Vechtaer Studierende erhalten Förderpreis der Oldenburgischen Landschaft

Landschaftspräsident Thomas Kossendey (2.v.l.) gratuliert den PreisträgerInnen (v.l.) Arne Ortland, Verena Wübbelmann und Christoph Hahn (Universität Oldenburg). (Bild: Pollok, Oldenburgische Landschaft)

Zum dritten Mal hat gestern die Oldenburgische Landschaft ihren jährlichen Wissenschaftspreis „Forschung regional“ verliehen. Der Preis zeichnet AbsolventInnen aus, die sich in ihren Abschlussarbeiten in herausragender Weise mit Themen aus dem Oldenburger Land beschäftigt haben. Zwei der drei PreisträgerInnen stammen in diesem Jahr von der Universität Vechta: Verena Wübbelmann, Absolventin des Masters of Education, und Arne Ortland, Absolvent des Bachelors Combined Studies, wurden für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

„Die Themen der ausgezeichneten Arbeiten zeigen die große Bandbreite auf, in der ein Regionalbezug möglich ist“, so Landschaftspräsident Thomas Kossendey. „Insbesondere die regionale Forschung an den Hochschulen möchten wir mit diesem Preis würdigen und fördern.“

Verena Wübbelmann schrieb ihre Arbeit im Fach Geschichte zum Thema „Strafvollzugsreformen im 19. Jahrhundert am Beispiel der Strafanstalt Vechta“. Sie beschreibt darin den Wandel der Institution Gefängnis vom Instrument als Strafe/Rache hin zur erzieherischen Maßnahme. Diesen Wandel zeigt sie ganz konkret am Beispiel der Strafanstalt Vechta im 19. Jahrhundert auf und macht dabei deutlich, dass die Strafvollzugsreformen einerseits ein großer gesellschaftlicher Fortschritt und andererseits nicht ganz unumstritten waren, so die Mitteilung der Oldenburgischen Landschaft.

Arne Ortland thematisierte im Fach Geographie die „Siedlungsentwicklung in der Stadt Vechta: Flächennutzungskonkurrenzen im Spannungsfeld von Wohnbauflächenentwicklung und landwirtschaftlicher Nutzung“. Die Bachelorarbeit zeigt am Beispiel der Stadt Vechta auf, wie schwierig und anspruchsvoll es ist, Interessen der Siedlungsentwicklung und der Landwirtschaft (und auch des Umweltschutzes) im Hinblick auf eine sinnvolle Bodennutzung zusammenzubringen. Dabei wirft er auch einen Blick in die Zukunft und darauf, inwiefern sich diese Konkurrenzen voraussichtlich noch verschärfen werden. Nach seinem Bachelorabschluss in Geographie und Anglistik studiert Arne Ortland jetzt im Master Geographien ländlicher Räume an der Universität Vechta.

Zum Preis
Für den Förderpreis „Forschung regional“ können sich Studierende mit ihrer Abschlussarbeit jährlich bis zum 1. Oktober bei der Oldenburgischen Landschaft bewerben. Alle Informationen: www.oldenburgische-landschaft.de