Schüler*innen der IGS Krummhörn erproben neuen Lernort zur Fischwirtschaft

Unter anderem Jana, Paula und Anika, Achtklässlerinnen der IGS Krummhörn, erprobten den neuen außerschulischen Lernort in Greetsiel zum Thema „Greetsiel – Vom Fischerdorf zum Ferienort“.

Wie sieht der Beruf des Fischers aus? Wie werden Krabben gepult und wie wichtig ist den Greetsieler Urlauber*innen eigentlich die Fischerei? Mit diesen Fragen haben sich Schüler*innen aus der 8. Klasse derOpens external link in new window IGS Krummhörn beschäftigt. Sie erprobten als erste Klasse den neuen außerschulischen Lernort in Opens external link in new windowGreetsiel zum Thema „Greetsiel – Vom Fischerdorf zum Ferienort“.

Das neue Bildungsangebot wurde im Rahmen des Bildungsprojektes Opens external link in new window„Außerschulische Lernorte in der Fischwirtschaft“ vom Kompetenzzentrum Regionales Lernen der Universität Vechta entwickelt. Nach einer inhaltlichen Vorbereitung in der Schule, hatten die Achtklässler*innen die Gelegenheit, anhand fünf thematischer Stationen, die im Greetsieler Ortskern, Hafengebiet sowie im Nationalpark-Haus Greetsiel verteilt waren, den neuen Lernort zu erkunden. Sie befragten Urlauber*innen – die trotz des kalten Novemberwetters im Ort unterwegs waren – zu ihren Beweggründen ihres Ausflugs, kartierten die heutige Gebäudenutzung von ehemaligen Fischerhäusern und pulten Krabben unter Anleitung der Mitarbeiter*innen vom Nationalpark-Haus Greetsiel.

Realitätsnaher Einblick für Schüler*innen der IGS Krummhörn

Im Keller seines Hauses, welcher derzeit für Reparaturarbeiten an Fischernetzen genutzt wird, empfing der Greetsieler Fischer Gerold Conradi die Schüler*innen. Im Gespräch erfuhren sie Neues über den Beruf des Fischers, der Küstenfischerei, über Netzreparaturen und weitere Anekdoten, wie seine Erfahrung zur Seekrankheit. Auch wenn die Mehrheit der Schüler*innen oft in Greetsiel waren, erhielten sie erst nun einen praktischen und realitätsnahen Einblick in die Facetten des Ortes. Für Viele war es das erste Mal, dass sie Krabben gepult und mit einem „echten“ Fischer gesprochen haben. „Die Fischerei macht aus Greetsiel etwas Schönes und Einzigartiges und zu so einem beliebten Urlaubsort“, stellte eine Schülerin abschließend fest, „Die Fischer und Urlauber müssen aber darauf achten, sich umweltfreundlich zu verhalten, um die Lebewesen im Nationalpark Wattenmeer zu erhalten“.

Der Lernort in Greetsiel entstand in Zusammenarbeit mit Insa Steffens und ihren Mitarbeitern*innen vom Nationalpark-Haus Greetsiel, Kooperationspartner des Projekts. Das neu konzipierte Bildungsangebot soll zukünftig im Angebot des Hauses für Schulen aufgenommen werden.

Bildungsprojekt der Universität Vechta

Ziel des mit EU-Geldern geförderten Bildungsprojektes ist es, Kinder und Jugendliche in der Region Niedersächsische Nordseeküste über die Fischwirtschaft vor Ort zu informieren. In der ersten Projektphase seit 2017 wurden in Neuharlingersiel, Greetsiel und Cuxhaven außerschulische Lernorte ausgewählt und anschließend Bildungsangebote mit handlungsorientierten Lehr- und Lernmaterialien für die Klassen 5 bis 10 entwickelt und erprobt. In der mit weiteren Fördergeldern bewilligten zweiten Projektphase für die kommenden drei Jahre soll die Bildungsarbeit an den bestehenden Lernorten verstetigt und die entwickelten Konzepte auf weitere Lernorte übertragen werden.

Kontakt und Informationen zum Projekt:
Universität Vechta, Kompetenzzentrum Regionales Lernen
Annemarie Castillo
annemarie.castillo-mispireta@uni-vechta.de
Opens external link in new windowwww.lernorte-fischerei.de