Sachunterrichtsstudierende gestalten Praxistag an der Grundschule Rechterfeld zum Thema Konsum und Werbung

Sachunterrichtsstudierende gestalten Praxistag an der Grundschule Rechterfeld zum Thema Konsum und Werbung (Foto: Sturhann)

 

Das Studienfach Sachunterricht der Universität Vechta konnte mit der Grundschule Rechterfeld eine neue und spannende Zusammenarbeit realisieren. Am 11.12.2019 fand der Kinder-Praxistag für 33 Kinder der Klassen 3 und 4 zum Thema „Konsum und Werbung“ statt. Im Rahmen des Teilmoduls SU-2.2 „Kind und Sache im Lehr-Lern-Kontext“ entwarfen 30 Studierende unter der Leitung von Johanna Sturhann aus dem Arbeitsbereich „Sozialwissenschaftlicher Sachunterricht“ (Prof. Dr. Iris Baumgardt) 10 spannende Lernstationen.

Schon im Grundschulalter sind Kinder aktive Konsument*innen: Sie treffen eigene Konsumentscheidungen, wirken auf andere ein und werden selbst beeinflusst durch Familie, Freunde, Medien und Werbung. Ihr Konsumverhalten hat aber immer auch individuelle, soziale und ökologische Folgen, die bei diesem Projekttag mitbedacht werden sollten. Die von den Studierenden gestalteten Angebote waren sehr abwechslungsreich und umfassten viele interessante Fragen. Die Kinder konnten unter anderem herausfinden, was es mit Mikroplastik auf sich hat; was verschiedene Siegel aussagen; was es mit Upcycling auf sich hat; was die Kinder zum Klimaschutz beitragen können und wie sie die Umwelt weniger mit Plastik verschmutzen können; was virtuelles Wasser ist; wie Werbung trickst und überall vorkommt; und wie sie ihre Daten im Internet schützen können.

Die Ausbildung im Lehramt soll mit vermehrten Praxisbezügen schon früh im Studium optimiert werden. Wenn die Universität mit Schulen zusammenarbeitet eröffnen sich für die Studierenden viele Möglichkeiten zur Reflexion etwa ihrer Berufswahl, ihres Lehrer*innenhandelns aber auch der eigenen Kompetenzen in der Profession.

Im Seminar bereiteten sich die Studierenden theoretisch auf den Praxistag vor und erarbeiten in Gruppen eine Lernstation, die fachlich, didaktisch und methodisch von ihnen selbst gestaltet wurde. Mit Unterstützung durch die Seminarleitung und Tutor*innen erstellen die Studierenden selbst Materialien,  Arbeitsblätter und auch Versuche. An den Stationen haben die Kinder schließlich Werbespots, Posts in sozialen Netzwerken, Spielzeuge, Kleidung und Lebensmittel sowie deren Verpackungen, Bio- und Fairtrade-Siegel und Erklär-Videos bearbeiten können.

Allen Beteiligten hat die Zusammenarbeit sehr gut gefallen, sodass auch für das kommende Jahr eine erneute Durchführung des Kinder-Praxistags an der Grundschule Rechterfeld angedacht wird.