Verleihung des Höffmann-Wissenschaftspreises 2017

Jährlich stiftet der Vechtaer Reiseunternehmer Hans Höffmann den mit 10.000 Euro dotierten Höffmann-Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz. Für das Jahr 2017 wurde der Bochumer Psychologe Prof. Dr. Jürgen Straub einstimmig von der Jury zum Preisträger gewählt. Die feierliche Verleihung des Preises findet statt am Dienstag, 6. Februar 2018, um 18.00 Uhr in der Aula der Universität Vechta, Driverstraße 22. Um formlose Anmeldung an info[at]uni-vechta[dot]de wird gebeten.

Der Abend beginnt bereits um 17.30 Uhr mit einem Get Together. Im anschließenden Festakt sprechen Universitätspräsident Prof. Dr. Burghart Schmidt, der wissenschaftliche Leiter der Jury, Prof. Dr. Egon Spiegel, und Uwe Bartels, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Vechta e. V. Laudator des Abends ist Prof. Dr. Dr. h.c. Jörn Rüsen, emeritierter Professor für Allgemeine Geschichte und Geschichtskultur an der Universität Witten/Herdecke, Fakultät für Kulturreflexion. Die musikalische Rahmung des Festakts übernimmt zum zweiten Mal der Höffmann-Jugendchor aus Vechta, der im April 2016 auf Initiative von Hans Höffmann gegründet wurde.

Zur Person
Prof. Dr. phil. Jürgen Straub ist seit April 2008 Inhaber des Lehrstuhls für „Sozialtheorie und Sozialpsychologie“ an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u.a. in den Bereichen Sozial- und Kulturpsychologie, interdisziplinäre Sozial- und Kulturtheorie, Interkulturalität, interkulturelle Kommunikation und Kompetenz, Identitätstheorie und Optimierungen und Normierungen des Menschen. Für den Höffmann-Wissenschaftspreis hat er sich mit der Fülle und Expertise seiner Arbeiten empfohlen, sowohl im Bereich der Grundlagentheorie als auch praktisch ausgerichteter Forschungen. Aktuelle Projekte behandeln die Bedeutung aversiver Affekte für interkulturelle Beziehungen oder die Rolle psychologischer und psychoanalytischer Religionskritik für eine von Toleranzgeboten durchdrungene Welt des 21. Jahrhunderts. Am zuletzt genannten Thema arbeitete er von Oktober 2016 bis September 2017 im Rahmen eines Distinguished Robert Bellah-Fellowship am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt.

Jürgen Straub ist u.a. Co-Direktor des 2014 gegründeten Hans Kilian und Lotte Köhler-Centrums (KKC) für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie und Vorstandsmitglied der Stiftung für Kulturwissenschaften im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Seit 2008 ist er stellvertretender Leiter des Projekts „Der Humanismus in der Epoche der Globalisierung. Ein interkultureller Dialog über Kultur, Menschheit und Werte“ im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen sowie assoziiertes Mitglied im DFG-Graduiertenkolleg „Faktuales und fiktionales Erzählen – Differenzen, Interferenzen und Kongruenzen in narratologischer Perspektive“ an der Universität Freiburg. Straub ist seit 2014 Mitherausgeber der Zeitschrift Psychosozial und im Wissenschaftlichen Beirat mehrerer internationaler Fachzeitschriften, für die er auch als Gutachter tätig ist. Er wirkt in wechselnden Beratungs- und Begutachtungsgremien mit und ist Mitglied mehrerer wissenschaftlicher Gesellschaften.

Bild: RUB, Marquard