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Förderung von Wissenschaftlerinnen

Übersicht aktueller Maßnahmen und Programme chancengerechter Förderung von Frauen in der Wissenschaft

Die ZEGD fördert in 2022 mit insgesamt fünf Maßnahmen die Wissenschaftskarrieren von Frauen und deren Sichtbarkeit. Umfassende Informationen finden sich beim Öffnen der nachfolgenden Blöcke.

Die Maßnahmen werden im Rahmen des Programms des MWK Niedersachsens zur Erhöhung des Anteils und der Repräsentanz von Frauen in allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen an niedersächsischen Hochschulen gefördert.

Coachingprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Vechta - Leitfaden zur Antragstellung

Förderinhalt und -summe:

Die Planung einer wissenschaftlichen Karriere ist neben dem Erreichen formaler Meilensteine und des Erlangens benötigter Kompetenzen immer auch von individuellen persönlichen, kontextualen und situationalen Faktoren abhängig. Neben dem eigentlichen Fachwissen, den Strategien und Erfahrungen u.a. in Bezug auf die Einwerbung von Drittmitteln, Projektmanagement, Publikations- und Lehrerfahrung sind vor allem strukturelle Bedingungen entscheidend dafür, inwiefern eine Karriere innerhalb der Wissenschaft als möglich erachtet wird. Entsprechende Förder- und Unterstützungsstrukturen zur Realisierung eines eigenen wissenschaftlichen Netzwerks, zur sicher(er)en Navigation in der Scientific Community und der Herstellung vermehrter Sichtbarkeit sind dabei als zentral zu bewerten. Da sich immer noch geschlechtsbezogene Unterschiede in den Zugängen zur Wissenschaftskarriere ergeben, die insgesamt mit stärkeren strukturellen Hindernissen[1] für Wissenschaftlerinnen einhergehen, adressiert die Maßnahme Coachingprogramm der ZEGD promovierende und promovierte Wissenschaftlerinnen, um den bestehenden Ungleichheiten weiter entgegenzuwirken. Da sich die Gruppe der Wissenschaftlerinnen auf derselben Qualifikationsstufe mit Blick auf die individuelle Karrierestrategie mit zum Teil sehr unterschiedlichen Fragestellungen konfrontiert sieht (etwa durch die Fachdisziplin, die aktuelle Lebenssituation und das Beschäftigungsverhältnis), können die Themen innerhalb des Coachings individuell gewählt werden (Voraussetzung: eindeutiger Bezug zur wissenschaftlichen Karriereentwicklung).

Fördersumme: Die Förderung umfasst maximal drei Coachingsitzungen pro Person zu je maximal 300 € (Brutto) pro Sitzung. Die Kosten werden ausschließlich für das Coaching übernommen. Reisekosten (Fahrtkosten, Verpflegung, Tagegeld, Übernachtungskosten etc.) können nicht erstattet werden. Es können nur Kosten übernommen werden, deren Rechnungsstellung bis spätestens 31.10.2022 erfolgt. Insgesamt können 15 Wissenschaftlerinnen gefördert werden.

Zielgruppe:

Promovendinnen, promovierte Wissenschaftlerinnen, Vertretungsprofessorinnen, Juniorprofessorinnen

Antragsverfahren:

Anträge können ab sofort und bis zum 30.06.2022 gestellt werden. Die Anträge sind schriftlich in einfacher Ausführung unterschrieben digital per E-Mail an gleichstellung@uni-vechta.de einzureichen. Bitte beachten Sie, dass nur vollständige und fristgerecht eingereichte Anträge bearbeitet werden. Einen Bescheid erhalten Sie zeitnah nach der Einreichung.

Antragsunterlagen:

Verpflichtungen:

Mit der Entgegennahme der Förderung verpflichten Sie sich, nach Beendigung der Maßnahme einen kurzen Bericht über den persönlichen Nutzen des Coachings einzureichen sowie ein Feedback zur Maßnahme zu geben. Bitte nutzen Sie dafür das Dokument „Vordruck_Bericht_Coachingprogramm_ZEGD_2022“. Die berichteten Daten werden dabei vertraulich behandelt und dienen ausschließlich zur anonymisierten Evaluation der Maßnahme im Zuge der Pflichten gegenüber dem Förderer sowie der Bedarfsspezifizierung zukünftiger Maßnahmen der ZEGD.

