Universität Vechta erweitert Partnerschulnetzwerk

Zeigen die neuesten Partnerschaften: Dr. Johanna Schockemöhle (l.) und Dorothee Belling vom Zentrum für Lehrerbildung.

Studienbegleitende Auslandsaufenthalte werden in der Lehrerbildung zunehmend wichtiger: Angesichts von Globalisierung, Migration und multikulturellen Klassenzimmern ist interkulturelle Bildung ein Muss für die Professionalisierung der zukünftigen Lehrinnen und Lehrer. Um die Internationalisierung der Lehrerbildung voranzutreiben, werden verlässliche Partner im Ausland benötigt. Das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Vechta hat hierfür seit 2015 ein Partnerschulnetzwerk aufgebaut und dieses in den vergangenen Wochen kontinuierlich erweitert. Neueste Kooperationspartner sind die Deutsche Schule Santa Cruz de Tenerife, die Deutsche Schule Buenos Aires, die IES San Isidoro Sevilla, die Deutsche Schule Sao Paulo und die Twin Cities German Immersion School in Minnesota.

Mittlerweile umfasst das Partnerschulnetzwerk 18 Schulen auf fünf Kontinenten. Die Lehramtsstudierenden erhalten damit die Möglichkeit, im Rahmen ihres Studiums ein Schulpraktikum im Ausland zu absolvieren und sich dieses für ihr Studium anrechnen zu lassen. In den verschiedenen Schulen können die Studierenden die tägliche Unterrichts- und Erziehungsarbeit innerhalb und außerhalb des Klassenraumes unterstützen und auch eigenen Unterricht und Projekte durchführen. Die Dauer der Praktika und die Einsatzmöglichkeiten können individuell mit der Schule abgestimmt werden, sie liegen in der Regel bei drei bis sechs Monaten. Oftmals bieten die Schulen Unterstützung bei der Organisation vor Ort an. Koordiniert werden die Praktika vom Zentrum für Lehrerbildung, das auch die Standards für Praktika kontrolliert. Unterstützt wird der Ausbau der Kontakte zu Deutschen Auslandsschulen vom Weltverband Deutscher Auslandsschulen e.V., der seit Anfang 2016 Kooperationspartner der Universität Vechta ist.

„Besonders die Angebote für Praktika in Südamerika sind auf großes Interesse bei den Studierenden gestoßen, da diese Auslandsschulen vom Kindergarten bis zur Berufsschule vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten“, berichtet Dorothee Belling vom Zentrum für Lehrerbildung. „Zukünftig sollen die bestehenden Kooperationen auch für kleinere Forschungsvorhaben im Rahmen des forschenden Lernens im Studium ausgebaut werden. Der Mehrwert der Austausche beschränkt sich auch dabei nicht nur auf die Studierenden, sondern für alle Beteiligten entsteht eine Win-Win-Situation.“ Bereits im Frühjahr werden die ersten Studierenden aus Vechta ihr Praktikum an den neuen Partnerschulen antreten, frei nach Goethe: „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“

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