Bachelor of Combined Studies - Geographie

Die physisch-geographischen Teilmodule und Module im Studiengang BA-CS „Geographie“ werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Angewandten Physischen Geographie getragen, denen in unterschiedlichen Modulen auch die Modulleitung obliegt.


Modul GE-1: Grundlagen und Methodik der Geographie

GE-1.2 Einführung in die Physische Geographie I
GE-1.4 Einführung in das wiss. Arbeiten und physisch-geographische Methoden

Modul GE-2: Vertiefung Grundlagen der Geographie
GE-2.2 Physische Geographie II

Modul GE-3: Globale Ordnungsmuster
GE-3.1 Ökozonen der Erde

Modul GE-6: Große Exkursion
GE-6.1 Große Exkursion

Modul GE-7: Faktoren und Prozesse in geographischer Perspektive
GE-7.2 Spezielle Themen der Geographie II - Physische Geographie

Modul GE-9: Kleine Exkursionen
GE-9.1 Kleine Exkursionen

Modul GE-10: Struktur und Dynamik der Geosphäre
GE-10.2 Physische Geographie

Modul GE-11: Geographische Erhebungs- und Analysetechniken
GE-11.2 Methoden der Physischen Geographie (einschl. Kartographie/FE/GIS)

Modul GE-12: Projektbezogenes Arbeiten
GE-12.1 Seminar zum Projekt
GE-12.2 Projekt

Modul GE-13: Ausgewählte Themen zur Geographie ländlicher Räume
GE-13.2 Ausgewählte Themen der Physischen Geographie

 

Exkursionen und Praktika

Exkursionen sowie Gelände- und Laborpraktika sind ein wesentlicher und essentieller Bestandteil der physisch-geographischen Lehre. Ein- bzw. mehrtägige Exkursionen und Geländeveranstaltungen mit physisch-geographischem Schwerpunkt werden regelmäßig in unterschiedliche Regionen angeboten:

Alpen und Alpenvorland (Deutschland, Österreich, Italien)
Wachau und Wienerwald (Niederösterreich)
Vogtland und Eger-Becken (Tschechische Republik)
Oberwesergebiet und Kasseler Becken (Nordhessen/Südniedersachsen)
Dammer Berge und Dümmer-Niederung (Nordwestdeutschland)

Große Exkursion Alpen

Die Alpenexkursionen im Rahmen der physisch-geographischen Lehre sind der Analyse der weitgehend gebirgigen Natur- und Kulturlandschaften der Ostalpen und deren Entwicklung gewidmet. Neben Fragestellungen zur natürlichen Umwelt und deren Dynamik sowie zum Klima werden Themen zu Besiedlung und Siedlungsgeschichte sowie zu Landnutzung und Bergbau behandelt. Besonderes Gewicht kommt darüber hinaus den kurz- und langfristigen Ursachen und Auslösern von Naturgefahren sowie den Eingriffen des Menschen in den Naturhaushalt zu. Räumlich berühren die Exkursionen - abhängig von der Routenwahl - neben dem nördlichen Alpenvorland und den östlichen Kalk- und Zentralalpen auch die Dolomiten sowie mitunter das östliche Alpenvorland mit dem Wiener Becken.

Auf der Gletscherzuge des Zentralen Rieserferners in Südtirol
Braunerde-Podsol in einer spätglazialen Moräne an der Kasseler Hütte im Reintal, Südtirol
Gletscherzunge der Pasterze im August 2014 mit Markierung des Gletschstands von 2010, Hohe Tauern, Österreich

Exkursion Vogtland

Die dreitägige Exkursion in das sächsische Vogtland, welche auch einen Abstecher die Tschechischen Republik umfasst, behandelt die Physischen Geographie und Geoökologie der Mittelgebirge. Ziel der Lehrveranstaltung ist es, den Naturraum, dessen Genese sowie die ablaufenden vorzeitlichen und aktuellen Prozesse zusammenhängend darzustellen und zu analysieren und die räumlichen und zeitlichen Zusammenhänge zwischen Geologie, Landschaftsentwicklung und Bodenbildung zu erarbeiten. Darauf aufbauend erfolgt eine Analyse der Mensch-Umwelt-Beziehungen im Exkursionsgebiet im Kontext mit Bergbautätigkeit, Wasserbewirtschaftung in Talsperren, dem Auftreten von Naturgefahrenprozessen sowie den Auswirkungen der Landnutzung. Darüber hinaus bietet die Exkursion die Möglichkeit, das regionale Phänomen der „Schwarmbeben“, deren tektonische Ursachen im Eger-Becken in der Tschechischen Republik liegen, zu behandeln.

Erläuterung einer Böschungssicherung an der Bundesstraße 94 in Lengenfeld/Vogtl
Unter Tage: In der „Grube Tannenberg“ wurde bis 1964 Zinn abgebaut
Informationstafel zu Geologie und Tektonik des Eger-Beckens in der Tschechischen Republik

Gelände- und Laborprojekt

Die Veranstaltung „Projekt“ im Rahmen der physisch-geographischen Lehre verfolgt das Ziel, grundlegende Methoden der Physischen Geographie zu erlernen und anzuwenden. Das „Projekt“ deckt die Bereiche Geländearbeit und Laboranalytik ab. An die praktischen Arbeiten im Gelände (u.a. topographische und geomorphologische Geländeanalyse, Profilvorbereitung, Sediment- und Bodenansprache, Bohrung und Beprobung etc.) schließt sich Laborarbeit an. Die im Verlauf der Feldarbeiten gewonnen Proben werden im Labor auf physikalische, bodenmechanische und chemische Eigenschaften hin untersucht. Um einen hohen Lehrerfolg zu gewährleisten, ist die Zahl der teilnehmenden Studierenden auf sieben beschränkt. Das Praktikumsangebot richtet sich an Studierende der Geographie im A-Fach (Pflichtmodul) und B-Fach (Wahlpflichtmodul).

Aufnahme und Beprobung einen Bodenprofils am Steigenberg in den Dammer Bergen
Die Geländepraktika in der Physischen Geographie finden bei jedem Wetter statt
Entnahme von ungestörten Bodenroben mit Stechzylindern
Letzte Aenderung: 17.01.2018 · Seite drucken