Abrechnungsinformationen:

Das Coaching ist von den Antragstellerinnen selbst zu organisieren. Die Rechnung(en) sind von der*dem Coach im Original bis spätestens 31.10.2022 an folgende Adresse zu senden:

Universität Vechta

Zentrale Einrichtung Gleichstellung & Diversität

Coachingprogramm für Nachwuchswissenschaftlerinnen

z.Hd. Dr.in Christina Plath

Driverstr. 22

49377 Vechta

per E-Mail: gleichstellung@uni-vechta.de

Der Bericht (s. Dokument „Vordruck_Bericht_Coachingprogramm_ZEGD_2022“) ist zeitgleich zur letzten Coachingrechnung einzureichen. Mit Erhalt des Berichts erfolgt die Begleichung der letzten Rechnung durch die ZEGD.

Entscheidungskriterien: 

  • Verfügbarkeit der Mittel
  • Zeitrahmen des Coachings in 2022
  • Bezug des Coachings zur wissenschaftlichen Karriere ist ersichtlich

Die Entscheidung über den Antrag trifft die ZEGD. Sie erhalten zeitnah nach Einreichung Ihres Antrags das Ergebnis der Prüfung per E-Mail. Bitte sehen Sie von Anfragen ab!

Bei Fragen können Sie sich per E-Mail an die ZEGD wenden: gleichstellung@uni-vechta.de

Informationsblatt zur Maßnahme: Hier entlang!

Förderung:

MWK Niedersachsen, Vorhaben zur „Erhöhung des Anteils und der Repräsentanz von Frauen in allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen an niedersächsischen Hochschulen“

 

[1]U.a. vorherrschende geschlechterstereotype Erwartungen und Assoziationen mit Wissenschaftler*innen sowie Frauen und Macht (s. Beard, 2018; Vervecken & Hannover, 2015), stark ungleiche Verteilung  von Care Arbeit mit 52,4% (durchschnittlicher Unterschied des täglichen Zeitaufwandes unbezahlter Sorgearbeit bei Männern und Frauen, s. BPW, 2018) sowie 23,4% der besetzten Professuren mit Frauen (destatis, 2016), um nur einige strukturell bestehende Hindernisse zu nennen, die vor allem zuungunsten der  weibliche Nachwuchswissenschaftlerinnen bestehen.


Betreuungskostenübernahme

für digitale und analoge Konferenz- und karriererelevante Terminteilnahmen für promovierende und promovierte Wissenschaftlerinnen mit Sorgeverantwortung

 

Förderinhalt:

Im Rahmen der erfolgreichen Drittmitteleinwerbung zur Erhöhung des Anteils und der Repräsentanz von Frauen in allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen an niedersächsischen Hochschulen beim MWK Niedersachsen stellt die Zentrale Einrichtung Gleichstellung & Diversität (ZEGD) auch für 2022 Mittel für Betreuungskosten für die Teilnahme an digitalen und analogen Konferenzen sowie karriererelevanten Terminen für promovierende und promovierte Wissenschaftlerinnen mit Sorgeverantwortung bereit (Gesamtumfang für 2022: 4.000€):

  • pro Termin bis zu 200,- EUR für die Inanspruchnahme externer Betreuung (bspw. Babysitting) sowie für zusätzliche Unterbringungs- und Reisekosten der betreuten Personen
  • die Kosten sind sowohl als direkte Rechnungsbegleichung als auch durch Rückerstattung förderfähig

 

Zielgruppe:

promovierende und promovierte Wissenschaftlerinnen mit Sorgeverantwortung

 

aktuelle Antragsfrist:

Die Anträge können laufend eingereicht werden. Die letztmögliche Antragsstellung ist der 15.11.2022; eine Rückmeldung erfolgt jeweils zeitnah nach Eingang des Antrags. Die Rechnungen müssen spätestens bis zum 30.11.2022 eingereicht werden, um durch die ZEGD beglichen werden zu können.

