DFG-Forschungsprojekt: „NeO - (Neu)Ordnungen von Professionalität und Geschlecht in der Sozialen Arbeit. Diskursanalytische Untersuchung der Äußerungen von Fachkräften in kontrastiver Perspektive“

Projektleitung: Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla

Projektlaufzeit: 09/2016-10/2018

Projektmitarbeiterin: Anna Hontschik

Studentische Mitarbeitende: Anugeef Mohan

Verbundprojekt in Zusammenarbeit mit: Prof. Dr. Susann Fegter, TU Berlin

 

Projektbeschreibung

In dem DFG-geförderten Forschungsprojekts „NeO“ wird rekonstruiert, wie das Verhältnis von pädagogischer Professionalität und Geschlecht in zwei verschiedenen Handlungsfeldern – den Kindertagesstätten und der Sozialpädagogischen Familienhilfe – aktuell diskursiv bestimmt wird. Ausgangspunkt der Analyse ist Forderung nach ‚mehr Männern‘ in Berufsfeldern des Sozial- und Bildungswesens.

Das empirische Forschungsvorhaben ist in Form vergleichender qualitativer Diskursanalysen angelegt. Methodologisch innovativ setzt die NeO-Studie am Sprechen von pädagogischen Fachkräften selbst an und nimmt dieses Sprechen diskursanalytisch in den Blick: wie thematisieren pädagogische Fachkräfte aktuell ihren Beruf und berufliche Herausforderungen? Wie werden dabei berufliches Handeln und Geschlecht zueinander ins Verhältnis gesetzt? Grundlage sind Gruppendiskussionen, die mit pädagogischen Teams aus Kindertagesstätten und der Sozialpädagogische Familienhilfe in Berlin und Vechta geführt werden. An der TU Berlin liegt der Schwerpunkt in der Elementarpädagogik, an der Universität Vechta im Bereich der Hilfen zur Erziehung (SPFH). Die Auswertung der Gruppendiskussionen erfolgt in diskurstheoretisch-praxeologischer Perspektive. 

Stand des Projekts (12/2017)

Im ersten Jahr wurden alle gesetzten Meilensteine erreicht: Zur Kontrastierung wurde eine Diskurskartographie sowohl des fachöffentlichen Diskurses zur Diskussion um Mehr Männer in die Soziale Arbeit resp. Kindertageseinrichtungen als auch zur Professionalisierungsgeschichte angefertigt. In beiden Untersuchungsfeldern wurden die Feldzugänge hergestellt und die Erhebungsinstrumente zur Gruppendiskussion entwickelt. Die Erhebungen fanden von Juli bis Oktober 2017 statt. Die durchgeführten Diskussionen wurden bereits transkribiert und die diskursanalytische Auswertung erster Stellen hat begonnen.

Am 21./22. September haben wir unser Studiendesign in einem Expert*innen-Workshop mit Gästen an der TU Berlin diskutiert und Auszüge aus den Diskussionen gemeinsam interpretiert. Hieran haben Prof. Dr. Catrin Heite (Universität Zürich), Prof. Dr. Antje Langer (Universität Paderborn), Prof. Dr. Nadine Rose (Universität Bremen) und Dr. des. Karen Geipel (TU Berlin) teilgenommen.

Letzte Aenderung: 18.05.2020 · Seite drucken