Universitäten für mehr Nachhaltigkeit

Die VertreterInnen der Universitäten aus den G7-Ländern.

Prof. Dr. Marco Rieckmann in Bologna. (Bilder: privat)

Vom 11. bis 12. Juni 2017 fand im italienischen Bologna das G7-Umweltministertreffen statt. Themen der Agenda waren u.a. Klimawandel, Nachhaltigkeitsziele/2030-Agenda und Ressourceneffizienz. Auf zwei Side-Events kamen VertreterInnen des universitären Bereichs sowie von Wirtschaftsunternehmen aus den G7-Staaten zusammen, die sich mit Schlüsselfragen des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit in ihrem gesellschaftlichen Bereich auseinandersetzten. Zum Event “Universities for Sustainable Development” hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit den Vechtaer Wissenschaftler Prof. Dr. Marco Rieckmann (Fakultät I – Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften, Fach Erziehungswissenschaften, Arbeitsbereich Hochschuldidaktik) eingeladen. Pro Land wurden jeweils nur zwei WissenschaftlerInnen entsandt.

Das Event diskutierte drei Kernfragen: a) Wie denken Universitäten Kurse, Curricula, Lehre und Forschung neu unter dem Aspekt der ökologischen Nachhaltigkeit, b) In welchen Kursen und wie soll nachhaltige Entwicklung gelehrt werden, welche Prinzipien und Vorgehensweisen sollen in welchen Disziplinen unterrichtet werden, c) Wie können Universitäten in ihrer eigenen Organisation nachhaltig werden. Die ExpertInnen waren sich einig, dass Nachhaltigkeit nicht in die Nische und Spezialstudiengänge gehöre, sondern integraler Bestandteil für alle Studierenden und die Organisation Hochschule selbst sein müsse. Ferner könne durch Forschung, Entwicklung praxisnaher Lösungen und den Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft eine nachhaltige Entwicklung entscheidend befördert werden, so die WissenschaftlerInnen.