 

Informationen zur Antragsstellung:

Bitte das Antragsdokument „Vordruck Antrag Betreuungskostenübernahme 2022 ZEGD“ vollständig ausfüllen, unterschreiben und an folgende E-Mailadresse senden: gleichstellung@uni-vechta.de

 

Hintergrund der Fördermaßnahme:

Als ein wesentlicher Grund des Drop-outs von Personen aus der Wissenschaft wird die als schwierig bis unmöglich empfundene Vereinbarkeit von Sorgeaufgaben mit wissenschaftlichen und karrierefördernden Tätigkeiten empfunden. Empirisch gut belegt zeigt sich, dass dies in deutlich höherem Maße Frauen und insbesondere Wissenschaftlerinnen auf Positionen unterhalb einer ordentlichen Professur betrifft. Neben meist sehr unsicheren Stellenkonstellationen, kurzen Vertragslaufzeiten und hohen Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderung zeigen sich auch in akademischen Paarbeziehungen vermehrt traditionelle Aufteilungen von Sorgearbeit, sodass schlicht weniger Zeit für die Frauen zur Verfügung steht, die sie für Publikations-, Antrags- und Lehrtätigkeiten aufwenden können[1]. In der bestehenden Pandemiesituation haben sich ebenjene Zustände weiter verschärft, so haben vor allem Frauen die zusätzlich anfallende Sorgearbeit im Home Office übernommen[2]. Zudem mangelt es nach wie vor an ausreichenden Vorbildern, Strategien und wirksamen Unterstützungsstrukturen innerhalb des Systems, die eine Orientierung für Wissenschaftler*innen mit Blick auf (zukünftige) Elternschaft, Angehörigenpflege und weitere Sorgeaufgaben bieten. So wird der „ideal academic“ nach wie vor als männlich, flexibel und ohne Sorgeverpflichtungen innerhalb des Systems konstruiert und resultiert in einem „Entweder-Oder“ insbesondere für Wissenschaftlerinnen, das in Form des „leaky pipeline“-Effekts sichtbar wird[3]. Aus den genannten Gründen fokussiert diese Maßnahme Unterstützungsressourcen speziell für promovierende und promovierte Wissenschaftlerinnen mit Sorgeverantwortung. Um den Mehraufwand an Organisation und finanzieller Belastung zumindest anteilig zu kompensieren, wird ein „Unterstützungstopf“ für Betreuungskosten zur Verfügung gestellt, der für digitale und analoge Konferenz- und karriererelevante Terminteilnahmen in Anspruch genommen werden kann. Das Ziel der Maßnahme ergibt sich dabei in zweierlei Weise: Die Wissenschaftlerinnen sollen einerseits ebenso wir ihre Kolleg*innen ohne Sorgeverpflichtung Gelegenheit bekommen, ihre Karriere innerhalb der Wissenschaft voranbringen zu können und auf Konferenzen, Tagungen und innerhalb der Scientific Community mit ihrer Expertise sichtbar werden. Andererseits fungieren sie selbst als positive Beispiele dafür, wie die Vereinbarkeit von Sorge- und wissenschaftlicher Arbeit gelingen kann, wenn universitäre Strukturen diverse Lebenssituationen und Bedarfe berücksichtigen. Die ZEGD stellt in 2021 und 2022 insgesamt 5.000 EUR als Zuschüsse bereit.

Weitere Informationen erhalten Sie hier: https://www.uni-vechta.de/zentrale-einrichtung-gleichstellung-diversitaet/themen/wissenschaftliche-qualifizierung

Informationsblatt zur Maßnahme: Hier entlang

 

 

[1] Metz-Göckel, S. (2016). Im Wettlauf um den ‚perfekten Lebenslauf‘ – Wissenschaftlerinnen auf dem Weg an die Spitze. In S. Metz-Göckel et al. (Hrsg.), Faszination Wissenschaft und passagere Beschäftigung (S. 201-238). Opladen: Barbara Budrich.

[2] Alon, T. et al. (2020). The Impact of COVID-19 on Gender Equality. Covid Economics: Vetted and Real-Time Papers, 4, London: CEPR Press.

