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Nachruf des Faches Geschichtswissenschaft für Prof. Dr. Joachim Kuropka (1941 - 2021)

Mit großer Bestürzung haben wir vom Tod unseres geschätzten Kollegen

Prof. i.R. Dr. Joachim Kuropka

erfahren. Wir verlieren mit ihm einen leidenschaftlichen Historiker, der über Jahrzehnte das Bild des Faches in der Region und weit darüber hinaus maßgeblich geprägt hat. Mehr als 300 Veröffentlichungen, davon über 40 Bücher, geben Zeugnis von einem reichen Forscherleben. Mit Geschick verstand Joachim Kuropka es, landesgeschichtlichen Themen eine überregionale Aufmerksamkeit zu verleihen. Über die Politik- und Bildungsgeschichte des Oldenburger Münsterlandes hinaus galt sein wissenschaftliches Interesse insbesondere der katholischen Kirche in der NS-Zeit und führte zur Gründung der "Arbeitsstelle für Katholizismus- und Widerstandsforschung", die er in seinem aktiven Ruhestand bis zuletzt leitete.  Seine Fähigkeit zur pointierten Darstellung historischer Themen ließ ihn zu einem gefragten Vortragsredner werden. Als ausgebildeter Gymnasiallehrer waren ihm Geschichtsvermittlung und nicht zuletzt die universitäre Lehre wichtige Anliegen. Seine Fähigkeit, wissenschaftlichen Nachwuchs für historische Fragestellungen zu begeistern, spiegelt sich in elf erfolgreichen Promotionen und zwei Habilitationen wider. Wir werden sein Andenken in Ehren halten.

Die aktiven und ehemaligen Lehrenden und Mitarbeiter/innen des Fachs Geschichtswissenschaft an der Universität Vechta


Gratulation zum Titel „außerplanmäßiger Professor“

Das Studienfach Geschichtswissenschaft gratuliert dem Privatdozent Herrn Dr. Michael Hirschfeld sehr herzlich zur Verleihung des Titels „außerplanmäßiger Professor“ durch den Präsidenten der Universität Vechta.

Herr apl. Prof. Dr. Michael Hirschfeld lehrt bereits seit 2011 als Privatdozent für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Vechta. Nach dem Studium der Geschichte und Germanistik an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster sowie der 2001 erfolgten Promotion und dem Zweiten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien war er ab 2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am damaligen Institut für Geschichte und historische Landesforschung (IGL) der Hochschule Vechta. Seit 2009 ist er als Lehrer für Geschichte und Deutsch am Gymnasium Lohne tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der kirchlichen Zeitgeschichte und in der Landes- und Regionalgeschichte, wozu er etliche Monografien und zahlreiche Aufsätze vorgelegt hat. 2005 wurde er in die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen berufen, und seit 2008 gehört er ebenfalls der Historischen Kommission für Schlesien an. Hirschfeld engagiert sich zudem als Vorsitzender des Geschichtsausschusses im Heimatbund für das Oldenburger Münsterland, als Mitglied in der AG Landes- und Regionalgeschichte der Oldenburgischen Landschaft sowie als Vorstandsmitglied des Instituts für Kirchen- und Kulturgeschichte der Deutschen in Ostmittel- und Südosteuropa" (IKKDOS) in Tübingen.


Band "Geschichtslandschaften" erschienen

Im Wintersemester 2018/2019 fand an der Universität Vechta, organisiert von Prof. Dr. Bernd Ulrich Hucker und Prof. Dr. Eugen Kotte, eine Vortragsreihe zum Thema "Geschichtslandschaften" statt, zu der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von zehn verschiedenen Universitäten und wissenschaftlichen Institutionen aus dem gesamten Bundesgebiet und z. T. aus dem Ausland beitrugen. Die Veranstaltungsreihe trug der Renaissance des Begriffs und Konzepts der Geschichtslandschaften Rechnung, mit der nach dem kulturwissenschaftlichen spatial turn der gesellschaftlichen Konstruktion von Räumen mittlerer Größe (Regionen) Rechnung getragen werden sollte.

Wie die kulturwissenschaftliche "Wendung zum Raum" es einfordert, stellt auch das bereits vor Jahrzehnten entwickelte Konzept der Geschichtslandschaften den anthropogenen Faktor über Raumgestaltung und Raumwahrnehmung in den Vordergrund, durch den Geschichtslandschaften überhaupt erst entstehen. Neben einer Erörterung dieser kulturhistorischen theoretischen Zusammenhände untersuchen die Beiträge des Bandes höchst vielfältige Beispiele von Schwaben bis Pommern, vom Teutoburger Wald bis Thüringen unter der Fragestellung, ob und ggf. inwiefern diese Regionen als Geschichtslandschaften betrachtet werden können. Den Vortrag über die aus dem Niederstift Münster entstandenen beiden Geschichtslandschaften des Emslandes und des Oldenburger Münsterländes hielt der renommierte Vechtaer Kollege Prof. Dr. Alwin Hanschmidt, der bedauerlicherweise jüngst verstorben ist und dem in Anerkennung seiner Verdienste um die Geschichtswissenschaft an der Universität Vechta der die Vortragsreihe dokumentierende Band zugewidmet ist.

