Nachhaltige Entwicklung an der Universität Vechta

Die Universität Vechta ist bestrebt, das Konzept einer nachhaltigen Entwicklung in alle ihre Funktionsbereiche  – Forschung und Lehre, Verwaltung und Campusgestaltung – zu integrieren. Diese Seite möchte aufzeigen, wie die Universität Vechta zu einer nachhaltigen Entwicklung beiträgt.

 

Nachhaltige Entwicklung als offizielles Ziel der Universität Vechta

In den Zielvereinbarungen der Universität Vechta mit dem Land Niedersachsen (2019-2021) verpflichtet sich die Universität, „sich im Sinne der 25. Mitgliederversammlung der HRK am 06. November 2018 in Lüneburg „Für eine Kultur der Nachhaltigkeit“ einzusetzen“ (S. 5).

Dementsprechend verdeutlicht der Hochschulentwicklungsplan der Universität Vechta (2019-2023) mit seiner Querschnittsdimension „Nachhaltigkeit“ das Bestreben, das Nachhaltigkeitsprofil der Universität zu stärken und das Konzept einer nachhaltigen Entwicklung weiter voranzubringen (S. 52).

Vor dem Hintergrund aktueller und zukünftiger globaler Herausforderungen, wie z.B. des Klimawandels, der Ressourcenverschwendung und -knappheit, Hunger und Armut, eines gefährdeten Ökosystems, der Energieversorgung, der Globalisierung, etc., gewinnt die Perspektive einer nachhaltigen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Die Gestaltung einer nachhaltigen Entwicklung unserer (Welt-)Gesellschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Mit der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro im Jahr 1992 wurde das Thema erstmals auf weltpolitischer Ebene behandelt. Die Weltgemeinschaft verständigte sich damals mit der „Agenda 21“ auf eine Strategie, wie das Konzept einer nachhaltigen Entwicklung umgesetzt werden kann. 

Eine Definition nachhaltiger Entwicklung

Nicht viele Begriffe werden so unterschiedlich interpretiert und in verschiedenen Kontexten verwendet, wie der Begriff „Nachhaltigkeit“. Eine weitverbreitete Definition von nachhaltiger Entwicklung ist die der Brundlandt-Kommission von 1987: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“ (Brundlandt-Kommission, 1987).

Seit der Rio-Konferenz und des dort verabschiedeten weltweiten Aktionsprogramms „Agenda 21“ wird allgemein dem Bildungssektor und insbesondere auch den Hochschulen eine besondere Bedeutung und Verantwortung in dem Prozess einer nachhaltigen Entwicklung zugesprochen. In Artikel 36 der Agenda 21 wird die „Neuausrichtung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ als ein zentrales Handlungsfeld identifiziert. Bildung ist die Grundlage dafür, dass Menschen sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinandersetzen und so ein ökologischer, sozialer und werteorientierter Bewusstseinswandel stattfinden kann. Insbesondere Universitäten stellen Bildungseinrichtungen dar, in denen zukünftige Entscheidungsträger ausgebildet werden, neues Wissen generiert wird und ein Bewusstsein für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft geschaffen werden kann. Eine nachhaltigkeitsbezogene Forschung und Lehre zeichnet sich dabei durch Inter- und Transdisziplinarität aus. Als institutionelle Einrichtung produziert eine Universität zudem ihren eigenen ökologischen Fußabdruck, weshalb die Prinzipien der Nachhaltigkeit auch bei der Campusgestaltung, -verwaltung, und dem -management berücksichtigt werden müssen. Das heißt, eine Universität sollte Nachhaltigkeit nicht nur lehren und erforschen, sondern auch vorleben.


Letzte Aenderung: 16.06.2020 · Seite drucken

Kontakt

Mara Bauer

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

E-Mail: mara.bauer[at]uni-vechta[dot]de
Tel.: +49 (0) 4441. 15-398