UN-Dekadeprojekt

Projektleiter

Prof. Dr. Steffen Wittkowske (Didaktik des Sachunterrichts)
Prof. Dr. Norbert Pütz (Biologiedidaktik)

 

Finanzierung

Das Projekt wurde mit einem sechsstelligen Betrag von derOpens external link in new window Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Der Hintergrund

Konventionelle lehrerzentrierte Unterrichtsmethoden sind offenbar weniger geeignet für die Vermittlung biologischer Zusammenhänge und einer nachhaltigen Denk- und Handlungsweise. An der Hochschule Vechta werden derzeit alternative Lehr- und Lernmethoden erprobt, die das handelnde Lernen und die Begegnung mit dem Original in den Mittelpunkt stellen. Dies geschieht einerseits im "Indoor-Labor", wo botanische Grundlagen tutoriengestützt praktisch vermittelt werden. Eine Pilotstudie dazu verlief bereits 2003/04 erfolgreich (Pütz & Geißler 2005). Gleichzeitig finden seit 2008 ähnliche Unterrichtsreihen in komplexer, natürlicher Lernumgebung statt. Die dafür notwendige "Hardware" steht in Form des Forschungsgartens Vechta zur Verfügung.

Zielgruppen und Kontakt

Mit unserem Forschungsgarten möchten wir folgende Interessierte ansprechen:
1. Studierende des Bachelor und Master of Education, die hier alternative Unterrichtsmethoden erlernen und erproben können,
2. Bereits im Lehramt befindliche Personen, die sich fortbilden möchten und
- neue Unterrichtsmethoden probieren und
- den Umgang mit einem Schulgarten oder naturnahen Schulgelände erlernen möchten,
3. Schülergruppen mit ihren Lehrkräften, die das Gartengelände für ihren Unterricht nutzen möchten.

Wenn Sie Interesse haben, nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf und schreiben uns eine E-Mail oder rufen an:
Opens internal link in current windowProf. Dr. Steffen Wittkowske - Universitätsprofessor
E-Mail: Opens window for sending emailsteffen.wittkowske[at]uni-vechta[dot]de
Raum: A 109 a
Tel: +49 (0)4441-15-238

Didaktische Inhalte

Wozu gärtnern?

Die Fülle der Anforderungen durch Lehrpläne und Bildungsstandards drängt dazu, im schulischen Alltag Arbeitsprozesse zu optimieren und Synergieeffekte herzustellen und nutzen zu wollen. Gärtnern - Schulgartenarbeit - erscheint da als aufwändig und vielleicht sogar als altmodisch, um all jene Anforderungen des Schullebens erfüllen und meistern zu können.

Dass Gärtnern jedoch geradezu eine Entlastung vom Stress der Stofffülle und neue Freude am gemeinschaftlichen Arbeiten bieten kann, möchten wir mit der Arbeit im Forschungsgarten zeigen. Dabei sind Bezüge zu den Fachdisziplinen Sachunterricht und Biologie stets im Blickfeld und es werden Möglichkeiten zur fächerübergreifenden Arbeit herausgestellt.

Neben botanischen Kenntnissen über
- Kultur und Pflege von Pflanzen
- Wachstum und Entwicklung
- Morphologie der Blütenplanze/ Blütenökologie
- Systematik des Pflanzenreichs etc.
werden auch Themen wie
- Nachwachsende Rohstoffe
- Arzneipflanzen
- Duftpflanzen
- Agrarpflanzen
- Insektenschutz
- Artenkenntnis und -schutz von Pflanzen und
- Kenntnisse über geographische Besonderheiten wie das Goldenstedter Moor (am Beispiel des Moorbeets) erarbeitet.

Die Arbeit mit Studenten besteht dabei immer aus fachlichen Anteilen und schulbezogenen Inhalten aus den Bereichen der Didaktik und Methodik.

Das Gartengelände

Der Lehr- und Forschungsgarten auf dem Campus der Universität Vechta hat eine Fläche von ca. 2.500 m² und befindet sich zwischen Mensa und dem Gebäude der Designpädagogik (siehe Lageplan). Es grenzt an den 2007 fertig gestellten Parkplatz und den Steingarten und liegt somit in einem stark frequentierten Bereich. Gebaute Elemente sind
- ein Atrium beziehungsweise Sitzrondell im Freien, das bis zu 35 Personen aufnehmen kann,
- Biotopflächen unterschiedlicher Art für das Lernen in komplexen Zusammenhängen und zum Erwerb von Artenkenntnis. Im extensiv genutzten Gartenbereich befinden sich
- Insektenhotel
- Mini-Streuobstwiese mit z. Zt. 9 Obstbäumen + Sonderfläche Streuobst/ Phänologie (gefördert durch die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung)
- Baumscheibenlexikon
- Vogelschutzhecke
- Schmetterlingsbeet
Im intensiv genutzten Gartenbereich stehen folgende Elemente zur Verfügung:
- Kräuterbeet
- Duft-/ Rosenbeet
- Moorbeet
- Rondell mit Beetflächen zum Thema Nachhaltige Entwicklung
- trocken gemauertes Magerbiotop
- Hochbeete
- Gärtnerbeete (Gemüsekultur)
- Rankwand für Kletterpflanzen
- Drei-Stufen-Kompost
- Weidentipi

Die Einteilung des Gartens ist dem Initiates file downloadLageplan zu entnehmen.

Letzte Aenderung: 09.02.2018 · Seite drucken