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Baustein: Sensibilisierung, Empowerment und Öffentlichkeitsarbeit

Maßnahmen

Präsenz in Social Media und auf den universitären Kommunikationskanälen, Aktionsmonat, Instagram-Reihe "Let´s talk about", Unikino, Bereitstellung von Informationsmaterialien

Social Media: ZEGD-Instagram-Account und "Let´s talk about"-Reihe

Seit 2020 verfügt die ZEGD über ihren eigenen Instagram-Account: @zegd_univechta

Dort posten wir regelmäßig Infos rund um die Themen Gleichstellung, Chancengerechtigkeit und Diversität.

Zudem haben wir die Reihe "Let´s talk about" zum Themenschwerpunkt sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt ins Leben gerufen.

Uni-Kino Vechta

Das Unikino Vechta bieten die ZEGD und das International Office in Kooperation und mit Unterstützung des AStA an. Die Auswahl der Filme erfolgt dabei auf Grundlage der thematischen Schwerpunkte der Kooperationspartner*innen und wird durch Impulsvorträge zum jeweiligen Thema (bspw. Geschlechtergerechtigkeit im Sport, Musikbusiness, sexuelle Selbstbestimmung, HIV und Stigma) gerahmt.


Die Initiative #metooscience

 

Die Initiative #metooscience entwickelt Ansätze, um sexualisierte Gewalt im akademischen System aufzuzeigen, Bewusstsein zu schaffen und Betroffene zu unterstützen. #metooscience veröffentlicht anonym Statements Betroffener, die Situationen sexualisierter Gewalt schildern. Darüber hinaus klärt #metooscience durch Wissenschaftskommunikation über Belästigung am Arbeitsplatz und die psychischen Folgen sexualisierter Gewalt auf.

Instagram: @metooscience

 


Informationsmaterialien zum Thema SDBG

  • Was versteht die Universität Vechta eigentlich genau unter SDBG?
  • Wie sieht SDBG aus?
  • Welche aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen zu unterschiedlichen Formen sexualisierter Gewalt an Hochschulen und anderen Kontexten vor?
  • Was sind mögliche Strategien der Prävention und Intervention von SDBG?
  • Was passiert an anderen Hochschulen?
  • Wo kann ich mich weiterführend informieren?

Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu geben, hat die ZEGD die folgende Informationsübersicht erstellt. Wir freuen uns sehr über weitere Hinweise zu aktuellen Publikationen, Aktionen und Informationen rund um das Thema SDBG an Hochschulen!

Definitionen im Zusammenhang mit sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

Anbei finden Sie Definitionen im Zusammenhang mit sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt:

Sexismus wird gemäß Ministerrat des Europarates als jedwede Handlung oder Geste, visuelle Darstellung, Worte, Praktiken oder Verhaltensweisen, die auf der Vorstellung beruhen, dass eine Person oder Gruppe von Personen aufgrund ihres Geschlechts minderwertig sei. Wenn diese Handlungen in Verbindung mit einem der Wirkungsziele - die Würde der Person zu verletzen oder ihr einen physischen, sexuellen, psychischen oder sozioökonomischen Schaden zuzufügen, ein erniedrigendes oder einschüchterndes Umfeld zu erwirken, der Erfüllung der Menschenrechte einer Person entgegenzustehen oder Geschlechterstereotype aufrechtzuerhalten bzw. diese zu verstärken - stehen, sollen Maßnahmen gegen Sexismus getroffen werden. (Quelle: Council of Europe, Committee of Ministers (Hg.) (2019): Preventing and Combating Sexism.)

