Wohnungspolitik und Stadtentwicklung im internationalen Vergleich

Die Kommunalpolitik in Deutschland steht vor einer Reihe von Herausforderungen. Schlagworte wie der Demographische Wandel, Überschuldung oder die Verödung der Innenstädte sind nur einige Beispiele dafür. Genau hier setzte der Gastvortrag „Wohnungspolitik und Stadtentwicklung im Kampf gegen Gentrifizierung und soziale Ungleichheit“ von Danielle Gluns am vergangenen Dienstag an. In ihrem Vortrag konzentrierte sich die Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster dabei vor allem auf die Themenbereiche Gentrifizierung und sozialräumliche Ungleichheit. Nach einer kurzen Einführung in die Bandbreite der kommunalpolitischen Aufgaben präsentierte die Referentin, die auf Einladung von Dr. Martin Schwarz an die Universität Vechta gekommen war, erste Ergebnisse ihrer aktuellen Forschungen. So verglich sie u.a. Stadtentwicklungsprojekte aus Wien und Washington D.C. mit der Situation in Deutschland. Im Anschluss diskutierte sie mit den Studierenden über die Möglichkeiten, die mit der Gentrifizierung verbundenen negativen Effekte - steigende Mieten, Verdrängungswettbewerbe und soziale Ungleichheit auf dem Wohnungsmarkt - zu vermeiden. „Wohnungspolitik ist immer auch Sozialpolitik“, so Gluns zum Abschluss. „Unsere Städte und Gemeinden stehen vor großen Veränderungen. Aber wir können eben nur mit dem derzeitigen Wohnungsbestand arbeiten. Umso größer ist die Notwendigkeit, sich der Probleme und Risiken bewusst zu sein.“