Fragen und Antworten zu Studienqualitätsmitteln

Vom Wintersemester 2006/07 bis zum Sommersemester 2014 wurden an den Universitäten und Hochschulen in Niedersachsen Studienbeiträge erhoben. Dabei handelte es sich um Beiträge, die grundsätzlich jede/r Studierende in Höhe von 500 Euro pro Semester an die Hochschule zu entrichten hatte. Diese zusätzlichen Einnahmen sollten es den Hochschulen ermöglichen, ihr Lehr – und Betreuungsangebot zu verbessern. Seit der Abschaffung der Studienbeiträge zum Wintersemester 2014/15 ersetzt das Land Niedersachsen den Hochschulen diese Zahlungen in vollem Umfang. Im Vergleich zu den Studienbeiträgen ist der Verwendungszweck von Studienqualitätsmitteln enger gefasst. Sie dürfen nicht für Baumaßnahmen oder Stipendien ausgegeben werden.

Der Verwendungszweck der Studienqualitätsmittel ist im Niedersächsischen Hochschulgesetz (NHG) geregelt. In §14b, Absatz 1 NHG heißt es:

"Die Studienqualitätsmittel sind für die Sicherung und Verbesserung der Qualität der Lehre und der Studienbedingungen zu verwenden. In diesem Rahmen sollen sie vorrangig verwendet werden, um das Betreuungsverhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden zu verbessern, zusätzliche Tutorien anzubieten und die Ausstattung der Bibliotheken sowie der Lehr- und Laborräume zu verbessern. Soweit aus den Studienqualitätsmitteln zusätzliches Lehrpersonal finanziert wird, darf es nur zu solchen Lehraufgaben verpflichtet werden, die das für die Studiengänge erforderliche Lehrangebot ergänzen oder vertiefen. Die Studienqualitätsmittel sind innerhalb von zwei Jahren nach ihrer Zahlung zweckentsprechend zu verausgaben (...)."

Für Baumaßnahmen und Stipendien dürfen Studienqualitätsmittel nicht verwendet werden.

Zu beachten ist außerdem die Bestimmung nach der Studienqualitätsmittel nur zur Finanzierung von Lehrveranstaltungen ausgegeben werden dürfen, welche das ordnungsgemäße Lehrangebot ergänzen oder vertiefen. Dies kann z.B. durch das Angebot mehrerer Parallelveranstaltungen bei großen Lerngruppen erreicht werden. Lehrpersonal, das erforderlich ist, um das grundständige Studienangebot zu sichern, darf hingegen nicht aus Studienqualitätsmitteln bezahlt werden. Dies bedeutet, dass Studienqualitätsmittel gemäß Opens external link in new window§9 Satz 3 des Niedersächsischem Hochschulzulassungsgesetzes (NHZG)  kapazitätsneutral verwendet werden müssen.

 

 

Studienqualitätsmittel werden für Maßnahmen verwendet, die zur Sicherung oder Vebesserung der Qualität von Lehre und Studienbedingungen beitragen. Darunter fallen z.B. Kosten für zusätzliches Lehrpersonal zur Vebesserung des Betreuungsverhältnisses und Tutorien. Aber auch Maßnahmen zum Ausbau von Beratungs- und Serviceangeboten für Studierende, technische Ausstattung, z.B. für Labore, andere Lehr- und Lernmittel und längere Öffnungszeiten der Bibliothek werden aus Studienqualitätsmitteln bezahlt.

Letzte Aenderung: 01.02.2017 · Seite drucken

Ansprechpartnerin

Dr. Claudia Schüller

Opens window for sending emailE-Mail: claudia.schueller@uni-vechta.de

Tel.: 04441 15-140