Sexuelle Belästigung ist laut AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) "ein unerwünschtes, sexuell bestimmtes Verhalten, das bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird, indem insbesondere ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entwürdigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird". Darunter fallen unerwünschte sexuelle Handlungen, Vergewaltigungen sowie sexuelle Bemerkungen oder auch das Zeigen von pornografischen Bildern. (Quelle: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (2015): Sexuelle Belästigung im Hochschulkontext - Schutzlücken und Empfehlungen. Unter Mitarbeit von Eva Kocher und Stefanie Porsche)

Strafrechtlich relevant wird sexuelle Belästigung in Deutschland jedoch nur, wenn eine Person "in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und dadurch belästigt" wurde. (Quelle: Strafgesetzbuch, §184i)

Auf den Seiten der Abteilung "WomenWatch" der Vereinten Nationen findet sich zudem eine Liste mit Beispielen verbaler, nicht-verbaler und physischer sexueller Belästigung. (Quelle: UN "Women Watch": What is Sexual Harassment")

Der Begriff der geschlechtsbezogenen Gewalt (gender-based violence, GBV) ist besonders im angelsächsischen Forschungsraum verbreitet (Hearn und Parkin 2001) und umfasst alle Formen von sexuellen Übergriffen, Vergewaltigung, häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung, sexuellem Zwang, Zwangsheirat und Stalking (SOAS University of London SOAS 2015). (Quellen: Hearn/Parkin (2001): Gender, Sexuality and Violence in Organizations; SOAS University of London (Hg.) (2019): Guidance to prevent and respond to gender-based violence on campus. Unter Mitarbeit von Equality and Diversity Office)

Die Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) spricht unter Berufung auf das AGG § 3 in diesem Kontext von "sexualisierter Diskriminierung und Gewalt", darunter fallen "alle Verhaltens- und Handlungsweisen [...] die beleidigend, demütigend, von den davon Betroffenen nicht erwünscht sind und als abwertend und herabwertend erlebt werden". Genauso wie bei "sexueller Belästigung" spielt die Herabwürdigung des Opfers durch eine Wortwahl oder Tat, die ein Machtgefälle zwischen Täter*in und Opfer herstellt, eine zentrale Rolle. (Quelle: bukof: Online-Handreichung "Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt an Hochschulen")

Karen Boyle hinterfragt 2018 in ihrer theoretischen Reflexion die häufige Gleichsetzung von "geschlechtsbezogener Gewalt" mit "Gewalt gegen Frauen" und plädiert für eine ausreichende Differenzierung der Zusammenhänge zwischen Geschlecht und Gewalt. (Quelle: Boyle, Karen (2018): What's in a name? Theorising the Inter-relationships of gender and violence. In: Feminist Theory 20 (1), S. 19-36)

Forschung und Publikationen zu sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt

Anbei finden Sie eine Übersicht aktueller Forschung und Publikationen zu sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt:

Informationssammlungen, Positionen und Expertisen zu sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt im Kontext Wissenschaft:

 

Leitfäden und Informationssammlungen zu sexueller Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz:

 

Präventions- und Interventionsmaßnahmen zu sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt:

 

wissenschaftliche Zeitschriften zum Thema sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt:

Publikationen zu Fallzahlen:

  • bff Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe und Nivedita Prasad (Hrsg.) (2021): Geschlechtsspezifische Gewalt in Zeiten der Digitalisierung: Formen und Interventionsstrategien. Bielefeld: transcript. Open Access Publikation: hier kostenfrei beziehbar!
  • Humbert et al. (submitted 2020): Explaining the Nordic gender equality paradox: factors affecting rates of disclosed gender-based violence across the EU. Submitted to PLOS One February 2020

 

Publikationen zu Häufungen und Mehrfachviktimisierung:

 

Publikationen zu den Effekten von geschlechtsbezogener und sexualisierter Gewalt auf Betroffene:

 

Publikationen zu Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen:

 

Publikationen zu Interventionen:

 

Publikationen zu Prävention:

 

Publikationen zu Gründen der Nicht-Meldung und unwirksamen Maßnahmen:


Aktionsmonat "Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen"

Im November fand an der Universität Vechta der Aktionsmonat "Gegen Gewalt an Frauen und Mädchen" statt. Der Aktionsmonat ist Bestandteil des Konzepts zur Prävention und Intervention bei sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt an der Universität Vechta. Neben dem „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ am 25.11. wurden über den gesamten November Aktionen zur Prävention und Intervention gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt veranstaltet.