Universität Vechta setzt auf Nachhaltigkeit

Freude über Platz 4: Universitätspräsident Prof. Dr. Burghart Schmidt.

Die Universität Vechta will nachhaltiger werden: In den im Sommer vom Senat der Universität verabschiedeten Nachhaltigkeitsleitlinien hat sie fünf Dimensionen definiert, in denen sie ihr Engagement vorantreiben will. Eine Dimension ist die Nachhaltigkeit auf dem Campus. Für ihre Ressourceneffizienz im Gebrauch von Recyclingpapier wurde die Universität in dieser Woche bereits zum zweiten Mal mit dem Label „Grüner beschaffen – recyclingpapierfreundliche Universität“ ausgezeichnet: Nach dem fünften Platz im Papieratlas 2016 konnte sie sich in diesem Jahr auf den vierten Platz verbessern.

„Nachhaltigkeit ist uns als Hochschule wichtig“, betont Prof. Dr. Burghart Schmidt, Präsident der Universität. „Wir wollen nicht nur punktuell Schlaglichter setzen, sondern Nachhaltigkeit als übergreifendes Konzept in allen Funktionsbereichen fördern.“ Dazu wurde bereits in den Zielvereinbarungen 2014-2018 zwischen dem Land Niedersachsen und der Universität Vechta das Nachhaltigkeitsprofil verankert und im Jahr 2015 der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Marco Rieckmann als Nachhaltigkeitsbeauftragter ernannt. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Opens internal link in current windowArbeitsgruppe Nachhaltigkeit – bestehend aus WissenschaftlerInnen, Studierenden und Beschäftigten – koordiniert er die Aktionen und entwickelt Perspektiven für kommende Jahre.

„Nachhaltigkeit hat viele Facetten“, erläutert Rieckmann. „Ressourcenschonung ist nur eine davon. Neben der Papierbeschaffung ist die Universität Vechta auch im Bereich Green IT vorbildlich.“ Seit 2011 werden ausschließlich sogenannte Mini-PCs für die Computer-Arbeitsplätze genutzt. Die darin verwendete Laptop-Technologie ist, ebenso wie die an der Universität eingesetzten TFT-Monitore – mit dem EU Energy Star 6.0 zertifiziert und hat einen deutlich geringeren Strombedarf als herkömmliche Desktop-PCs.

Rieckmann: „Ihr Nachhaltigkeitsengagement will die Universität aber auch in anderen Bereichen verstärken. In den Curricula unserer Studiengänge beispielsweise werden die Konzepte „Nachhaltige Entwicklung“ und „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE) immer weiter verankert, ebenso in der Forschung. Weitere Dimensionen, denen wir uns in unseren neuen Leitlinien verschrieben haben, sind das gemeinsame Engagement aller Statusgruppen sowie Kooperation und Vernetzung über die Hochschule hinaus.“

Der Papieratlas
Nach erfolgreicher Premiere in 2016 führte die Initiative Pro Recyclingpapier den Hochschulwettbewerb „Papieratlas“ in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Hochschulverband zum zweiten Mal durch. Hochschulen mit mehr als 5.000 Studierenden waren eingeladen, ihren Papierverbrauch und ihre Recyclingpapierquoten transparent zu machen. Am diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich 39 Hochschulen, die mit einer durchschnittlichen Recyclingpapierquote von 65,84 Prozent einen neuen Rekord aufstellen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung um 8 Prozentpunkte. Den ersten Platz holte sich in diesem Jahr die Universität Osnabrück.