Beschäftigungsbefähigung als Übersetzung von Employability – einem Leitziel des Bologna-Prozesses – zielt auf die Fähigkeit ab, sich erforderliche Kompetenzen bei sich verändernden Bedingungen anzueignen bzw. aneignen zu können, um Erwerbsfähigkeit zu erlangen bzw. aufrecht zu erhalten.
In verschiedenen Dokumenten auf europäischer Ebene und in deutschen Landesgesetzgebungen ist die Entwicklung der Berufsfähigkeit der Studierenden einer der verbindlichen Studienziele. Die Arbeitsmarktvorbereitung ist – laut Wissenschaftsrat -  eine der drei zentralen Dimensionen zeitgemäßer akademischer Bildung, neben Fachlichkeit und Persönlichkeitsentwicklung.
Beschäftigungsbefähigung kann nur in der Summe und in der Verzahnung verschiedener Maßnahmen in unterschiedlichen Phasen im Student Life Cycle (Studienverlauf) gezielt gefördert werden.

Um die Beschäftigungsfähigkeit der Studierenden zu stärken brauchen Sie:

  • Eine fundierte fachwissenschaftliche Ausbildung mit Praxisbezug
  • Die Möglichkeit zum Erwerb von überfachlichen Kompetenzen wie beispielsweise Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit, interkulturellen Kompetenzen sowie eine Bandbreite an methodischen Kompetenzen bereits im Rahmen des Studiums
  • Die Fähigkeit und Bereitschaft zu lebenslangem Lernen
  • Die Fähigkeit und Bereitschaft, die eigenen Kompetenzen auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes zu beziehen und weiterzuentwickeln

Der Erwerb der Beschäftigungsfähigkeit ist also ein aktiver von den Studierenden mitgestalteter Prozess im Studienverlauf.

Die Veränderungen in der Berufswelt wie z.B. die Globalisierung, die Ausdifferenzierung der Berufsfelder sowie wachsender Einfluss der Ökonomie und die damit einhergehenden veränderten Bedingungen im Verhältnis von Studium und Beruf stellen die Hochschulen vor die Aufgabe, zu klären, wie sie in der Gestaltung der Studiengänge diese Entwicklungen berücksichtigen.
Die Hochschule hat sich von einer überschaubaren Institution zur Reproduktion einer wissenschaftlichen Elite hin zu einer Institution entwickelt, wo die Mehrheit der Absolventen einen Arbeitsplatz im außeruniversitären Arbeitsmarkt anstrebt.


Den Studierenden sollten aufgezeigt werden, dass Theorie und Praxis im Studium keinen Gegensatz bilden, sondern sich vielmehr gegenseitig ergänzen und durchdringen.

Ein erster Ansatz könnte sein praxisnahe Elemente in Veranstaltungen einzubinden. Forschungs- und Praxisprojekte sind eine gute Möglichkeit die Verbindung zwischen der wissenschaftlichen Arbeit und der Praxis herzustellen. Entsprechende Maßnahmen innerhalb Ihrer Module können

  • Case Studies,
  • durch Vor- und Nachbereitung flankierte Exkursionen und Expertengespräche,
  • Unternehmens- oder Einrichtungsbesuche,
  • Vorträge durch Berufspraktikerinnen und Berufspraktiker oder Alumni,
  • projektbasierte Ansätze mit Kooperationspartnern,
  • Besuche von Messen/Kongressen oder Tagungen sein.

Eine andere Möglichkeit wäre eine Annäherung an reale Berufskontexte durch Simulation, um den Studierenden mögliche Elemente beruflicher Erfahrungen schon vorab erlebbar zu machen

Zudem ermöglicht eine integrative Einbindung von überfachlichen Kompetenzen in Ihre Veranstaltungen es, während der Vermittlung von Fachwissen, einen wichtigen Teil der Employability der Studierenden zu fördern. Den Studierenden sollte vor Augen geführt werden, dass die meist ohnehin angewandten Methoden, wie z.B. Präsentationen durch Studierende oder Gruppenarbeiten im Veranstaltungskontext, eine Stärkung Ihrer überfachlichen Kompetenzen zur Folge hat.
Beispiel: Bei einer Einbindung von praktischen projektorientiertem Lernen, kann z.B. im Vorfeld durch eine E-Learning Einheit oder eine Präsenzveranstaltung der notwendige Input zum Thema Projektmanagement bereitgestellt werden und dabei thematisiert werden, welche Kompetenzen dabei erworben werden.

