Wie der Mensch die Erde verändert

Seit der Jahrtausendwende spricht man in der Wissenschaft vermehrt vom Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, das das Zeitalter des Holozäns abgelöst hat. Das Konzept des ‚Anthropozän’ weist der menschlichen Spezies eine zentrale Rolle in der Erdgeschichte zu. Die Aktivitäten der Menschheit im Anthropozän haben zu irreversiblen Veränderungen in der Beschaffenheit des Erdsystems geführt. Menschheit und Erdsystem sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr getrennt voneinander zu beobachten. Auf der Tagung „’Anthropocenic Turn?’ Interdisziplinäre Perspektiven auf das ‚Anthropozän’-Konzept“ vom 11. bis 13. September 2018 diskutieren rund 20 Wissenschaftler_innen aus Literatur- und Kulturwissenschaften, Geschichte und Philosophie, Medienwissenschaften und Journalismus die Frage,  ob man angesichts des Anthropozäns von einem ‚Turn’, d.h. von einer grundlegenden Neuausrichtung der Parameter des Erkennens und Produzierens von (wissenschaftlicher) Realität, sprechen kann Die Wissenschaftler_innen werden diskutieren, was dieses neue Konzept für ihre jeweilige Disziplin, aber auch die inter- und transdisziplinäre Forschung bedeutet..

Gastgeberin der Tagung ist Professorin Dr. Gabriele Dürbeck (Literatur- und Kulturwissenschaft).

Die Tagung ist öffentlich, Interessierte sind herzlich eingeladen. Details und Programm: www.uni-vechta.de/tagungen