Der Arbeitsbereich Transkulturalität und Gender befasst sich mit Fragen sozialer Differenzierung entlang der sozialen Kategorien Gender/Geschlecht und Kultur/Ethnizität/Nation.

Gender wird als Differenzlinie verstanden, als Dimension entlang der soziale Ungleichheit reproduziert wird und damit auch als soziale Kategorie, die zu Benachteiligungen und Diskriminierungen führen kann. Im Arbeitsbereich wird diese Kategorie in Lehre und Forschung in ihren Verflechtungszusammenhängen mit weiteren sozialen Kategorien wie Kultur/Ethnizität/Nation, Migration, Generation und Religion sowie Klasse begriffen und untersucht. Im analytischen Fokus stehen dabei die Erfahrung und Bedeutung von Ungleichheitsverhältnissen für Kinder und Jugendliche für ihr Wohlergehen in Familie und Gesellschaft, sowie in Bildungsprozessen.

Transkulturalität wird als ein konzeptionelles Zusammendenken von lokalen und globalen Kontexten und Strukturen verstanden: damit steht für den wissenschaftlichen Ansatz im Arbeitsbereich ein begrifflich-konzeptionelles Verständnis von Trans*-(...)Konzepten gleichzeitig auch für die theoretische Überwindung der auch in internationalen Forschungskontexten immer noch wie selbstverständlich gesetzten Kategorie „Nation“ als einem quasi ontologisiertem Forschungsrahmen. Dieses Verständnis von Trans-* (…) konkretisiert sich in den Forschungen im Arbeitsbreich als die zu untersuchende Frage, entlang welcher Dimensionen (Gender, Generation, Nation etc.) ein Vergleich vor dem Hintergrund der jeweiligen relevanten Kontexte und Strukturen im Rahmen von Prozessen des Aufwachsens, im Hinblick auf den Vergleich von Konzepten von Kindheit und Jugend, sowie im Zusammenhang mit Fragen des Wohlergehens vorgenommen werden kann.


Letzte Aenderung: 18.05.2020 · Seite drucken