Wissenschaftler der Universität Vechta bei "Forschung made in Niedersachsen" / Thema Demenz

Prof. Dr. Andrea Teti (r.) im Gespräch mit Prof.in Dr.in Schicktanz und Björn Thümler, niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur. (Foto: Universität Göttingen/Christoph Mischke)

Die Angst vor dem schleichenden Vergessen ist oft groß: Die Wahrscheinlichkeit an Demenz zu erkranken, nimmt im hohen Alter allerdings zu.Opens external link in new window „Demenz – Versunken im Meer des Vergessens“ hieß die Veranstaltung des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur an der Opens external link in new windowUniversität Göttingen. Zu dieser hat Opens external link in new windowBjörn Thümler, Opens external link in new windowniedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, in der Reihe Opens external link in new window„Forschung made in Niedersachsen“ eingeladen. Unter anderem hat Andrea Teti, Professor für Alter und Gesundheit am Gerontologischen Institut der Universität Vechta, dort zum Thema gesprochen.

Immer mehr Menschen leiden unter den verschiedenen Formen von Demenz – allein in Deutschland sind es zurzeit etwa 1,7 Millionen. Am häufigsten erkranken Menschen an der Alzheimer-Demenz, dem Absterben von Nervenzellen im Gehirn, das sich zuerst durch ein nachlassendes Gedächtnis bemerkbar macht. Mittlerweile sind viele mögliche Ursachen erkannt, eine Heilung ist jedoch noch nicht möglich. Demenz ist kein rein medizinisches Problem. Die Pflege und Versorgung der Erkrankten ist ebenfalls eine große Herausforderung.

Wie ist ein menschenwürdiges Leben mit der Demenz möglich? Welche ethischen Fragen stellen sich? Wie kann die Gesellschaft eine gute Versorgung der Betroffenen gewährleisten? Niedersächsische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gaben bei der Veranstaltung in Göttingen Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Demenzforschung.

Dabei waren unter anderem Prof.in Dr.in Silke Schicktanz, Professorin für Kultur und Ethik der Biomedizin, Institut für Ethik und Geschichte der Medizin an der Universitätsmedizin Göttingen, Prof. Dr. Jens Wiltfang, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universitätsmedizin Göttingen, Prof. Dr. Andrea Teti, Professor für Alter und Gesundheit am Opens external link in new windowInstitut für Gerontologie der Universität Vechta, Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Vizepräsident der HMTM Hannover und Direktor des Instituts für Musikphysiologie und Musiker-Medizin der HMTM Hannover.

Im Fokus von Lehre und Forschung des Fachgebiets "Alter und Gesundheit" an der Universität Vechta stehen Fragen der medizinischen, gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung älterer Menschen. Insbesondere werden folgende Themen von Opens external link in new windowProf. Dr. Andrea Teti vertieft: Altersassoziierte Erkrankungen (Epidemiologie, Prävention und Gesundheitsförderung), Pflegebedürftigkeit im Alter (Pflege und Unterstützung bei gesundheitlichen Einschränkungen, Pflegende Angehörige), Wohnen im Alter / Ökologische Gerontologie (Objektive Wohnbedingungen und subjektives Wohnerleben, Wohnformen im Alter).