Verleihung des Höffmann-Wissenschaftspreises 2016

Jährlich stiftet der Vechtaer Reiseunternehmer Hans Höffmann den mit 10.000 Euro dotierten Höffmann-Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz. Preisträgerin für das Jahr 2016 ist Prof.in Dr. Naika Foroutan vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung der Humboldt-Universität zu Berlin (HU). Die feierliche Verleihung des Preises findet statt am Montag, 6. Februar 2017, um 18.00 Uhr in der Aula der Universität Vechta, Driverstraße 22.
Der Abend beginnt bereits um 17.30 Uhr mit einem Get Together. Im anschließenden Festakt sprechen Universitätspräsident Prof. Dr. Burghart Schmidt, der wissenschaftliche Leiter der Jury, Prof. Dr. Egon Spiegel, und Uwe Bartels, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft Vechta e.V. Die Laudatio auf die Preisträgerin hält Prof. Dr. Andreas Zick, Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Universität Bielefeld. Musikalisch begleitet wird die Feier durch den Vechtaer Jugendchor, der im April 2016 auf Initiative von Hans Höffmann gegründet wurde.

Zur Person
Prof.in Dr. Naika Foroutan ist Professorin für „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ an der HU. Sie fungiert dort als stellvertretende Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) und leitet dessen Arbeitsbereich „Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik“ sowie die Forschungsgruppe Junge Islambezogene Themen in Deutschland (JUNITED). Schwerpunkte ihrer Arbeit sind die Themen Migration und Integration, Islam- und Muslimbilder in Deutschland, Identität und Hybridität sowie der politische Islam und die gesellschaftliche Transformation von Einwanderungsländern. Mediale Aufmerksamkeit erhielt sie 2010 durch ihre Positionierung zu Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“, wofür sie 2011 mit dem Berliner Integrationspreis geehrt wurde. 2012 erhielt sie den Wissenschaftspreis der Fritz Behrens Stiftung, der alle zwei Jahre für exzellente Forschung vergeben wird. Aktuell forscht Foroutan u.a. zu „Diskriminierungserfahrungen in Deutschland“ und dem Konzept der postmigrantischen Gesellschaft als Gesellschaftsanalyse. Außerdem begleitet sie mit der Forschungsgruppe JUNITED die Junge Islam Konferenz.

Bild: Nina Pieroth