Studium mit Handicap oder chronischer Erkrankung

Herzlich Willkommen an der Universität Vechta.

 

Studienkultur wird an der Universität Vechta groß geschrieben – insbesondere, wenn es darum geht, Rahmenbedingungen zu schaffen, die alle einschließen. Dabei streben wir an, jeder/jedem Studierenden mit Handicap oder chronischer Erkrankung eine gleichberechtigte und selbstständige Teilhabe am Studium und darüber hinaus am studentischen Leben zu ermöglichen. Ein Höchstmaß persönlicher Unabhängigkeit ist dabei unser Ziel und wir sind bestrebt Studienbedingungen stets weiter zu entwickeln. Es stehen Ihnen zahlreiche Informations- und Beratungsangebote zur Verfügung.

 

 

Information/Beratung

Orientiert am Student-Life-Cycle finden Sie in den folgenden Reitern Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für verschiedene Themen Ihres Studienverlaufs. Sollten Sie unsicher sein, wen Sie kontaktieren können, bzw. können nicht genau festmachen, welchen Bereich Ihr Anliegen umfasst, zögern Sie nicht und kontaktieren Sie die Beauftragte für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung, Frau Imke Kimpel (Zentrale Studienberatung).

Eine Frage zu viel ist nie eine Frage zu wenig, eine verpasste Frist oder Sackgasse. Seien Sie proaktiv. Wir sind es auch.

Information/Beratung nach Themen

>> Zentrale Studienberatung (Orientierung/Beratung)

Unterstützung hinsichlicht der Entscheidung für/gegen ein Studium wie auch eine eingehende Beratung zu Studienmöglichkeiten, -bedingungen und berfulichen Aussichten finden Sie bei der Zentralen Studienberatung. Sowohl bei Orientierungsangeboten als auch in der individuellen Beratung stehen Sie als Person im Mittelpunkt. Vereinbaren Sie gerne einen Termin mit uns.

 

>> Immatrikulationsamt (Härtefallantrag)

Für Studiengänge/-fächer mit Zulassungsbeschränkungen gibt es die Möglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen. Als Härtefall anerkannte Studienbewerberinnen und -bewerber erhalten im Rahmen der 2%igen Härtefallquote vor allen anderen Bewerberinnen und Bewerbern einen Studienplatz. Die Kriterien für die Anerkennung eines Härtefalles sind sehr streng geregelt. Eine außergewöhnliche Härte besteht, wenn so schwerwiegende gesundheitliche, soziale oder familiäre Gründe vorliegen, dass es der Bewerberin/dem Bewerber nicht zugemutet werden kann, auch nur ein Semester auf die Zulassung zu warten. Weitere Informationen finden Sie hier.

>> Zentrale Studienberatung (Studienorganisation)

Bei allen Fragen rund um die Studienorganisation stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralen Studienberatung zur Verfügung. Wir beraten Sie im Hinblick auf Ihre persönliche Situation und einen individuellen Studienverlauf. Bei Fragen zu Studiengangs- oder Studienfachwechsel, Hochschulwechsel, Studienabbruch, Unterbrechung oder Beurlaubung, aber auch bei Fragen zum Umgang mit Studienbedingungen, Prüfungssituationen, Stundenplangestaltung sowie Lern- und Arbeitsmanagement stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns.

 

>> Immatrikulationsamt (Befreiung: Langzeitstudiengebühren)

Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung, deren Studierfähigkeit aufgrund der gesundheitlichen Situation eingeschränkt ist, können einen Antrag auf Befreiung von Langzeitstudiengebühren aufgrund unbilliger Härte stellen. Gesetzlich steht Ihnen nach §12 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes ein Studienguthaben von Regelstudienzeit plus sechs weiterer Semester zur Verfügung. Für einen konsekutiven Master wird das Studienguthaben um die Regelstudienzeit des Masters erhöht. Sie sind angehalten, den Antrag auf Befreiung von Langzeitstudiengebühren rechtzeitig vor Ende der Rückmeldefrist zu stellen.

 

>> AStA (Befreiung: Semesterticket)

Studierende können auf Antrag von der Zahlung des Beitrages für das Semesterticket befreit werden, wenn sie studienzeitverlängernde Auswirkungen einer Behinderung oder schweren Erkrankung geltend machen. Dies ist mit einem amtsärztlichen Attest entsprechen nachzuweisen. Antragsformulare können beim AStA angefordert werden. Es gelten folgende Ausschlussfristen: Wintersemester 30.11. / Sommersemester 15.05.


>> Fachstudienberatung (Teilzeitstudium)

Grundsätzlich steht Ihnen die Möglichkeit offen, Ihr Studium vom Umfang her auf ein Teilzeitstudium zu reduzieren (15CP/Semester). Die Antragstellung erfolgt immer für zwei Semester, wobei die Studierbarkeit der dann abzuleistenden Module von der jeweilig zuständigen Fachstudienberatung bestätigt wird.

