Weihbischof und Studierende diskutieren über Ökumene

Weihbischof Wilfried Theising im Gespräch mit den Studierenden.

(v.l.) Prof.in Dr. Britta Baumert, Weihbischof Wilfried Theising und die Dozentinnen Dr. Janine Redemann und Stefanie Röhll.

Gestern war Vechtas neuer Weihbischof Wilfried Theising zu Gast an der Universität Vechta. Auf Einladung von Prof.in Dr. Britta Baumert kam er ins Blockseminar „Ökumenisches Lernen im Kontext des konfessionell-kooperativen Religionsunterrichts“ von Dr. Janine Redemann und diskutierte mit 34 Studierenden über Ökumene. Das Gespräch war Abschluss der dreitägigen Lehrveranstaltung, in der sich die Studierenden mit verschiedenen Perspektiven auf Ökumene und den konfessionell-kooperativen Religionsunterricht (KoKoRu) befassten.

Auf die Diskussion hatten sich die Studierenden in Tandems und zu spezifischen Aspekten von Ökumene vorbereitet und interviewten so den Weihbischof. Ökumene sei kein Thema, das ihm in die Wiege gelegt worden sei, bekannte Weihbischof Theising. Aber durch seine praktische Arbeit in der Ökumenekommission des Bistums Münster, die er seit sieben Jahren als Vorsitzender führt, habe er schnell gemerkt, wie viel Freude das Thema macht. „Aktuell bin ich sehr optimistisch, was die Ökumene angeht“, so Theising. Wesentliche Punkte, auf die man sich aber noch verständigen müsse, beträfen Abendmahl und Eucharistie.

Das Blockseminar des Instituts für Katholische Theologie ist niedersachsenweit das erste, das sich explizit mit dem KoKoRu befasst. In der Praxis und vor allem in Schulen mit kleineren Jahrgängen bereits Realität, wurde die offizielle Beschlussfassung der deutschen Bischöfe zum KoKoRu erst im November 2016 umgesetzt. Der KoKoRU ist damit ein notwendiger Bestandteil der Arbeitswelt angehender ReligionslehrerInnen, besonders auch im norddeutschen Raum, wo vielerorts eine Religion überwiegt und aus praktischen Gründen keine getrennten Religionsunterrichte angeboten werden können. Verschiedene Gastdozenten und –dozentinnen brachten ihre jeweils konfessionell geprägte Perspektive in das Seminar ein. In einem Workshop stellten außerdem Expertinnen aus Wissenschaft und dem Bistum Osnabrück Inhalte aus der Unterrichtspraxis vor.