[3] Binner, K., & Weber, L. (2019). Zwischen ‚Exzellenz ‘und Existenz. Wissenschaftskarriere, Arbeits-und Geschlechterarrangements in Deutschland und Österreich. GENDER–Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft, 11(1), 9-10; GWK (2020). Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung, 24. Fortschreibung des Datenmaterials (2018/2019) zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen (Heft 69). Bonn: GWK.


Förderinhalt:

Im Rahmen der erfolgreichen Drittmitteleinwerbung zur Erhöhung des Anteils und der Repräsentanz von Frauen in allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen an niedersächsischen Hochschulen beim MWK Niedersachsen stellt die Zentrale Einrichtung Gleichstellung & Diversität (ZEGD) auch für 2022 wieder Zuschüsse für Open Access Veröffentlichungen von Monografien, Herausgeber*innen- und Sammelbänden,  Beiträge in ausgewiesenen Fachzeitschriften sowie für Fremdsprachenlektorate bereit (Gesamtumfang für 2022: 4.000€):

  • für Monografien, Herausgeber*innen- und Sammelbände: jeweils maximal 500,- EUR
  • Beiträge in ausgewiesenen Fachzeitschriften: jeweils maximal 250,- EUR
  • Fremdsprachenlektorate: jeweils maximal 300,- EUR

 

Zielgruppe:

Die Zuschüsse können für Publikationen beantragt werden, die von Wissenschaftlerinnen als Einzelautorin/-herausgeberin, Autorinnen-/Herausgeberinnengruppen oder als Erstautorin/-herausgeberin veröffentlicht werden.

 

aktuelle Antragsfrist:

ab sofort bis 31.10.2022; eine Rückmeldung erfolgt zeitnah nach Beantragung

Eingang der Rechnung muss bis 30.11.2022 erfolgen

 

Informationen zur Antragsstellung:

Bitte das Antragsdokument „Vordruck Antrag Publikationszuschüsse 2022 ZEGD“ vollständig ausfüllen, unterschreiben und an folgende E-Mailadresse senden: gleichstellung@uni-vechta.de

 

Hintergrund der Fördermaßnahme:

Für die Sichtbarkeit und Repräsentanz von Wissenschaftlerinnen ist neben einer strategischen und zielorientierten Karriereplanung insbesondere der Veröffentlichungsoutput von zentraler Relevanz. Die Fähigkeit, Beiträge in fachdisziplinspezifischen angesehenen, internationalen Journals, Sammel- und Herausgeber*innenbänden zu platzieren, ist eines der entscheidenden Bewertungskriterien in Berufungs- und Stellenbesetzungsverfahren, bei Begutachtungen von Forschungsanträgen und bei der Vergabe von Preisen, Auszeichnungen und Stipendien. Die Realisierung von Veröffentlichungen bringt unterschiedliche Kosten mit sich, die als Hürden für die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen insbesondere mit geringen Eigenmitteln fungieren können. Mit Blick auf die aktuelle Situation zeigen Forschungsergebnisse zudem, dass die Corona-Pandemie einen geschlechtsspezifischen Einfluss auf den Publikationsoutput von Wissenschaftler*innen insofern hat, dass Wissenschaftlerinnen im Durchschnitt signifikant weniger als ihre männlichen Kollegen publizieren[1]. Um die wissenschaftlichen Erkenntnisse zudem einem breiten Fachpublikum verfügbar zu machen sowie die Sichtbarkeit und Repräsentanz der Wissenschaftlerinnen weiter zu erhöhen, werden insbesondere Open Access Publikationen gefördert. Zur Kompensation und zur Unterstützung begrenzter finanzieller Eigenmittel stellt die ZEGD insgesamt 5.000 EUR als Zuschüsse bereit.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

https://www.uni-vechta.de/zentrale-einrichtung-gleichstellung-diversitaet/themen/wissenschaftliche-qualifizierung

 

Informationsblatt zur Maßnahme: Hier entlang

 

[1] Alon, T. et al. (2020). The Impact of COVID-19 on Gender Equality. Covid Economics: Vetted and Real-Time Papers, 4, London: CEPR Press.