Die Studierenden müssen sich Ihrer Kompetenzen bewusst sein, diese in Ihre Kontexte einordnen können und anderen gegenüber darstellen können, sodass Sie sich und Ihr Kompetenzprofil beim Übergang vom Studium in der Beruf präsentieren können. Dies kann gelingen, indem man den Anwendungsbezug der im Studium erarbeiteten Kompetenzen in der Berufswelt stärker verdeutlicht.

Die zu vermittelnden zentralen beschäftigungsbefähigenden Kompetenzen der Fächer können dabei unterschiedlich sein. Somit ist es von Bedeutung, dass die Fächer diese für Studierende eingängig darzustellen und transparent machen.


Wir unterstützen Sie gerne durch Beratung, wenn Sie in Ihren Modulen einen stärkeren Employability-Ansatz implementieren möchten. Im gemeinsamen Gespräch können mögliche Maßnahmen aufgezeigt und deren Umsetzung geplant werden. Zudem können Kontakte zu Kollegen oder Kolleginnen hergestellt werden, die ähnliche Angebote schon durchgeführt haben und somit gute Tipps bei der Planung oder Umsetzung geben können.

Sollten Sie im jetzigen Wintersemester oder kommenden Sommersemester derartige Maßnahmen planen, freuen wir uns, wenn wir Sie in der Koordination oder (Teil-)Finanzierung unterstützen dürfen.

Bei Interesse am oder Fragen zum Thema Employability kontaktieren Sie mich gerne!


Von Seiten des Career-Service werden u. a. Praxisbörsen, Workshops und Webinare angeboten.
Zudem gibt es Projekte, Module, Seminare oder Veranstaltungen in einzelnen Studiengänge oder Fächern.

Als Beispiel zwei Projekten/Veranstaltungen aus dem SoSe 2017:

Die Fakultät III Anglistik, Geistes- und Kulturwissenschaften hat eine Vortragsreihe (fünf Vorträge) organisiert: Geistes- und kulturwissenschaftliche Berufsprofile - Geisteswissenschaftler werden Taxifahrer - Oder nicht?. Fünf Berufspraktiker haben dabei aus Ihrem Berufsalltag erzählt und wie Sie dort hingekommen sind.

Der Studiengang Management Sozialer Dienstleistungen hat in einem Seminar im Modul DM-7 teilnehmende Studierende einen Career-Day für Ihren Studiengang planen, durchführen und auswerten lassen. Dafür wurden potenzielle Arbeitgeber eingeladen sowie Informationen über den Studiengang durch einen Vortrag an die Arbeitgeber herangetragen.


Die geplanten oder durchgeführten Angebote Ihres Studiengangs können natürlich auf Ihren Fachseiten veröffentlicht werden.

Gerne können Sie Ihre Best-Practice Beispiele an den Career Service schicken, damit eine Kurzfassung auf dieser Seite veröffentlicht werden kann.
Somit können universitären Angeboten zu diesem Themenkomplex gesammelt dargestellt werden, sodass Kontakte zwischen Interessierten und durchführenden Lehrenden leichter hergestellt werden können.
Zudem können auch andere Studiengänge und Kollegen bei ähnlichen Ideen von Ihren Erfahrungen profitieren.
In diesem Fall wäre auch eine Verlinkung auf Ihre Fachseite möglich, sodass Sie Ihr Angebot nicht selber einpflegen müssen.

Falls Sie gerne ein Best-Practice Beispiel einreichen, Anregungen erhalten möchten oder sich einen unkomplizierten Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen oder Kollegen über Maßnahmen zur Erhöhung der Employability wünschen, melden Sie sich gerne!

 

 

Letzte Aenderung: 17.01.2018 · Seite drucken

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