Suzie Hochmann
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im MWK-Projekt "Alltagskulturen in Niedersachsen digital: Saalbetriebe im ländlichen Raum"
Suzie Hochmann hat Kulturanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft in Hamburg studiert und arbeitet an der Schnittstelle von Empirischer Kulturwissenschaft, Digital Humanities und Stadtforschung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Arbeitskulturen, digitale Infrastrukturen, urbanen/ruralen Transformationsprozessen und Medizinanthropologie. Dabei verbindet sie ethnografische und kulturanalytische Methoden mit digitalen und partizipativen Ansätzen.
Aktuell ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Vechta im Forschungsprojekt „Alltagskultur in Niedersachsen digital: Saalbetriebe im ländlichen Raum“ tätig. Daneben arbeitet sie als selbstständige Referentin im Bereich Social Learning an der Technischen Universität Hamburg und vermittelt Studierenden technischer Fachrichtungen soziokulturelle Perspektiven auf Technik und Gesellschaft.
Ihr beruflicher Weg ist dabei ebenso vielseitig wie ihre Forschungsperspektiven. Nach langjähriger Tätigkeit als Mode- und Textilmanagerin in leitender Funktion, wechselte sie in auf dem zweiten Bildungsweg in die Wissenschaft. Diese ungewöhnliche Verbindung von beruflicher Praxis, Managementerfahrung, Forschung und Lehre prägt ihren Blick auf gesellschaftliche und kulturelle Prozesse. Sie bringt Perspektiven aus unterschiedlichen Lebens- und Arbeitswelten zusammen und hinterfragt gerne etablierte Denk- und Arbeitsweisen.
Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist sie in der gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung aktiv und leitet gemeinsam mit einer Kommunikationsdesignerin den Verein Kollektiv Brot & Firtel. Dort entwickelt sie partizipative Projekte an der Schnittstelle von Forschung, kultureller Praxis und Stadtgesellschaft.
Sie promoviert zur Transformation medizinischer Wissensordnungen auf Instagram und untersucht, wie spät diagnostizierte Frauen mit ADHS medizinisches Wissen verhandeln und erweitern.
Tagungsbeiträge:
Bolz, M., Hardt, K., Hochmann, S., Kaiser, K., Klemens, A., & Völz, L. (2026). Engagierte Lern- und Handlungsräume schaffen. Ein Plädoyer für selbstorganisierte studentische Projektseminare im Fachkontext Kulturanthropologie. In S. Dümling & L. Otto (Hrsg.), Nachwuchs.Kräfte.Möglichkeiten! Herausforderungen und Chancen in Forschung, Studium und Lehre der Empirischen Kulturwissenschaft (S. 105–128). Königshausen & Neumann.
Bolz, M., & Hochmann, S. (2021). Thinking through fashion. Ein Essay über Mode und Lehre. In M. Sacherer (Hrsg.), Überfällig – Überflüssig: Beiträge der Studierendentagung 2019 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie, Bd. 50, S. 96–103). Institut für Europäische Ethnologie, Universität Wien.
Konferenzbeiträge & Posterpräsentationen (Peer-Reviewed):
Hochmann, S. (2026). Digitizing Cultural Heritage. (Best Poster Award) Präsentiert im Rahmen von Research+ in Dialogue: International Perspectives on Science and Society, Vechta, 10. Juni 2026.