 

>> Psycho-Soziale Beratungsstelle (psb) des Studentenwerks Osnabrück

"Lernblockaden, Prüfungsangst oder persönliche Probleme – das Studium besteht nicht nur aus Erfolgserlebnissen. Schwierige Phasen erlebt jeder einmal im Studium. Sie sind sogar eher die Regel als die Ausnahme. Nicht immer lassen sich diese Hindernisse schnell und aus eigener Kraft überwinden. Die Psychosoziale Beratungsstelle bietet Kurse zur Bewältigung von Studienproblemen sowie vertrauliche Einzelgespräche an."

>> Beauftragte für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung

Fragen, die sich im Zusammenspiel Ihrer gesundheitlichen Situation und zu absolvierenden Prüfungsleistungen ergeben, können Sie mit der Beauftragten für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung besprechen. Gemeinsam können Sie auch ausloten, ob die Beantragung eines Nachteilsausgleichs (siehe nächster Reiter oben für weitere Informationen) sinnvoll ist oder andere Maßnahmen zur Anpassung Ihrer Studienbedingungen erforderlich sind. Kontaktieren Sie gerne Frau Kimpel.

 

>> zuständiger Prüfungsausschuss

Auch der für Sie in Ihrem jeweiligen Studiengang zuständige Prüfungsausschuss berät Sie gerne zum Thema Prüfungsleistungen. Kontakt stellen Sie jeweils über die Prüfungsausschussvorsitzende oder -vorsitzenden her. Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Akademischen Prüfungsamtes.

>> Career Service (Übergang Studium/Beruf)

Ihr Studienabschluss steht kurz bevor und Sie benötigen Unterstützung in der Gestaltung des Übergangs von der Hochschule in die Berufswelt? Dann finden Sie Unterstützung im Career Service der Universität Vechta. Fragen zu Bewerbungen, Arbeitsmarktorientierung und den nächsten Schritten können Sie hier anbringen.

 

>> Zentrale Studienberatung (Übergang Bachelor/Master)

Ihr Studienabschluss naht und Sie tragen sich mit dem Gedanken, einen konsekutiven Masterstudiengang an der Universität Vechta oder auch einer anderen Universität aufzunehmen? Die Zentrale Studienberatung unterstützt Sie gerne in der Recherche geeigneter Studiengänge (auch im Hinblick auf die berufliche Relevanz eines Masterabschlusses) und den notwendigen interen/externen nächsten Schritten in der Konkretisierung Ihres Vorhabens.

Sie haben einen Unterstützungsbedarf in anderen Bereichen Ihres Studiums abseits derer, die hier bereits angesprochen sind? Dann zögern Sie nicht, die Beauftragte für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung (Frau Imke Kimpel, Zentrale Studienberatung) zu kontaktieren.

 

Zusätzliche Unterstützung kann folgende Aspekte beinhalten:

> Mitschriften bei Vorlesungen

> technischer Support: Höranlagen, Laptopstellung für Klausuren, Aufnahmegeräte etc.

> barrierefreier Zugang zu Gebäuden, Räumen oder Lehr-/Lernmaterialien

etc.

Nachteilsausgleich

Um einen Anspruch auf Nachteilsausgleich geltend machen zu können, müssen Studierende eine längerfristige Beeinträchtigung nachweisen, die die Kriterien einer Behinderung erfüllt. Dabei orientieren sich die Hochschulen im Allgemeinen an der Definition von Behinderung des § 2 Absatz 1 Sozialgesetzbuch (SGB IX). Zunehmend wird auch auf den Behinderungsbegriff der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) Bezug genommen.

Studierende mit Bewegungs- und Sinnesbeeinträchtigungen können genauso wie Studierende mit länger andauernden, chronisch-somatischen oder psychischen Er­krankungen, mit Teilleistungsstörungen wie Legasthenie, mit Autismus oder anderen längerfristigen Beeinträchtigungen einen Anspruch auf Nachteilsausgleich bei der Stu­dienorganisation und in Prüfungssituationen haben.

Eingeschlossen sind jeweils auch chronische Krankheiten mit episodischem Verlauf, also beispielsweise Rheuma, Epilepsie, Multiple Sklerose oder Allergien.

(Nachweis: www.studentenwerke.de/de/content/nachteilsausgleich-antragsverfahren-und-nachweise)

Studierende mit Behinde­rungen und chronischen Krankheiten können die zeitlichen und formalen Vorgaben oft nicht wie vorgesehen erfüllen. Um fehlende Gestaltungsspielräume bei der Studienorganisation auszugleichen und Prüfungsbedingungen anzupassen, werden individuelle Nachteilsausgleiche erforderlich.