Nahezu sämtliche Beiträge der Veranstaltungsreihe wurden von den Autorinnen und Autoren zu Aufsätzen eines Sammelbandes umgearbeitet, der nun in der wissenschaftlichen Buchreihe "Kulturwissenschaft(en) als interdisziplinäres Projekt" erschienen ist. Vortragsreihe und Sammelband wurden großzügig von der Stiftung der Oldenburgischen Landesbank sowie der Universitätsgesellschaft Vechta gefördert.

Verlagsankündigung des Bandes

Plakat der Vortragsreihe


Nachruf des Faches Geschichtswissenschaft und des Universitätsarchivs für Prof. Dr. Alwin Hanschmidt (1937 - 2020)



Zwei historische Exkursionen in deutsche Mittelgebirge

In diesem Jahr werden erneut zwei mehrtägige historische Exkursionen, veranstaltet im Bereich "Geschichtskulur" unter der Leitung von Prof. Dr. Eugen Kotte und Steven Zurek sowie geplant mit dem Konzept der "Geschichtslandschaften", stattfinden.

Vom 05.08. bis zum 09.08.2019 wird die Exkursion "Geschichtsmächtigkeit und Geschichtsträchtigkeit im Teutoburger Wald",die zur epochenübergreifenden Erkundung dieses langgestreckten Gebirgszuges von der Fachwerkstadt Tecklenburg im Norden über die frühere Kreisstadt Halle (Westfalen) bis in die alte Fürstenresidenz Detmold führt, und dabei Objektivationen der Geschichtskultur wie das Hermannsdenkmal und Institutionen der Geschichtskultur wie das Westfälische Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe einschließt. Besucht werden auch die wichtigsten Höhenburgen des Teutoburger Waldes Tecklenburg, Iburg, Burg Ravensberg und Burg Blomberg. Einen Schwerpunkt dieser Exkursion wird die kritische Auseinandersetzung mit den historischen Mythen um die Varusschlacht und den Sachsenherzog Widukind bilden. Zu diesem Zweck werden das Lippische Landesmuseum in Detmold, das Museum und der Museumspark in Kalkriese im nahegelegenen Wiehengebirge sowie das Widukind-Museum in Enger aufgesucht.

Die zweite historische Exkursion trägt den Titel "Historische Referenzen eines Harzer Geschichtsbewusstseins" und führt vom 24.09.2019 bis zu 27.09.2019 in den nördlichen Harz. Schwerpunkte bilden die Bedeutung des Harzes im Mittelalter (Burgen in Seesen, Kaiserpfalz in Goslar) sowie der Bergbau in der Region (Museen und Besucherbergwerke Rammelsberg, Zellerfeld und Bad Grund, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen) sowie die Wasserwirtschaft im Harz, die in Wasserregalen rund um Clausthal-Zellerfeld in ihrer geschichtlichen Entwicklung nachvollzogen werden kann.

Plakat/Programm Teutoburger Wald

Plakat/Programm Harz


Besuch von der ukrainischen Partneruniversität Luzk (16.06.-29.06.2019)

In der Zeit vom 16. bis zum 29. Juni 2019 wird eine Gruppe von 14 ukrainischen Studierenden der Universität Luzk unter der Leitung ihrer Dozentin Mariia Lozytska und des Luzker DAAD-Lektors André Böhm auf Einladung von Prof. Dr. Eugen Kotte in Zusammenarbeit mit dem International Office die Universität Vechta besuchen. Die Studierenden werden an einem DAAD-geförderten Gruppenpraktikum teilnehmen, dessen Programm unter dem Thema "Zwischen Regionalität und Transnationalität. Deutsche Literatur und Landeskunde in regionalem Zuschnitt" steht

Die Studierenden werden mit der südoldenburgischen Region ebenso vertraut gemacht wie sie nordwestdeutsche Nachbarregionen kennenlernen werden; zu diesem Zweck sind Exkursionen nach Bremen, Osnabrück und in den Teutoburger Wald geplant.  Sie werden an Seminaren der Germanistischen Literaturwissenschaft, der Neueren und Neuesten Geschichte, der Didaktik der Geschichte sowie Veranstaltungen des International Office teilnehmen, sich dort mit eigenen Themen einbringen und sich mit zwei Veranstaltungen am Programm der Internationalen Woche in  Vechta beteiligen. Ein thematischer Schwerpunkt wird der in allen Regierungsformen über die Jahrhunderte in Deutschland existente Föderalismus sein, der ausgeprägte Regionalitäten innerhalb Deutschlands beförderte; ein anderer wird in der Überschreitung nationaler Befangenheiten liegen, die das gegenwärtige Deutschland prägt. Die ukrainischen Studierenden werden historische Phänomene aus der Vergangenheit ihres eigenen Landes präsentieren, um sie mit deutschen Studierenden vergleichend diskutieren zu können.