Sachunterrichtsstudierende gestalten Praxistag zum Thema Konsumbildung

Die Studierenden und Tutorinnen mit den Kindern der Christophorusschule. (Foto: Sturhann)

Bereits zum zweiten Mal öffnete die Christophorusschule ihre Türen für Studierende des Sachunterrichts. Im Juni fand der Praxistag für 85 Kinder der Klassen 3 und 4 statt. In diesem Jahr gab es Lernangebote zum Thema „Kinder als aktive Konsument*innen – Konsum- und Verbraucher*innenbildung“. Im Rahmen des Teilmoduls SU-2.2 „Kind und Sache im Lehr-Lern-Kontext“ entwarfen 58 Studierende unter der Leitung von Johanna Sturhann aus dem Arbeitsbereich „Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht“ (Prof.in Dr.in Iris Baumgardt) in zwei Seminaren 19 spannende Lernstationen.

Schon im Grundschulalter sind Kinder aktive Konsument*innen: Sie treffen eigene Konsumentscheidungen, wirken auf andere ein und werden selbst beeinflusst durch Familie, Freunde, Medien und Werbung. Ihr Konsumverhalten hat aber immer auch individuelle, soziale und ökologische Folgen, die bei diesem Projekttag mitbedacht werden sollten. Die von den Studierenden gestalteten Angebote waren sehr abwechslungsreich und umfassten viele interessante Fragen. Die Kinder konnten unter anderem herausfinden, wie Plastikmüll ins Meer kommt (Verpackungs- und Plastikmüll in den Weltmeeren); woran man einen guten Tuschkasten erkennt (Stiftung Warentest); wie man aus einer Kartoffel trinken kann (Beispiele für aktuelle Entwicklungen in der Forschung); was YouTube, Instagram und Zeitschriften gemeinsam haben (Schleichwerbung); wie man durch alte Sache Neues bekommen kann (Tauschbörsen); ob immer alles weggeworfen werden muss (Upcycling); und wofür sie demonstrieren würden (Fridays for Future).

Die Ausbildung im Lehramt soll mit vermehrten Praxisbezügen schon früh im Studium optimiert werden. Wenn die Universität mit Schulen zusammenarbeitet eröffnen sich für die Studierenden viele Möglichkeiten zur Reflexion etwa ihrer Berufswahl, ihres Lehrer*innenhandelns aber auch der eigenen Kompetenzen in der Profession.

Im Seminar bereiteten sich die Studierenden theoretisch auf den Praxistag vor und erarbeiten in Gruppen eine Lernstation, die fachlich, didaktisch und methodisch von ihnen selbst gestaltet wurde. Mit Unterstützung durch die Seminarleitung und Tutor*innen erstellen die Studierenden selbst Materialien, Arbeitsblätter und auch Videos. An den Stationen analysierten die Kinder schließlich Werbespots, Posts in sozialen Netzwerken, Spielzeuge, Kleidung und Lebensmittel sowie deren Verpackungen oder arbeiteten mit selbst erstellten Erklär-Videos der Studierenden.