(Nachweis: www.studentenwerke.de/de/content/nachteilsausgleiche-im-studium-und-pr%C3%BCfungen)

>> Um chancengleiche Studien- und Prüfungsbedingungen in Anspruch nehmen zu können, sind Studierende mit Beeinträchtigung verpflichtet, einen Antrag auf Nachteilsausgleich zu stellen. Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung haben einen gesetzlichen Anspruch auf Nachteilsausgleich, jedoch gibt es keinen Anspruch auf eine bestimmte Form.

>> Nachteilsausgleich bedeutet demnach, dass Form und Bedingungen des Erwerbs der in Prüfungsleistungen geforderten Kompetenzen unter bestimmten Voraussetzungen modifiziert werden können, während die Leistungsziele selbst stets zu erfüllen sind.

1. Vor Antragstellung wird ein persönliches Beratungsgespräch mit der/dem Beauftragten für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung oder auch mit der/dem jeweils zuständigen Prüfungsausschussvorsitzenden bzw. der jeweiligen Stellvertretung empfohlen.

2. Die oder der Studierende stellt einen Antrag auf Nachteilsausgleich (siehe Downloads). Hierfür werden persönliche wie auch studien- und prüfungsrelevante Angaben (Module, Prüfungsleistungen etc.) benötigt. Ebenfalls sind auf dem Antrag die entsprechenden Nachteilsausgleiche, die in Anspruch genommen werden wollen, zu benennen.

3. Die in der Antragstellung zu Grunde gelegte Beeinträchtigung muss belegt werden durch ein von fachärztlicher Seite ausgefülltes Formular (siehe Downloads). Angaben zur Diagnose oder Symptomatik der Beeinträchtigung sind nicht erforderlich, sondern lediglich Hinweise zur Auswirkung auf die Studien- und Prüfungssituation sowie zur Dauer der Beeinträchtigung.

4. Der Antrag wird bei der/dem Beauftragten eingereicht. Auf dessen Grundlage erarbeitet die/der Beauftragte eine Stellungnahme und leitet diese zusammen mit den Formularen unter Wahrung des Datenschutzes an den jeweilig zuständigen Prüfungsausschuss weiter. Die/Der Beauftragte informiert und berät den Prüfungsausschuss hinsichtlich der Entscheidung zum Nachteilsausgleich. Die Entscheidung selbst obliegt dem Prüfungsausschuss.

5. Gemäß §30 Abs. 2 RPO ist der vollständige Antrag rechtzeitig vor Anmeldung zur Prüfungsleistung bzw. Antritt der Studienleistung bei der/dem Beauftragten für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung einzureichen.

6. Die/Der Beauftragte teilt die Entscheidung des Prüfungsausschusses der/dem Studierenden mit und leitet die entsprechende Bescheinigung an die/den Studierende/n weiter.

>> Nachteilsausgleiche können sich auf sämtliche Studien- und Prüfungsleistungen beziehen. Sie können einmalig, für bestimmte Abschnitte des Studiums oder auch für die Dauer eines Studiums gewährt werden.

>> Beauftragte für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung

Fragen, die sich im Zusammenspiel Ihrer gesundheitlichen Situation und zu absolvierenden Prüfungsleistungen und insbesondere im Bereich des Nachteilsausgleichs ergeben, können Sie mit der Beauftragten für Studierende mit Handicap oder chronischer Erkrankung besprechen. Gemeinsam können Sie auch ausloten, ob die Beantragung eines Nachteilsausgleichs sinnvoll ist oder andere Maßnahmen zur Anpassung Ihrer Studienbedingungen erforderlich sind. Kontaktieren Sie gerne Frau Imke Kimpel.

 

>> zuständiger Prüfungsausschuss

Auch der für Sie in Ihrem jeweiligen Studiengang zuständige Prüfungsausschuss berät Sie gerne zum Thema Prüfungsleistungen und Nachteilsausgleich. Kontakt stellen Sie jeweils über die/den Prüfungsausschussvorsitzende oder -vorsitzenden her. Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Akademischen Prüfungsamtes.

 

>> Deutsches Studentenwerk

Das deutsche Studentenwerk hält für Sie eine Liste bereit mit den Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern an den deutschen Hochschulen.

www.studentenwerke.de/de/content/kontakt-f%C3%BCr-studierende-mit-beeintr%C3%A4chtigung

Downloads

Nachteilsausgleich

Richtlinie zur Umsetzung von Nachteilsausgleichen bei Studien- und Prüfungsleistungen (inkl. Antrags- und Attestformular)

 

Lagepläne

Lageplan – Gebäude der Universität (Barrierefreiheit)

Weiterführende Links

Letzte Aenderung: 19.10.2018 · Seite drucken

ZSB Zentrale Studienberatung

Imke Kimpel

Beauftragte für Studierende mit
Handicap oder chron. Erkrankung

Raum: R 015
Fon +49.(0) 4441.15 378

imke.kimpel@uni-vechta.de