese wurde berichtet und neu entwickelte Lehrmaterialien waren zum Ausprobieren an Stationen aufgebaut.

Im Anschluss an die Präsentation fand ein reger Austausch statt, der unter anderem zu neuen Projektvorhaben und Vorgehensweisen führte.

Aufbau der Bildungsregion Vechta

04.11.2016

Basierend auf der Entscheidung des Niedersächsischen Kultusministeriums wird seit 2015 der Aufbau sogenannter Bildungsregionen gefördert. Entsprechend dem „Rahmenkonzept für Bildungsregionen in Niedersachsen" hat sich auch der Landkreis Vechta erfolgreich beworben und begonnen eine Bildungsregion zu entwickeln. Ziel ist die Vernetzung der Akteure im Bereich der formalen, non-formalen und informellen Bildung, um die lokale Bildungslandschaft weiterzuentwickeln. „Es geht um eine frühzeitig einsetzende, kontinuierliche, individuelle Diagnostik, Beratung und Förderung sowie um flüssige Übergänge zur Unterstützung erfolgreicher Bildungsbiografien. Damit wird auch eine deutliche Reduzierung herkunftsbedingter Unterschiede von Bildungschancen erreicht. Junge Menschen im Landkreis Vechta sollen sich in einer wohl strukturierten, vernetzten und transparenten Bildungslandschaft gute Bildungs- und Berufsperspektiven eröffnen können!“ (Quelle:http://www.bildungsregion-vechta.de/wissenswertes/nächste-ziele/, Zugriffsdatum: 03.11.2016)

Als Koordinatoren sind Karlheinz Rohe und Werner Völker eingesetzt. Beide waren zuvor als Oberschulleiter und Koordinatoren des Schulverbundes der Haupt-, Real- und Oberschulen im Landkreis Vechta tätig.

Eine Steuerungsgruppe begleitet den Prozess. Sie setzt sich aus Mitgliedern der Kommune, der Landesschulbehörde und aus Akteuren zusammen, die für Erziehung und allgemeine sowie berufliche Bildung tätig sind. Dr. Johanna Schockemöhle und Dr. Gabriele Diersen sind die Vertreter der Universität Vechta in diesem Gremium, das im August 2016 die Arbeit aufgenommen hat.

Drei Projekte sind bisher auf dem Weg: Ein Projekt zur Sprachlernunterstützung von Geflüchteten durch  Studierende der Universität Vechta sowie Vorhaben zu den Bereichen Sprachförderung im Vorschulbereich und Berufsorientierung.

"MINT-Lernen in informellen Räumen" - Kooperationsprojekt startet im Oktober 2016

29.06.2016

Erfolgreich im Rahmen des „Niedersächsischen Vorab“ der Volkswagenstiftung war das Promotionsprogramm „MINT – Lernen in informellen Räumen“. Koordiniert von der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Michael Komorek und Prof. Dr. Peter Röben, zielt das Vorhaben ab auf die Erforschung naturwissenschaftlich-technischer und informatischer, fachübergreifender Lernprozesse an außerschulischen Lernorten und auf die Unterstützung entsprechender regionaler "außerschulischer Curricula". Gefördert werden zwölf Lichtenberg-Promotionsstipendien mit rund € 800.000. Antragsteller sind neben der Universität Oldenburg, die Universitäten Hannover und Vechta. Die internationale Perspektive wird durch kooperierende Personen der University of Crete (Griechenland) und der University of Southern Denmark (Dänemark) repräsentiert. Zudem ist eine große Anzahl außerschulischer Einrichtungen involviert.

Für die Universität Vechta ist Prof. Dr. Martina Flath Mitantragstellerin. Zwei der insgesamt zwölf Promotionsstipendien sind in der Abteilung „Lernen in ländlichen Räumen“ am Kompetenzzentrum Regionales Lernen des ISPA angesiedelt. Ziel ist es, das Potential Regionalen Lernens 21+ im Projektkontext zu untersuchen und den Beitrag für erfolgreiche Bildungsprozesse im MINT-Bereich für eine nachhaltige Entwicklung zu überprüfen.

Das Programm startet im Oktober 2016 und läuft über vier Jahre, worin die über eine Laufzeit von drei Jahren ausgelegten Promotionsstipendien eingebettet sind.

PROMOTIONSPROGRAMM
"MINT-Lernen in informellen Räumen"

Ausschreibung von Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien

An der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (O), der Gottfried Wilhelm Leibniz-Universität Hannover (H) und der Universität Vechta (V) sind zum 01.10.2016 insgesamt

12 Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien

zur Promotion in denBildungswissenschaften (O) und in den Didaktikender Fächer Biologie (O), Chemie (O), Geographie (V), Informatik (O), Physik (H, O) und Technik (O) zu vergeben. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten nehmen am Promotionsprogramm "MINT-Lernen in informellen Räumen - Untersuchung von Prozessen Forschenden Lernens an außerschulischen MINT-Lernorten und ihrer Einbettung in regionale Lernkontexte“ mit seinem expliziten Qualifikationsprogramm teil. Das Programm wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert und vom Didaktischen Zentrum (diz) der Universität Oldenburg koordiniert.

Im Promotionsprogramm wird vor allem auf empirischem Wegeuntersucht, welche fachlichen Lernprozesse an außerschulischen naturwissenschaftlich-technisch-informatischen Lernorten ablaufen und welche Bedingungen für diese Prozesse vorliegen. Im Zusammenhang damit stehen Analyse-und Entwicklungsarbeiten zu Themen regionalen Lernens in den beteiligten Disziplinen.

Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien sind Vollstipendien und bestehen aus einer monatlichen Grundförderung in Höhe von 1.400 € und weiteren Zuschlägen (Sachmittel 100 €, ggf. weiterer Familienzulage). Die Laufzeit der Stipendien beträgt drei Jahre.

Voraussetzung für die Gewährung eines Stipendiums ist ein überdurchschnittlicherAbschluss in einem der folgenden Studiengänge: Master of Education, Master of Science, Master of Engineering oder Master of Arts in den genannten Disziplinen oder Psychologie oder Bildungswissenschaften. Vergleichbare Abschlüsse wie ein Erstes Staatsexamens, Diplom oder Magisterwerdenbei fachdidaktischer Qualifikation anerkannt. Unterrichtserfahrungen oder Erfahrungen mit der außerschulischen Vermittlung in den genannten Disziplinen sind wünschenswert. Fachlich gleichwertige Bewerbungen aus dem Ausland sind im Interesse der Förderung der Internationalisierung willkommen. Die beteiligten Universitäten streben zudem an, den Anteil promovierender Frauen zu erhöhen, sodass diese nachdrücklich angesprochen sind, sich auf ein Promotionsstipendium zu bewerben.

Im Rahmen einer Bewerbung ist neben den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Abiturzeugnis, Studienabschlusszeugnisse, ggf. Arbeitszeugnisse, Informationen zur aktuellen Tätigkeit) ein formloser Antrag auf Aufnahme in das Promotionsprogramm einzureichen. Dieser soll fünf Seiten nicht überschreiten. Darin soll erläutert werden, welche Ideen für die Mitwirkung im Programm entwickelt und welche Erfahrungen eingebracht werden können.

Nähere Informationen zum Programm finden sich im Internet unter:
https://www.uni-oldenburg.de/physik/forschung/histodid/forschung-und-projekte/

Bewerbungen auf ein Doktorandenstipendium mit Bezugnahme auf das interessierende Fach sind bis zum 02.08.2016 zu richten an

Prof. Dr. Michael Komorek
Physikdidaktik/Institut für Physik
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
26111 Oldenburg

Stabile Entwicklung der Bildungsarbeit bei RUBA und AGRELA

31.05.2016

Die Fördervereine RUBA (Förderverein Regionale Umweltbildung - Agrarwirtschaft e.V.) und AGRELA (Arbeitsgemeinschaft Regionales Lernen Agrarwirtschaft e.V.), dessen pädagogische Arbeit vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen koordiniert wird, haben in 2015 erneut rund 180 Veranstaltungen mit über 3.700 Besuchern durchgeführt.

Aufgrund des sehr kurzen Winterschulhalbjahres liegen die Werte etwas unter denen des Vorjahres.

Der größte Anteil der Besucher kommt aus der Sekundarstufe I, gefolgt von der Grundschule. Besonders hoch war in diesem Jahr die Gruppe der Studierenden bei den Veranstaltungen und Fortbildungen für Multiplikatoren.

Von sechs Universitäten kamen insgesamt neun Gruppen. Mit einer Ausnahme studierten sie jeweils mit dem Berufsziel Lehrerin/Lehrer.

RUBA und AGRELA bieten als regionale Bildungsträger im Landkreis Vechta Bildungsangebote rund um die Themen Land- und Ernährungswirtschaft sowie Kulturlandschaft an. Aufgenommen wurde die Arbeit 2003. Nach einigen Testerkundungen entwickelte sich das Bildungsangebot in den Folgejahren rasant weiter.

Heute besteht ein Partnerschulnetzwerk, dem 34 Schulen des Landkreises Vechta angeschlossen sind. Grundlage der Zusammenarbeit sind jeweils Kooperationsverträge zwischen den Schulen und den Bildungsträgern.

Regionales Lernen wurde ausgezeichnet: Offizielle Maßnahme der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“

15.05.2014

Das Regionale Lernen ist somit Bestandteil des Nationalen Aktionsplans. Die Weltdekade für BNE wurde für die Jahre 2005 bis 2014 von den Vereinten Nationen ausgerufen. Die UNESCO koordinierte weltweit die Projekte und Maßnahmen der Dekade.

Im Gegensatz zu zahlreichen, eher lokal ausgerichteten Dekade-Projekten, von denen es rund 1.800 gibt, wurden deutschlandweit nur 49 Vorhaben als Maßnahmen ausgezeichnet.

"Dekade-Maßnahmen sind Leuchttürme der Bildung für nachhaltige Entwicklung", so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade. "Sie haben überregionale Strahlkraft und leisten einen ganz besonderen Beitrag zur systematischen Verankerung des Konzepts BNE im deutschen Bildungswesen“.

Projektstart "Streuobstwiese - ein Hit in der Kulturlandschaft"

03.04.2014

Die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung fördert im Rahmen des Jubiläumsprojekts Streuobstwiese ein Vorhaben zum inklusiven Unterricht in Vechta.

In einer Laufzeit von zwei Jahren sollen Konzepte und Materialien für die schulische und außerschulische, inklusive Bildungsarbeit zur und auf der Streuobstwiese entstehen.

Streuobstwiesen sind nicht nur ein Hot Spot der Artenvielfalt mit mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten, die auf ihr leben, sondern besitzen auch ein sehr hohes Potenzial an Momenten des Erlebens, Erfahrens und Handelns: Obst naschen, Natur erleben, Vögel beobachten, Fallobst sammeln und verarbeiten.

Keine andere Kulturlandschaft lädt den Menschen derart ein, sie zu nutzen und zugleich zu genießen.

Das Lernen mit Herz, Kopf und Hand, findet auf einer Streuobstwiese ideale Ausgangsbedingungen.

Unterrichtskonzepte und Materialien zur und auf der Streuobstwiese werden entwickelt, getestet und publiziert.