Unsere diskriminierungsfreie Hochschule

Die Universität Vechta legt großen Wert auf ein faires und respektvolles Miteinander. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Rassismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung keinen Platz finden. Aber auch andere Formen von Konflikten, die im Kontext Lehre, Studium, wissenschaftlicher Qualifikation oder im Miteinander aller Universitätsangehörigen entstehen können, wollen wir lösen, ihnen vorbeugen und aus ihnen positive Veränderungen ableiten. Damit wir ein Ort sind, an dem wir aufeinander vertrauen können und voneinander lernen.

Jede*r einzelne ist deswegen verantwortlich, sich entsprechend zu verhalten:

  • Sei es im direkten wertschätzenden Miteinander.
  • Sei es, Menschen so anzusprechen, wie sie es möchten.
  • Sei es, faire Chancen für alle Lernenden zu ermöglichen.
  • Sei es durch den Abbau von Barrieren.

Als Universitätsgemeinschaft entscheiden wir uns jeden Tag aktiv für ein faires und diskriminierungsfreies Miteinander. Wir wollen hinsehen und zuhören, wenn wir selbst oder auch andere mit belastendem oder problematischem Verhalten konfrontiert sind. Gemeinsam treten wir füreinander ein und übernehmen Verantwortung. Wir sind gefordert, Haltung zu zeigen. Hochschule in Verantwortung sind wir alle. Sie sind nicht alleine. Opens external link in new windowSprechen Sie uns an.

Häufige Fragen zu Konflikten und Diskriminierung

Diskriminierung beschreibt jede Form der ungerechtfertigten Benachteiligung oder Ungleichbehandlung von einzelnen Personen oder Gruppen. Diese können in Form von Äußerungen, Gesten oder Handlungen erfolgen. Diskriminierung kann in der Praxis verschiedene Formen annehmen:

z.B. Aufgrund von Ethnie oder Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, Sexueller Identität

Aber nicht alles, was als diskriminierend empfunden wird, ist gesetzlich verboten. Eine Diskriminierung und damit Benachteiligung liegt vor, wenn jemand ohne sachlichen Grund wegen eines der obigen Merkmale in einer vergleichbaren Situation ungünstiger behandelt wird als jemand, der nicht über dieses Merkmal verfügt. In der Beratung helfen wir Ihnen herauszufinden, ob ihre Situation rechtliche Diskriminierungsmerkmale aufweist.

Wir werden aber immer, unabhängig davon, versuchen, Ihnen bestmöglich zu helfen, um in der belastenden Situation eine Lösung zu finden.

Sexuelle Diskriminierung wird in vielfältiger Art und Weise ausgeübt. Dies geschieht verbal, nonverbal und auch durch tätliche Angriffe.

Es gelten alle Verhaltens- und Handlungsweisen als sexuelle Diskriminierung und Gewalt, die beleidigend, demütigend, von den davon Betroffenen nicht erwünscht sind und als abwertend und herabwertend erlebt werden (AGG §3, Abs.4).

Sexuelle Diskriminierung und Gewalt hat nichts mit Sexualität, sondern mit Macht zu tun: Der Lustgewinn liegt in der Machtausübung gegenüber Abhängigen und in der Demütigung des Opfers.

Sexuelle Diskriminierung und Gewalt kann individuell unterschiedlich empfunden werden. Das Thema geht immer einher mit Selbstzweifeln, Schuldgefühlen und tief empfundener Scham. Viele schweigen auch aus Angst, z.B. um ihre berufliche Zukunft nicht zu gefährden.

Die wenigsten können gleich einordnen, was ihnen passiert ist und suchen den Fehler bei sich selbst.

Beispiele für scheinbar „harmlose“ Situationen, die jedoch offen oder subtil sexistisch und damit Formen sexualisierter Diskriminierung sind:

  • Nachpfeifen, Kommentare über den Körper, obszöne Witze...
  • Sexualisierte Aufnahmerituale an Hochschulen (z.B. Kleiderkette bis alle in Unterwäsche oder nackt sind)
  • Werbung für studentische Veranstaltungen mit pornografischem Wort und/oder Bildinhalt oder auch externe Werbung für Produkte
  • Namen von studentischen Vereinigungen/Gruppen/Teams (z.B. Fußballverein FC Siewillja)
  • ...

Zögern Sie bitte nicht und wenden sich immer, auch wenn Sie die Situation nicht einschätzen können, an eine interne oder externe Opens external link in new windowAnlaufstelle und holen sich Rat und Hilfe.

Mobbing an der Uni kennen viele und viele leiden darunter.

Mobbing oder Mobben beschreibt das wiederholte und regelmäßige, vorwiegend seelische Schikanieren, Quälen und Verletzen eines einzelnen Menschen durch eine beliebige Art von Gruppe oder Einzelperson. Zu typischen Mobbinghandlungen gehören Demütigungen, Verbreitung falscher Tatsachenbehauptungen, Zuweisung sinnloser Aufgaben, Gewaltandrohung, soziale Isolation oder eine fortgesetzte, unangemessene Kritik an einer Person oder ihrem Tun.

Mobbing hat viele Gesichter und es kann jeden treffen. Es kann in jeder sozialen Gruppe erfolgen: In der Peergroup im Studium, am Arbeitsplatz, in Wohnheimen, im Internet (Cyber-Mobbing) oder in anderen sozialen Kontexten.

Auch an der Uni beginnt Mobbing oft ohne Vorwarnung. Aus Belanglosigkeiten, aus kleinen Sticheleien wird ein Kreislauf. Die Gründe sind dafür in den meisten Fällen banal und selbst der Täter*die Täterin, weiß dabei meistens nach einiger Zeit gar nicht more, warum er*sie das Opfer mobbt.

Das macht das Mobbing auch an der Uni aber nicht weniger schlimm. Schikanen und soziale Isolation sind vielfach die Folgen von Mobbing. Deswegen zögern Sie bitte nicht und suchen sich Hilfe. Diese internen Anlaufstellen werden versuchen, Ihnen zu helfen: Opens external link in new windowLink.

Last revision: 2020-05-27 · Print page

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