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Promotionsprogramm „Digitale Lebenswelten in Dörfern - Verantwortung und Steuerung der digitalen Transformation. Chancen und Risiken des digitalen Wandels für Dörfer“

Das Promotionsprogramm „Digitale Lebenswelten in Dörfern – Verantwortung und Steuerung der digitalen Transformation. Chancen und Risiken des digitalen Wandels für Dörfer“  ist ein gemeinsames Vorhaben der Universität Vechta, der Leibniz Universität Hannover und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Es analysiert die Interdependenzen digitaler Transformationen auf Gemeinschaftsbildung, Raumkonfigurationen und Entscheidung- bzw. Handlungsprozesse. Es knüpft dabei direkt an das laufende Programm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ an, indem es den Willen zur Übernahme von Verantwortung und zur Umsetzung digitaler Innovationen als eine Haltung versteht, deren Ausprägungen sich nicht nur in Dörfern gut beobachten lassen, sondern die im „System“ Dorf auch spezifische Implementations- und Realisierungsbedingungen vorfindet.

Aufbauend auf einer Forschungslücke zu räumlichen Wechselwirkungen von Digitalisierungsprozessen sowie den spezifischen Adaptionsprozessen in ländlichen Gesellschaften sollen interdisziplinär Wirkungskontexte und Prozessabläufe in der Adaption und Inwertsetzung digitaler Technologien erforscht werden. Paradigmatisch gehen wir davon aus, dass die Ausbreitung digitaler Innovationen nicht nur speziellen Raummustern folgt, sondern zusätzliche zeitliche und thematische Differenzierungen berücksichtigt werden müssen: Neben Early vs. Late Adoption gibt es auch die thematische Dimension, die als Theme-related Adoption begriffen werden kann. Mithin können dann Themen und Prozesse der Digitalisierung in Dörfern dahingehend analysiert und die beteiligten Akteure von Politik, Wirtschaft und Bürgergesellschaft diesen Kategorien zugeordnet werden.

Ziel der interdisziplinären Diskursstruktur ist die Entwicklung von zuständigkeits- und prozessübergreifenden Problemlösungen, um im Kern diese Fragen zu beantworten:

  1. Welche Potentiale entwickeln digitale Technologien zur Lösung der Herausforderungen in Dörfern und ländlichen Räumen aus der Perspektive der beteiligten Disziplinen (Geographie,    Regionalentwicklung, Gerontologie, Ökonomik, Soziale Arbeit, Raumplanung, Dorfentwicklung und Architektur)?
     
  2. Welche Muster von Ausbreitung und Annahme digitaler Innovationen lassen sich für die einzelnen Handlungsfelder identifizieren?
     
  3. Welche Rolle spielen hierbei Verantwortungs- und Ermöglichungsräume?
     
  4. Welche konform-synergetische und konträr-antagonistische Verschränkungen lassen sich zwischen den drei Dimensionen „Gemeinschaft“, „Raum“ und „Entscheiden/Organisieren/Handeln“ beobachten?

Das Programm fokussiert die wissenschaftliche Unterstützung der Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume und fördert gezielt die fachübergreifenden Diskurskompetenzen für den Wissenstransfer.

Das analytische Gerüst des Programms mit Fokus auf Verantwortung und Steuerung durch und mittel Digitalisierung bilden die Dimension „Gemeinschaft“ (Kohäsion, Engagement, Marginalisierung und Kommunikation), Raum“ (Daseinsvorsorge, Infrastruktur, Mobilität, Bauen und Siedlung) und „Entscheiden, Organisieren und Handeln“ (Government, Governance, Innovationskultur, intermediäre Instanzen).

Das Programm wird vom Land Niedersachsen bis 2024 finanziert und umfasst insgesamt 14 "Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien". Voraussetzung für eine Landesförderung ist, dass die Promotionsstudiengänge mit herausragenden Forschungsschwerpunkten verknüpft sind und erkennbar ist, dass sie zur Weiterentwicklung der Struktur der Graduiertenausbildung an den beteiligten Hochschulen insgesamt beitragen werden. Die wichtigsten Schwerpunkte des Programms liegen in der Trans- und Interdisziplinarität, der Internationalisierung und Exzellenz. Es ermöglicht eine intensive Betreuung der Doktorandinnen und Doktoranden und eine verkürzte Promotionsdauer.

Eckdaten

Beginn: 01.10.2019

Förderdauer der Stipendien: 3 Jahre

Ausstattung der Stipendien: monatlich 1.500 Euro (1.400 Euro Grundbetrag zzgl. 100 Euro Sachkostenbeitrag), ggf. zzgl. Kinderzulage, Kinderbetreuungszuschlag sowie Zuschläge für Auslandsaufenthalte

Zulassungsvoraussetzungen:

Inhaltliche und methodische Vorkenntnisse im Promotionsgebiet, die eine Bearbeitung eines Promotionsthemas aus der Liste der Promotionsthemen ermöglichen.

Voraussetzung ist ein mit überdurchschnittlichem Ergebnis abgeschlossenes Hochschulstudium, das zu einer Promotion berechtigt, in einem raum-, sozial- oder ingenieurwissenschaftlich ausgerichteten Studiengang (z.B. Geographie, Regionalentwicklung, Raumplanung, Gerontologie, Soziale Arbeit, Architektur, Bauingenieurwesen/Geodäsie), das zu einer Promotion berechtigt.
Die beteiligten Einrichtungen setzen sich aktiv für die Chancengleichheit und Vielfalt ein und streben an, Unterrepräsentanzen im Sinne des nds. Gleichberechtigungsgesetzes in allen Bereichen und Positionen abzubauen. Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt.

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