DFG-Forschungsprojekt "ProDisG": Professionalität im Fokus diskursanalytischer Auswertung von Gruppendiskussionen – Familialisierung als Moment differenter Vergeschlechtlichung pädagogischer Professionalität unter situativen und übersituativen Bedingungen der Äußerung

Projektleitung: Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla

Projektmitarbeiterin: Katharina Steinicke

Projektlaufzeit: 06/2019-06/2020

Verbundprojekt in Zusammenarbeit mit: Prof. Dr. Susann Fegter, TU Berlin

 

Projektbeschreibung

Ziel des Vorhabens „ProDisG“ ist es, kontrastierend zu rekonstruieren, wie unter spezifischen Bedingungen von Äußerungen Bezüge auf Familie als Bestandteil diskursiver Vergeschlechtlichung professionellen Handelns im Sprechen pädagogischer Fachkräfte über beruflichen Alltag in einer Gruppendiskussion vorkommen. Rekonstruiert wird, wie in den Äußerungen der historisch konstitutive Zusammenhang pädagogischer Professionalität und Geschlecht in den Feldern der Frühpädagogik (Kitas) und der Sozialen Arbeit (SPFH) aktuell unter dem Einfluss von Familialisierung als dominanter Rationalität von Sozial-und Wohlfahrtspolitiken (neu)geordnet wird. Analytischer Gegenstand der Untersuchung sind diskursive Praxen der Gegenstandskonstruktion in Gruppendiskussionen, die auf der Grundlage von Transkripten, Beobachtungsprotokollen und Dokumenten untersucht und in den Kontext historischer und zeitgenössischer Diskurse gestellt werden. Das Projekt setzt damit das im [NeO-Projekt] neu entwickelte methodologische Modell zur diskursanalytischen Auswertung von Gruppendiskussionen erstmals gegenstandbezogen um, um es methodologisch in seinen Möglichkeiten und Grenzen in der Anwendung zu reflektieren und die Methodenentwicklung voranzubringen, mit dem ein Beitrag zur erziehungswissenschaftlichen Diskursforschung geleistet werden kann.

Letzte Aenderung: 03.07.2019 · Seite drucken