Zum Jahresabschluss 2020 zwei erfolgreiche Disputationen im Fach Geographie/ISPA

Am Vormittag des 18. Dezember 2020 hat das Opens external link in new windowPromotionsprogramm „Dörfer in Verantwortung – Chancengerechtigkeit in ländlichen Räumen sichern“ den erfolgreichen Abschluss des zweiten Promotionsvorhabens feiern können.

Vor der Promotionskommission stellte Matthias Galle zunächst die Ziele, methodischen Ansätze und Ergebnisse seiner Dissertation mit dem Titel „Die Ausgestaltung der Verantwortungsteilung zwischen Stadt und Land - Großschutzgebiete als Modellräume einer Verantwortungsgemeinschaft?“ vor und arbeitete dabei besondere zwei neue Aspekte heraus: Zum einen legte er eine signifikante Erweiterung der bisher gängigen Modelle der Funktionszuweisung für ländliche Räume vor und analysierte zum anderen die Bedeutung des in der Raumplanung intensiv diskutierten Konzepts der Verantwortungsgemeinschaft für unterschiedliche Typen von Großschutzgebieten. Er konnte in seiner Dissertationsschrift wie auch in Vortrag und anschließender Diskussion eindrücklich nachweisen, dass das im Zuge des Promotionsprogramms „Dörfer in Verantwortung“ gemeinsam entwickelte Verständnis von Verantwortung gut geeignet ist, um eine spezifische Dimension des Verhältnisses zwischen Stadt und Land analytisch zu betrachten und hinsichtlich der Raumwirksamkeit zu bewerten. Die Kommission bewertet die Dissertation und die Disputation gleichermaßen mit „Magna cum Laude“

Am Nachmittag erhielt dann Alistair Adam Hernández die Möglichkeit, die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit in Zuge einer Disputation vorzustellen. Mit dem Titel „Resiliente Dörfer gestalten. Analyse von Akteur*innen, Lernprozessen, Wirklichkeitskonstruktionen und Entwicklungen in drei ländlichen Gemeinschaften der europäischen Peripherie“ legt er eine Arbeit vor, die sowohl aus theoretisch-konzeptioneller Perspektive die vielfältigen Modelle der Resilienzforschung kritisch abwägt und zu einem speziell auf die Dorfentwicklung abgestimmten Modell zusammenführt als auch durch die vergleichende Untersuchung dreier Orte in Spanien, Großbritannien und Deutschland entscheidende Faktoren und Rahmenbedingungen herausarbeitet. An den engagierten Vortrag schloss sich eine 90-minütige Diskussion mit der Promotionskommission an. Im Urteil der Gutachter und der Kommission leistet Hernández einen hervorragenden Beitrag zum gegenwärtigen Resilienzdiskurs sowohl im Hinblick auf eine signifikante Erweiterung der Theorie als auch der Formulierung von Handlungsempfehlungen für Akteure und Stakeholder der Regional- und Ortsentwicklung. Die Kommission würdigt die Leistung mit „Summa cum Laude“ in beiden Teilen.

 

Online-Disputation von Matthias Galle. Von oben links: Prof. Dr. A. Bernzen (Geographie/ISPA), apl. Prof. Dr. K. M. Born (Geographie/ISPA; Kommissionsvorsitzender), Prof. Dr. G. Troeger-Weiß (TU Kaiserslautern, Raum und Regionalentwicklung), Matthias Galle, Prof. Dr. Ulrich Harteisen (HAWK Göttingen, Regionalmanagement) und apl. Prof. Dr. W. Klohn (Geographie/ISPA).

 

 

Online-Disputation von Alistair Adam Hernández. Von oben links: Prof. Dr. A. Bernzen, apl. Prof. Dr. K. M. Born (Vorsitz), Alistair Adam Hernández, Prof. Dr. M. Miosga (Universität Bayreuth, Stadt und Regionalentwicklung), Prof. Dr. U. Harteisen (HAWK Göttingen), apl. Prof. Dr. W. Klohn.